Taxis und ihre abenteuerlichen Kollegen

by | 6 Sep, 2020


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Aus Deutschland kennst du vor allem Auto und Großraum-Taxis. Sie besitzen alle einen Taxameter und sind leider nicht besonders gĂŒnstig. In vielen anderen LĂ€ndern, besonders in den asiatischen LĂ€ndern, ist die Vielfalt an Taxis deutlich grĂ¶ĂŸer.

Es gibt z.B.:

  • Auto Taxis (mit und ohne Taxameter)
  • Großraum Taxis (mit und ohne Taxameter)
  • Private Fahrer
  • Lastwagen Taxis
  • Motorradrikschas (Tuk-Tuks)
  • Motorradtaxis
  • Fahrradrikschas
  • FĂ€hren
  • Bootstaxis (Motorboote)
  • Fischerboote
  • Ruderboote
  • Pferdekutschen
  • Pferde
  • Kamele
  • Elefanten
  • Esel

Meist sind diese Fahrzeuge (/Tiere) jedoch ziemlich abenteuerlich und von deutschen Sicherheitsstandards ganz weit entfernt. DafĂŒr sind aber auch die Taxipreise oft sehr viel gĂŒnstiger.

 

Worauf du beim Taxi fahren besser achten solltest:

Blick auf zwei Beduine, die mit ihren Kamelen bei Sonnenuntergang durch die WĂŒste laufen │ Taxifahren │ Tipps und Tricks zum Fahren mit dem Taxi │ Abenteuer Reiseblog │ Reiseanleitