Tipps und Tricks für Selbstfahrer auf Reisen

by | 6 Sep, 2020


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Nichts ist besser, als mit dem eigenen oder gemieteten Fahrzeug zu Reisen oder eine Region zu erkunden. Der Weg ist das Ziel wie man so schön sagt.

Das eigene Fahrzeug bietet dir immer jede Menge Freiheit. Du kannst losfahren, wann immer du möchtest, und musst dich nicht an irgendwelche Fahrpläne halten. Du musst nicht frühzeitig zum Einchecken erscheinen wie z.B. beim Fliegen mit dem Flugzeug. Du kannst hinfahren, wohin du möchtest, und jederzeit halten, wo auch immer du auch etwas Interessantes entdeckst.

 

Internationaler Führerschein:

Ein gelber Volkswagen Bulli fährt in Richtung eines wunderschönen Canyons im Arches National Park │ Wertvolle Informationen für Roadtrips │ Wertvolle Informationen für Roadtrips │ Standort: Arches National Park, Moab, Utah, USA, Nordamerika, Amerika │ Abenteuer Reiseblog │ Reiseanleitung │ Tipps und Tricks für Selbstfahrer auf Reisen

Während in ganz Europa dein normaler Führerschein akzeptiert wird, benötigst du für den Rest der Welt den „Internationalen Führerschein“.

Du kannst ihn sehr einfach bei deinem zuständigen Straßenverkehrsamt betragen. Er ist besitzt eine Gültigkeit von 3 Jahren und kostet dich um die 15-20€. Leider ist er ein kleines Papierheftchen und keine robuste und wasserabweisende Scheckkarte wie der normale Führerschein.

In einigen wenigen Ländern, wie z.B. Japan, musst du dir jedoch deinen Führerschein erstmal in die Landessprache übersetzen lassen, bevor du dort fahren darfst. Meist ist dies jedoch nicht sehr kompliziert, geht relativ schnell und ist nicht sehr teuer.

Im Fall von Japan, lässt du dir deinen Führerschein beim JAF übersetzen. Nicht alle ihre JAF Büros bieten jedoch den Übersetzungsservice an. Du musst deshalb auf der Homepage des JAF prüfen, welche JAF Büros für dich in Frage kommen. Die Bearbeitungszeit erfordert meist nur wenige Stunden und kostest mit ca. 3.000 Yen (ca. 23€) auch nicht die Welt.

Einige nette Reisebüros (z.B. Japan Experience) und Mietwagenfirmen können dich dabei unterstützen, die Übersetzung deines Führerscheins schon im Voraus zu erledigen. Sie benötigen hierfür einen farbigen Scan der Vorder- und Rückseite deines Führerscheins, deine Adresse zu Hause, deine Telefonnummer und die Adresse deiner ersten japanischen Unterkunft, zu der sie dir die japanische deines Führerscheins dann auch zusenden können. Der Preis für diesen Service liegt bei Japan Experience bei ca. USD 80.00 (ca. 65€) und erfordert ca. 4 Wochen Bearbeitungszeit.

 

Transportmittel:

 Fahrrad:

Eine junge Frau, bei einem Traumurlaub in Whitstable (England), fährt mit dem Fahrrad einen wunderschönen Küstenweg zu einer alten Burgruine entlang │ Roadtrip / Rundfahrt in Whitstable, England │ Wertvolle Informationen für Roadtrips │ Standort: Whitstable, Kent, England, Großbritannien, Europa │ Abenteuer Reiseblog │ Reiseanleitung │ Tipps und Tricks für Selbstfahrer auf Reisen

Mit keinem anderen Verkehrsmittel wirst du so viel von der Schönheit einer Stadt, einer Region oder auch eines ganzen Landes sehen. Im Gegensatz zu motorisierten Fahrzeugen, darfst du mit dem Fahrrad auf nahezu allen wundervollen Wegen und Strecken fahren und dort die wunderschöne Aussicht genießen.

Es gibt sogar einige Leute, die mit dem Fahrrad eine Weltreise machen. Was sich total verrückt anhört macht jedoch durchaus Sinn. Fahrräder lassen sich sehr einfach und günstig mit dem Flugzeug, Zug und Bus transportieren, und es gibt an den Landesgrenzen keinen bürokratischen Aufwand, mit Import/Export Richtlinien und benötigten Fahrzeugversicherungen.

In der Regel ist es sehr günstig sich ein Fahrrad auszuleihen. Viele größere und moderne Städte besitzen ein Bike-Sharing System, bei dem du dir Fahrräder an sehr vielen Stationen ausleihen und zurückgeben kannst.

Beim Ausleihen eines Fahrrads musst du jedoch immer ein bisschen aufpassen, oft sind die Bikes sehr alt und um die Wartung ist es manchmal nicht ganz so gut bestellt. Prüfe daher immer ob die Bremsen gut funktionieren, das Licht funktioniert und dir vielleicht die Schrauben noch mal nachgezogen werden müssen. Es kann auch nicht schaden zu fragen, ob du vielleicht einen Ersatzschlauch und eine Luftpumpe mitbekommen kannst.

Motorrad und Motorroller:

Eine junge Frau, bei einem Traumurlaub im tropischen Bali, steht mit ihrem Scooter am Straßenrad und lächelt kräftig in die Kamera │ Roadtrip / Rundfahrt durch Bali, Indonesien │ Wertvolle Informationen für Roadtrips │ Standort: Bali, Indonesien, Südostasien, Asien │ Abenteuer Reiseblog │ Reiseanleitung │ Tipps und Tricks für Selbstfahrer auf Reisen

Motorräder und Roller sind schnell und wendig, sie verbrauchen nur wenig Sprit, es ist sehr einfach einen Parkplatz zu finden, sie lassen sich super durch verstopfte Straßen manövrieren, sie sind von der Miete günstiger als Autos und sie machen Spaß ohne Ende.

Besonders in vielen asiatischen Ländern, kannst du sie dir extrem günstig und ohne viel Aufwand mieten.

Jedoch musst du hierbei immer etwas aufpassen. Häufig sind die Roller nicht mehr im Top-Zustand, speziell wenn du dich in eher abgelegeneren Regionen befindest, in den die Ersatzteilversorgung schwieriger ist. Oft sind der Tacho, die Tankanzeige, das Licht und die Blinker kaputt, das Reifenprofil schon ziemlich durch und einige Kratzer und Dellen im Lack. Manchmal ist es auch nicht mehr so gut um den Motor bestellt und der elektronische Starterknopf funktioniert nicht mehr.

Ebenfalls musst du hier damit rechnen, dass die Fahrzeugpapiere gefälscht sind. Dies wird immer dann zum Problem, wenn du auf eine andere Insel übersetzen oder über eine Grenze möchtest, weil hier die Fahrzeugpapiere in der Regel sehr genau kontrolliert werden.

Damit du unterwegs nicht in Schwierigkeiten kommst und es auch bei der Rückgabe zu keinen Unstimmigkeiten mit dem Vermieter kommt, solltest du vorher alles einmal kontrollieren, Fotos vom Motorrad/Roller machen und zusammen mit dem Vermieter alle Schäden schriftlich festhalten, die schon im Voraus existieren.

Es gibt durchaus unter den Vermietern ein paar schwarze Schafe, die versuchen dir Schäden am Roller anzudrehen, die aber schon vorher da waren. Meist geht es aber nur um Kratzer, Dellen und angebrochene Spiegel. Der Rest ist ja mehr oder weniger Verschleiß und dir kaum anrechenbar. Was aber nicht heißt, dass sie es nicht versuchen könnten.

Anstatt dir die Motorräder oder Roller direkt beim Vermieter zu holen, würde ich dir ganz dringend empfehlen sie dir immer über deine Unterkunft zu mieten. Die Unterkünfte schlagen in der Regel nix oder nur kaum etwas auf den Preis drauf, du hast keinen Papierkram und die Rückgabe funktioniert immer problemlos. Im Vergleich zu den Roller-Vermietern, sind die Unterkünfte auf online Buchungsplattformen zu finden und haben ein großes Interesse an guten Bewertungen. Die Unterkünfte werden dich garantiert nicht übers Ohr hauen und drücken bei kleineren Schäden auch mal ein Auge zu.

Sollte du unterwegs einen Platten, ein kaputtes Licht oder sonstige kleine Probleme haben lässt sich dies, zumindest in Asien, an fast jeder zweiten Ecke wieder fixen. Meist sind die Einheimischen super hilfreich und helfen dir wo sie nur können. Roller reparieren scheint in Asien sowas wie ein Volkssport und ein Gruppenevent zu sein, an dem jeder gerne teilnimmt.

Lerne unbedingt das Roller fahren:

Als Backpacker und Abenteurer ist das Roller fahren unverzichtbar und du solltest es auf jeden Fall lernen. Besonders in Asien ist der Roller das Fortbewegungsmittel-Nr. 1 und für dich die beste Möglichkeit, eine Region zu erkunden. Mit einem Roller kannst dich sehr frei, günstig und schnell bewegen.

Es ist auch gar nicht unbedingt nötig eine Fahrschule hierfür zu besuchen. Einfach rauf, mit wenig Gas los und erstmal schön langsam und vorsichtig mit dem Verkehr mitfahren. Es dauert nur ein paar Minuten, um für das Gas und die Bremse ein gutes Gefühl zu bekommen. Im Nu wirst du deinen Roller sicher beherrschen, ein super Gefühl dabeihaben und die pure Freiheit genießen.

Setzte immer schön einen Helm auf, fahre vorsichtig im Flow der anderen mit, vermeide es an Anfang auf sandigen Untergründen zu fahren und benutze eine offline GPS Navigation-App (maps.me/navmii) mit deinen Kopfhörern zur Navigation.

Für längere Fahrten, z.B. über 3-4 Stunden, solltest du dir besser zusätzlich immer eine Powerbank und ein Ladekabel mitnehmen. Navigation-Apps ziehen leider ganz schön stark am Smartphone Akku und du möchtest es bestimmt vermeiden, ohne Straßenkarte im nirgendwo festzuhängen.

Steige zudem immer von der linken Seite ab. Auf der rechten Seite befindet sich der Auspuff, an dem du dir schwere Verbrennungen holen kannst. Das Touristen Tattoo Nr. 1 ist leider nicht die Palme irgendwo auf dem Körper, sondern eher die Narbe einer Verbrennung an der Wade.

Asiatischer Verkehr:

In Asien wirst du schnell feststellen, dass dort alles ein bisschen anders funktioniert.

Hier mal eine kleine Zusammenfassung, was dich dort erwarten wird:

  • Hier gilt Rechtsverkehr. – Dort gilt in einigen Ländern Linksverkehr.
  • Hier halten sich die Menschen an die Verkehrsregeln. – Dort nehmen sie es nicht so genau, um es mal wohlwollend auszudrücken. So ist es z.B. vollkommen normal am Straßenrand, im Gegenverkehr zu fahren, oder rote Ampeln, als Linksabbieger zu missachten.
  • Hier fahren die Leute ziemlich rücksichtslos und nach dem Motto „Augen zu und durch“. – Dort passen die Menschen mehr aufeinander auf und haben keine Probleme damit, jemanden überholen zu lassen oder wenn sich mal jemand reindrängelt.
  • Hier wird getutet, um jemanden den akustischen Stinkefinger zu zeigen. – Dort wird entweder getutet, um dem Vordermann darauf aufmerksam zu machen, dass er jetzt überholt wird, oder um den Gegenverkehr, vor unübersehbaren Kurven, auf sich aufmerksam zu machen. Auf vollen Straßen ergibt dies jedenfalls ein riesengroßes und verrücktes Tut-Konzert.
  • Hier kannst du sehr schnell fahren. – Dort steckst du meist im dichten Verkehr fest. Geschwindigkeitsschilder findest du dort eher nur auf den wenigen Autobahnen und Schnellstraßen.
  • Hier besteht die Verkehrspolizei aus anständigen Beamten, die sich niemals bestechen lassen würden. – Dort gibt es sehr viele schwarze Schafe, die dir unbedingt etwas anhängen oder nachweisen wollen, damit sie sich von dir bestechen lassen können. Du solltest also immer schön den Helm aufsetzten, den internationalen Führerschein und die Fahrzeugpapiere dabeihaben, damit sie dich abziehen können. Für die Führerscheinklassen hat sich bei mir noch kein Polizist interessiert. Die meisten haben ihn sich nicht mal genau angeschaut und sind immer mit dem Deckblatt zufrieden gewesen. Mach dir also nicht zu viele Sorgen, falls du einen Roller mit zu viel Hubraum fährst.
  • Hier tankst du an einer Tankstelle. – Dort tankst du regelmäßig an einem Shop an der Straße, der Benzin in Flaschen abgefüllt hat. Tankstellen gibt es oft nur in größeren Städten und auf den Hauptverkehrsstraßen.

Auto:

Ein Land Rover Defender (Geländewagen) steht im leichten Schnee auf der vulkanischen schwarzen von Island und hinter ihm geht die Sonne hinter einer wunderschönen schneeweißen Berglandschaft unter │ Roadtrip / Rundfahrt durch Island, Skandinavien │ Wertvolle Informationen für Roadtrips │ Standort: Island, Skandinavien, Europa │ Abenteuer Reiseblog │ Reiseanleitung │ Tipps und Tricks für Selbstfahrer auf Reisen

Im Vergleich zu Motorrädern und Wohnmobilen, sind Autos eine sehr gute Mischung aus Komfort, Schutz, Wendigkeit, Geschwindigkeit und Kosten.

Vorteile zu Motorrädern

  • Du bist vor Wind und Wetter geschützt, hast eine Heizung und vielleicht sogar eine Klimaanlage
  • Du kannst mehrere Personen mitnehmen und dich mit ihnen unterhalten, singen und die Kosten teilen
  • Du kannst im Auto schlafen, wenn es sein muss oder du Geld sparen möchtest
  • Du hast viel mehr Platz für Gepäck und könntest wesentlich einfacher Camping Equipment mitnehmen
  • Für Autos gibt es super Zelte, welche sich auf dem Dach befestigen und sehr einfach aufklappen lassen
  • Du kannst deine Sachen viel sicher einschließen
  • Du bist im Auto viel besser gegen Unfälle geschützt

Vorteile zu Wohnmobilen:

  • Sie sind günstiger (Miete, Kauf und Tankkosten)
  • Sie sind einfacher zu manövrieren
  • Es gibt deutlich mehr geeignete Parkplätze
  • Sie sind schneller
  • Es gibt total unkomplizierte Car-Sharing Anbieter (z.B. Car2Go und DriveNow), mit denen das anmieten und abgeben traumhaft einfach ist

Wohnmobil:

Ein junger Mann steht am Abend vor seinen Wohnwagen am Meer und genießt einen wundervollen Sonnenuntergang im australischen Tasmanien │ Roadtrip/Rundfahrt durch Tasmanien und Australien │ Wertvolle Informationen für Roadtrips │ Standort: Tasmanien, Australien, Ozeanien │ Abenteuer Reiseblog │ Reiseanleitung │ Tipps und Tricks für Selbstfahrer auf Reisen

Wohnmobile sind die komfortabelsten Fahrzeuge und perfekt für Roadtrips mit deinem Partner oder deinen besten Freunden.

Sie bieten:

  • sehr bequeme Sitze
  • sehr viel Platz
  • ein Bett
  • eine gute Stromversorgung
  • eine Kochstelle
  • ein Kühlschrank
  • wahrscheinlich ein Fernseher
  • eventuell eine Toilette und Dusche

Für Roadtrips eigen sich besonders gut die USA, Kanada, Australien, Neuseeland und viele Länder Europas und Afrika. In diesen Ländern gibt es sehr viele gut ausgerüstete und sichere Campingplätze, und alles ist ziemlich unkompliziert.

 

Mieten, kaufen oder mitbringen:

Mieten:

Ein Mann, bei einen Roadtrip durch das winterliche Colorado, hält mit seinen gelben Geländewagen auf der Straße und stiegt aus, um Bilder von der wunderschönen und schneebedeckten Landschaft zu machen │ Roadtrip / Rundfahrt durch Estes Park, Colorado │ Wertvolle Informationen für Roadtrips │ Standort: Estes Park, Colorado, USA, Nordamerika, Amerika │ Abenteuer Reiseblog │ Reiseanleitung │ Tipps und Tricks für Selbstfahrer auf Reisen

Sich ein Fahrzeug zu mieten ist häufig eine vernünftige Entscheidung:

  • Wenn du nur wenige Tage bis Wochen unterwegs bist

Mietfahrzeuge sind meist in einem recht guten Zustand, bei Problemen hast du eine Notfallnummer, unter der dir schnell geholfen wird, und du musst dir kaum Sorgen um Reparaturen machen.

Campingfahrzeuge sind sogar oft schon richtig gut ausgerüstet, so dass du dir nicht mehr so viel zusätzliche Campingausrüstung anschaffen musst.

Für asiatische Roller gilt dies natürlich alles nur mit Einschränkungen.

Bei Motorrädern, Autos und Wohnwagen, lohnt es sich definitiv online im Voraus zu buchen. Sowohl über die Mietwagenfirmen (z.B. Britz, Budget, Europcar, Hertz, Sixt, Car2Go, DriveNow) als auch über die Buchungsportale (z.B. Skyscanner, Momondo, KAYAK, Expedia, Ebookers, Idealo Flight, Opodo, Vayama) bekommst du so häufig deutlich bessere Preise als direkt am Schalter.

Nimm dir beim Anmieten von Fahrzeugen immer die Zeit, dass Fahrzeug vorher genau zu kontrollieren. Teste ob alles funktioniert und ob schon Kratzer, Dellen und Risse am Fahrzeug sind. Mache von Beschädigungen immer sofort Bilder und halte diese Mängel schriftlich mit dem Vermieter fest. Es nervt tierisch unterwegs Probleme lösen zu müssen oder bei der Rückgabe unnötige Diskussionen führen zu müssen, bei denen du am Ende höchstwahrscheinlich eh das Nachsehen hast und draufzahlen musst.

Kaufen:

Blick auf einen Geländewagen, welcher auf einem Platz am Meer und vor wunderschönen hohen isländischen Bergen steht │ Roadtrip/Rundfahrt durch Island, Skandinavien │ Wertvolle Informationen für Roadtrips │ Standort: Island, Skandinavien, Europa │ Abenteuer Reiseblog │ Reiseanleitung │ Tipps und Tricks für Selbstfahrer auf Reisen

Sich ein Fahrzeug zu kaufen lohnt sich fast immer:

  • Wenn du viele Monate damit unterwegs bist
  • Wenn du das Fahrzeug günstig in der Vorsaison bekommen kannst, wo die Preise noch relativ niedrig sind.
  • Wenn du unterwegs nicht zu viele kostspielige Reparaturen hast
  • Wenn du es während der Hauptsaison verkaufst, bevor die Preise am Ende total einknicken

Die meisten dieser Punkte lassen sich mit ein bisschen Geschick gut planen.

Das große Problem sind leider immer die unabsehbaren Reparaturkosten. Speziell in Ländern, wie z.B. in Australien und Neuseeland, wo seit langem ein riesiger Gebrauchtwagenmarkt für Backpacker existiert, befindet sich unglaublich viel Schrott auf dem Markt. Wir sprechen hier wirklich von Fahrzeugen, die nur noch von Klebeband zusammengehalten werden und dir nach wenigen Kilometer auseinanderbrechen.

Die Situation ist aber leider sehr nachvollziehbar. Backpacker haben überhaupt gar kein Interesse, Geld in die Fahrzeuge zu investieren. Hauptsache das Fahrzeug hält bis zum Ende durch und lässt sich wieder loswerden, bevor sie das Land verlassen müssen. Die vielen Gebrauchtwagenverkäufer haben ebenfalls kaum Interesse, Geld in Wagen zu stecken. Ihre Kunden bestehen zum Großteil aus Backpackern, die eh nach wenigen Wochen oder Monaten das Land wieder verlassen und die sie nie wiedersehen werden. Diese Gebrauchtwagenhändler müssen sich daher kaum Sorgen um Kundenzufriedenheit machen und riskieren gerne mal, dass der Wagen nicht bis zum Ende durchhält. Zudem wissen die Gebrauchtwagenverkäufer nur zu gut, dass die Backpacker nicht viele andere Möglichkeiten haben, schnell an ein Fahrzeug zu kommen, welches zumindest kürzlich eine Werkstatt gesehen hat.

Tipps zum Gebrauchtwagenkauf:

Falls du mit dem Gedanken spielst, dir ein Auto kaufen zu wollen, beschäftige dich vorher besser sehr intensiv mit dem Thema Gebrauchtwagenkauf.

  • Wie erkennt man ein gutes Auto.
  • Welches sind die ganzen gemeinen Tricks, mit denen versucht wird, Probleme am Auto zu kaschieren.
  • Wie teuer sollten die verbreitetsten Modelle sein.
  • Wie teuer sind die gängigsten Reparaturen.

Hier sind ein paar großartige YouTube Videos von DK in Oz, zum Gebrauchtwagenkauf und der Anmeldung in Australien:

In den meisten Ländern ist es eigentlich gar kein Problem, sich ein Auto zu kaufen und anzumelden. Es gibt jedoch ein paar Länder, in denen die bürokratischen Hürden sehr groß sein können oder es komplett nicht geht.

Gute Beispiele für solche komplizierten Länder sind wohl Argentinien und Chile. Viele Menschen haben den Lebenstraum einmal die Panamericana von Feuerland bis Alaska entlangfahren zu wollen. Dies ist die längste Straße der Welt und ein fantastisches Abenteuer, welches über mehrere Jahre dauern kann. Leider ist es aber anscheinend so schwierig ein Fahrzeug in Argentinien oder Chile zu kaufen und anzumelden, so dass viele ihr Fahrzeug lieber für teures Geld hierher verschiffen lassen. Also besser immer erst erkundigen und nicht blind irgendwo hinfahren.

Mitnehmen:

Blick auf einen Wohnwagen, welcher auf einer schmalen Straße die wunderschönen schottischen Highlands herunter fährt │ Roadtrip/Rundfahrt in Glen Etive und durch Schottland │ Wertvolle Informationen für Roadtrips │ Standort: Glen Etive, Ballachulish, Schottland, Großbritannien, Europa │ Abenteuer Reiseblog │ Reiseanleitung │ Tipps und Tricks für Selbstfahrer auf Reisen

In Europa:

Innerhalb Europa macht es durchaus Sinn dein Fahrzeug mitzunehmen:

  • Wenn die Reise/der Roadtrip das eigentliche Ziel ist
  • Wenn du einige Wochen Urlaub hast, so dass dich die längere Fahrzeit im Vergleich zum Flugzeug oder zur Bahn nicht stört
  • Wenn du dir die Tankkosten mit jemanden teilen kannst

Ein Roadtrip durch Europa ist eine der genialsten Reisen, dir du überhaupt machen kannst. Europa bieten auf sehr kleinen Raum unendlich viel zu sehen.

Selbst wenn du ohne Freunde reist, findest du über eine Mitfahrzentrale, wie z.B. BlaBlaCar, eigentlich immer jemanden, der einen Teil des Weges mitfahren möchte. Insofern sollten die Tankkosten nie das große Problem sein.

Das Blöde ist eher die Fahrzeit, welche ja von deiner Urlaubszeit weggeht. Wenn du aber zumindest ein paar Wochen unterwegs bist und vielleicht unterwegs ein paar coole Stopps auf dem Weg machen kannst, sollte das auch nicht weiter stören.

Außerhalb von Europas:

Außerhalb von Europa sieht das Ganze etwas anders aus und du es mit mehreren Hindernissen zu tun, wenn du dein Fahrzeug mitnehmen möchtest:

1.  Bürokratischer Aufwand:
  • Zoll
  • Carnet de Passage
  • Autoversicherung

Bei jeder Grenzüberquerung musst du in beiden Ländern zum Zoll rennen, um dein Fahrzeug vorübergehend zollfrei ein- und auszuführen. Solltest du es während deines Aufenthaltes verkaufen, musst du nachträglich die Zollgebühren für den Import zahlen.

Zur Sicherheit verlangen viele Länder das Carnet de Passage Zolldokument. Dieses Dokument bekommst du in Deutschland z.B. über den ADAC und ist für ein Jahr gültig. Für das Carnet de Passage musst du eine hohe Kaution für dein Fahrzeug hinterlegen und natürlich Gebühren zahlen. Wenn du mit deinem Fahrzeug zurück nach Deutschland kehrst und alle Ein- und Ausfuhr Stempel in Ordnung hast, bekommst du deine Kaution zurück.

Neben den Aufwand mit dem Zoll, wirst du in jedem neuen Land ebenfalls eine Autoversicherung abschließen müssen.

Dieser ganze bürokratische Aufwand macht überhaupt kein Spaß, kostest jede Menge Zeit und zudem immer auch ein bisschen Gebühren. Wenn du jedoch einen Roadtrip über mehrere Monate und durch mehrere Länder machen möchtest, kommst du aber leider nicht darum herum. Über diesen Zeitraum macht mieten keinen Sinn mehr und jedes Mal, ein neues Fahrzeug zu kaufen und wieder zu verkaufen, ist auch nicht entspannter und günstiger.

2.  Transportkosten:

Von Europa sind nur Afrika und Asien auf dem Landweg zu erreichen. Hier hast Du es aber mit gewaltigen Strecken und wahrscheinlich einigen Grenzen zu tun, um erstmal irgendwohin zu kommen. Ob sich das vom der Zeit und dem Geld rechnet, wenn der Roadtrip nicht das Ziel an sich ist, ist eher zweifelhaft.

Wenn du dein Fahrzeug verschiffst, sparst du dir zwar die Zeit, aber so ganz billig wird das Spielchen für den Hin- und Rücktransport bestimmt nicht. Im Vergleich zum Mieten, kann es sich jedoch dennoch lohnen, wenn du für viele Monate oder sogar Jahre unterwegs bist.

Im Vergleich zu kaufen, ist es jedoch eher unwahrscheinlich, dass es sich finanziell rechnen wird.

3.  Ersatzteilkosten und Verfügbarkeit:

Nehmen wir einfach mal an, es rechnet sich für dich dein Fahrzeug zu verschiffen oder du möchtest es einfach, weil du in dem Land kein ähnlich gutes Fahrzeug kostengünstig bekommen oder kaufen kannst.

Ein extrem wichtiger Punkt, den du jetzt besser sehr gründlich recherchieren solltest, ist die Ersatzteilversorgung für dein Fahrzeug. Wenn die Ersatzteilversorgung für dein Fahrzeug in dem Land oder besser noch auf dem gesamten Kontinent nicht gewährleistet ist, kann es zum Teil mehrere Wochen dauern bis benötigte Ersatzteile geliefert werden können und zudem ein Vermögen kosten.

 

Versicherungen:

Ein cooler Mann, mit Hemd und Jeans, steht mit seinem Motorrad auf einem Weg im Grünen und zieht sich die Motorradhandschuhe an │ Roadtrip / Rundfahrt durch die USA, Nordamerika │ Wertvolle Informationen für Roadtrips │ USA, Nordamerika, Amerika │ Abenteuer Reiseblog │ Reiseanleitung │ Tipps und Tricks für Selbstfahrer auf Reisen

 Fahrzeuge sind teuer, können leicht kaputtgehen und sind nicht ganz ungefährlich. Spare deshalb nie an Versicherungen und gebe lieber etwas mehr aus.

Du solltest dir für dein Fahrzeug immer eine gute Kfz-Versicherung gönnen und grundsätzlich immer eine Auslandskrankenversicherung, Unfallversicherung und Haftpflichtversicherung mit weltweiter Gültigkeit besitzen.

Eine einfache Internetrecherche wird dir helfen herauszufinden, welche Kfz-Versicherungen du bei welchem Anbieter und in welchem Land sehr empfehlenswert sind.

In meinen Beitrag Die wichtigsten Versicherungen zum Reisen findest du super hilfreiche Informationen, über die wichtigen Versicherungen zum Reisen.

 

Sicherheitsregeln beim Parken und für Roadtrips:

Ein türkiser Volksagen Bulli Wohnwagen steht im tiefen grünen Grass an einer wunderschönen Klippe am Meer │ Roadtrip / Rundfahrt │ Wertvolle Informationen für Roadtrips │ Abenteuer Reiseblog │ Reiseanleitung │ Tipps und Tricks für Selbstfahrer auf Reisen

Fahrzeuge sind bedauerlicherweise in vielen Ländern ein sehr beliebtes Ziel von Taschendieben.

Besonders am späten Abend und in der Nacht, wenn die Straßen alle ziemlich leer sind, werden sie gerne aufgebrochen. Sehr viele Versicherungen zahlen schon gar nicht mehr, wenn zwischen den späten Abend- und frühen Morgenstunden etwas aus einem Fahrzeug entwendet worden ist. Du solltest deshalb abends und über Nacht nie irgendetwas im Wagen liegen lassen.

Zusätzlich musst du immer ein bisschen auf Räuber aufpassen, die versuchen dich anzuhalten, um dich dann auszunehmen. Die einen probieren es auf die trickreiche Art und versuchen dich geschickt abzulenken, um dir deine Sachen zu entwenden, die anderen sind wiederum eher von der harten Sorte und ziehen dich bis auf die Klamotten aus.

Hier habe ich ein paar hilfreiche Regeln und Hinweise für dich wie du dich davor besser schützen kannst.

1.  Prüfe, ob sich ein Ersatzreifen im Fahrzeug befindet:

Leider erwähne ich dies nicht nur für den unschönen Fall, falls du mal einen Platten haben solltest. Es gibt ganz fiese Autovermieter, z.B. ist Cuba sehr bekannt dafür, die dir erst stolz das Auto und den beiliegenden Ersatzreifen vorführen, um ihn dir anschließend zu klauen, während du die notwendigen Papiere anschließend im Büro ausfüllst. Bei der Rückgabe darfst du dann ordentlich für den verschwundenen Reifen blechen.

2.  Fahrzeugschlüssel nicht vergessen:

Speziell beim Motorrad und Roller fahren passiert es sehr leicht, dass du die Schlüssel im Zündschloss vergisst, weil keine Türen und Fenster verschlossen werden müssen.

In so manchen Autos und Wohnwagen könnte es dir leicht passieren, dass du dich aus Versehen aus dem Fahrzeug ausschließt. Es gibt einige Modelle, bei denen sich die Türen nach einiger Zeit automatischen schließen, selbst wenn der Schlüssel sich noch im Zündschloss befindet.

3.  Fahrzeugtüren und -fenster verschließen:

Es klingt so selbstverständlich, doch es passiert so häufig, dass Türen und Fenster nicht richtig verschlossen werden. Gewöhne es dir besser an, jede Tür, den Kofferraum und jedes Fenster immer ganz genau zu kontrollieren.

4.  Es sollte sich niemals etwas Sichtbares in der Fahrzeugkabine befinden:

Alles was nicht naturgemäß in die Fahrzeugkabine gehört, kann das Interesse von Taschendieben wecken.

Es ist offensichtlich klar, dass du niemals Wertgegenstände und Gepäckstücke in der Kabine lassen solltest. Gleiches gilt aber auch für Kleidung, Handtücher und Zeitschriften. Diebe haben durchaus die positive Erfahrung gemacht, dass sich darin oder darunter manchmal wertvolle Dinge, wie z.B. ein vergessenes Smartphone oder eine Geldbörse, befinden.

Damit auch Wohnwagen nicht zu viel Preisgeben, solltest du dir Gardinen anschaffen und diese immer schön zuschieben.

5.  Lasse nachts nichts im Fahrzeug:

Wenn du nicht gerade im Fahrzeug oder im Zelt schläfst, vermeide es nachts etwas im Fahrzeug zu lassen. Wie ich oben schon erwähnt habe, werden viele Versicherungen nicht zahlen, wenn dir über Nacht etwas aus dem Fahrzeug geklaut wird.

6.  Parke an überwachten Parkplätzen:

In einigen Regionen ist die Kriminalität so hoch, dass Autos dort regelmäßig aufgebrochen werden und es für dich auch nicht besonders sicher ist im Wohnwagen zu schlafen. Sehr bekannt hierfür sind z.B. einige Regionen in Südamerika und Südafrika.

Wenn du an einem Ort ein schlechtes Gefühl hast, solltest du versuchen einen überwachten Parkplatz zu finden.

Hierfür bieten sich häufig:

  • kostenpflichtige Campingplätze
  • gesicherte Bezahl-Parkplätze und Parkhäuser
  • Polizeistationen
  • Apotheken Parkplätze (zumindest in Nord-, Zentral- und Südamerika werden diese überwacht)
  • Supermarkt Parkplätze (z.B. werden Walmart Parkplätze überwacht und das Campen ist erlaubt)

an.

In Südafrika wirst du, zumindest in den Innenstädten, sehr häufig auf Car Guards treffen, die auf dein Fahrzeug aufpassen werden und es auf Wunsch auch waschen können. Selbstverständlich wird dort beim Verlassen ein Trinkgeld erwartet.

7.  Prüfe deine Tankanzeige:

Es gibt Diebe, die dir heimlich dein Benzin abzapfen, damit du irgendwo in der Pampa liegenbleibst, wo sie dich dann ganz entspannt und ohne Zeugen ausnehmen können. Prüfe daher immer deine Tankanzeige, bevor du losfährst.

Von diesem Fall gibt es leider auch noch eine ganz gemeine Abwandlung. Während du dich in irgendeinen kleinen Kaff im nirgendwo befindest, erzählt dir ein Tankwart, dass er nicht mehr genügend Benzin hat, um dir deinen Tank vollständig zu füllen. Du wirst es ahnen, auch hier sollst du unterwegs liegen bleiben und von Komplizen ausgeraubt werden. Fahr aus diesen Käffchen auf keinen Fall los, ohne genug Benzin. Wende dich zur Not an andere Einwohner oder bitte die Polizei um Hilfe. Dieser böse Fall ist aber natürlich extrem selten und eine absolute Ausnahme.

8.  Werfe immer ein Blick auf alle Reifen und lasse dein Fahrzeug nie aus den Augen:

Einige Taschendiebe und Räuber verwenden gerne den Reifenstecher-Trick. Hierbei wird dir, meist an einer Raststätte oder Tankstelle, ein kleines Loch in einen Reifen gestochen, der nach wenigen Kilometer zum Platten führt. Stehengeblieben in der Pampa werden dich die Diebe entweder komplett ausnehmen oder dir ihre Hilfe anbieten, damit sich einer von ihnen an dein Gepäck ranmachen kann, während du und die anderen damit beschäftigt sind den Reifen zu wechseln. Bevor du losfährst, solltest daher du immer besser prüfen, ob nicht einer der Reifen etwas zu wenig Luft besitzt.

Auf Raststätten und Tankstellen solltest du dein Fahrzeug besser nie ganz aus den Augen verlieren. In der Praxis ist dies natürlich viel leichter gesagt als getan, aber wenn du bei der Parkplatzwahl daran denkst, kann dies schon sehr helfen.

Kommst du in die unglückliche Situation, einen Platten zu haben, denke immer schön daran dein Fahrzeug zu verschließen, während du den Reifen wechselst. Besonders misstrauisch solltest du gleich werden, wenn es kurz nach einem Stopp passiert und sich zufällig sofort eine Gruppe freiwilliger Helfer anbietet.

9.  Bewahre niemals etwas außerhalb deines Fahrzeuges auf:

Bei Roadtrips ist es immer verlockend, ein paar Sachen draußen zu lagern, wenn das ganze Fahrzeug vollgestellt ist. Besonders Schuhe, Stiefel und Flip-Flops lässt man gerne draußen, damit es im Wohnwagen nicht so schnell schmutzig wird. Ebenfalls gehören nasse Handtücher und (Bade-) Kleidung sehr gerne dazu.

Leider kann ich dir das überhaupt gar nicht empfehlen. Du solltest nie etwas außerhalb des Fahrzeuges aufbewahren, wenn du kein Auge drauf hast. Es gibt immer Bösewichte und Scherzkekse, die wirklich alles klauen was nicht niet- und nagelfest ist. Speziell über Nacht ist es in vielen Regionen so sicher wie das Amen in der Kirche, dass am nächsten Tag alles weg sein wird. Selbst total wertlose und volle Müllbeutel verschwinden über Nacht, weil irgendein Spinner hofft darin etwas Wertvolles zu finden.

10.  Verwende nur diebstahlsicheres Außenequipment:

Es gibt jede Menge nützliches Equipment, welches du außerhalb deines Fahrzeuges befestigen kannst:

  • Dachgepäckträger
  • Dachboxen
  • Dachkörbe
  • Fahrraddachträger
  • Heckklappenfahrradträger
  • Skiträger
  • Snowboard-Träger
  • Skiboxen
  • Kajakträger
  • Surfbrett-Dachträger
  • Kanuträger
  • Markisen
  • Vorzelte
  • Trittstufen und -Einstiegshilfen
  • Leitern
  • Solarzellen

Bedauerlicherweise werden die Diebe immer dreister und versuchen dir dieses Equipment wieder abzubauen. Es wird daher immer wichtiger, dass du nur diebstahlsicheres Außenequipment verwendest.

Hierbei werden in der Regel Schrauben und Muttern mit einem außergewöhnlich seltenen Profil verwendet, die spezielles Werkzeug benötigen. Besonders gute Exemplare verdecken diese Schrauben und Muttern zusätzlich noch einmal mit einem Schloss.

Die speziellen Schrauben und Muttern sind ebenfalls einzeln erhältlich, so dass du immer die Möglichkeit hast, dein vorhandenes Equipment einfach nachzurüsten.

11.  Misstraue allen die dich anhalten wollen:

Dieser Punkt ist menschlich nicht immer einfach zu lösen und du musst dich hier sehr auf deine Menschenkenntnis und Intuition verlassen.

Leider gibt es Räuber und Taschendiebe, die deine freundliche Hilfsbereitschaft ausnutzen wollen.

Ein Wohnwagen steht am Straßenrand einer super eng geschlungenen Straße in den Bergen, auf dem man einen wundervollen Ausblick auf den 2693m hohen Half Dome Berg im kalifornischen Yosemite Nationalpark hat │ Roadtrip/Rundfahrt durch den Yosemite Nationalpark in Kalifornien │ Wertvolle Informationen für Roadtrips │ Standort: Yosemite Nationalpark, Kalifornien, USA, Nordamerika, Amerika │ Abenteuer Reiseblog │ Reiseanleitung │ Tipps und Tricks für Selbstfahrer auf Reisen

A.  Vorgespielte Panne oder vorgespielter Unfall:

Ein sehr beliebter Trick, ist es dir eine Panne oder einen Unfall vorzuspielen. Häufig hast du es hier mit einer Gruppe von mehreren Personen zu tun, die auf einer eher weniger befahrenen Straße liegen geblieben sind. Einige von ihnen wollen sich nur (Benzin) Geld erbetteln, andere probieren es wieder auf die trickreiche Art und versuchen dich geschickt abzulenken, um dich zu beklauen, und die ganz bösen werden dich aufs gemeinste komplett ausnehmen.

Typische Beispiele:
  Das Liebespaar mit dem familiären Notfall:

Du triffst auf ein Liebespärchen (Bettler), welches unbedingt zu einem familiären Notfall muss. Leider ist ihr Tank leer, sie haben kein Geld mehr und ihre Bankkarte funktioniert nicht. Sie bitten dich um eine bisschen Geld und versprechen dir, dass sie es dir wieder zurückzahlen werden. Oft bieten sie dir sogar an ein paar goldene Ringe (natürlich kein echtes Gold), als Pfand zu behalten.

  Der Platten und der kaputte Wagenheber:

Du triffst auf eine kleine Gruppe von eher jüngere Männern (Trickbetrügern/Räubern), deren Wagen leider einen Platten hat und dessen Wagenheber ausgerechnet jetzt defekt ist. Sie bitten dich um deinen Wagenheber und deine Hilfe. Während du ihnen hilfst den Reifen zu wechseln, macht sich einer von ihnen an deine Sachen ran. Meist besteht diese Gruppen aus mindestens drei Leuten.

  Der Platten und der fehlende Ersatzreifen:

Du triffst auf eine kleine Gruppe von Männern (Räuber), deren Wagen leider einen Platten hat und die leider keine Ersatzreifen dabeihaben. Sie bitten dich freundlich sie zum nächsten Ort mitzunehmen und würden dich auch dafür bezahlen. Lässt du sie ins Fahrzeug, nehmen sie dich höchstwahrscheinlich später mit Waffengewalt vollständig aus.

  Verhaltens-Tipps:

Du solltest in dieser Situation:

  • vorsichtig heranfahren
  • schauen ob du einen platten Reifen erkennen kannst
  • deine Türen verriegeln
  • das Fenster nur einen Spalt offenlassen
  • ein Foto von dem fremden Fahrzeug und seinem Nummernschild machen (wenn es denn eins hat …)
  • besser sofort weiterfahren und ihnen lieber Hilfe im nächsten Ort organisieren, wenn du ein schlechtes Gefühl hast
  • dein Fahrzeug verschlossen zu halten, wenn du dich entschließt zu helfen
  • niemand mitfahren lassen
  • niemals Benzingeld geben

B.  Wildes gestikulieren eines anderen Verkehrsteilnehmers:

Einige Trickbetrüger versuchen dich zum Anhalten zu bewegen, indem sie dir ein Problem an deinem Fahrzeug vorgaukeln. Hältst du an, wirst du meist mit Waffengewalt blitzschnell abgezogen. In der Regel werden es die Räuber so planen, dass sich ein ruhiger und abgelegener Parkplatz ein paar Kilometer voraus befindet. Viele Räuber haben aber auch keine Hemmungen, dich direkt vor vorbeifahrenden Fahrzeugen auszunehmen, z.B. auf den Seitenstreifen einer Autobahn.

→  Verhaltens-Tipp:

Fahre sehr vorsichtig weiter und halte ausschließlich an sehr belebten Raststätten oder Tankstellen.

C.  Räuberischer Anhalter:

Nicht jeder Anhalter ist leider ein Tramper, der versucht besonders günstig durch ein Land zu ziehen. Einige Anhalter halten dir stattdessen eine Knarre an den Kopf und lassen dich in einen ruhigen Waldweg abbiegen, wo seine Freunde schon auf dich warten, um dich bis auf die Unterwäsche auszuziehen.

→  Verhaltens-Tipp:

Auch wenn es mir von Herzen leidtut, in einem fremden Land solltest du an Anhaltern lieber vorbeifahren. Zuhause kannst du gerne Anhalter mitnehmen, dort ist die Neubeschaffung von Bank und Kreditkarten und deiner Ausweisdokumente sehr viel einfacher.

D.  Falsche Beamte:

Es gibt auf den Straßen bekannterweise Polizisten, Grenzwächter und Ordnungshüter, die mit Zivilfahrzeugen und ohne Uniform unterwegs sind. Leider gibt es jedoch immer mehr Trickbetrüger und Räuber, die sich nur für welche ausgeben und dich abziehen wollen.

→  Verhaltens-Tipp:

Weltweit nutzen alle offiziellen Beamte, auch die in Zivil, zum Anhalten die bekannten beleuchteten Polizeikellen oder Signalleuchten, und sie weisen sich mit Ihrem Dienstausweis aus und nennen dir sofort erstmal den Grund für die Kontrolle. Ein Beamter, der dich von der Straße rauswinken möchte, wird immer eine Uniform tragen und nicht in Zivilkleidung unterwegs sein. Lasse dich deshalb von niemanden rauswinken, dem die offizielle Ausrüstung fehlt. Nur weil jemand mit irgendeinem Ausweis vor dir rumwedelt, muss du noch lange nicht anhalten.

Sieht die Ausrüstung auf den ersten Blick korrekt aus, solltest du natürlich anhalten. Halte jedoch deine Türen erstmal verriegelt und deine Fenster weitgehend geschlossen, bis du einen glaubwürdigen Dienstausweis vorgezeigt bekommst. Wie oben geschrieben, werden sich offiziell Beamte in Zivil erstmal korrekt ausweisen. Trickbetrüger werden dies eher vermeiden wollen oder lassen dich gar keinen vernünftigen Blick darauf werfen. Bestehe immer drauf, dir den Dienstausweis ganz genau anzuschauen zu dürfen.

 

Schlusswort:

Eine hübsche vietnamesische Frau fährt mit ihrem Roller eine wunderschöne mit vielen Bäumen bepflanzte Straße in Vietnam entlang │ Roadtrip / Rundfahrt durch Vietnam, Südostasien │ Wertvolle Informationen für Roadtrips │ Standort: Vietnam, Südostasien, Asien │ Abenteuer Reiseblog │ Reiseanleitung │ Tipps und Tricks für Selbstfahrer auf Reisen

Egal wie viel bürokratische Hindernisse, korrupte Beamte und diebische Elstern du überwinden musst, Roadtrips sind mega geil und eine unbeschreiblich schöne Möglichkeit ein Land oder gleich sogar mehrere Länder am Stück zu entdecken.

In einigen Regionen läuft ohne eigenes Fahrzeug auch wirklich nix und du bist gezwungen dir hier ein Fahrzeug zu mieten, wenn du diese Region erkunden möchtest.

Auch wenn dies bei all meinen Sicherheitstipps und -hinweisen nicht immer so rüberkommt, die überwältigende Mehrheit auf unseren Planeten besteht aus sind freundlichen, ehrlichen und hart arbeitenden Menschen, die sich super darüber freuen werden, dass du ihr Land und ihre Stadt oder Dorf besuchst.

Meine ganzen Sicherheitsregeln und -tipps sind wirklich nur für den Fall der Fälle.

B e t t e r   s a f e   t h a n   s o r r y   ! ! !

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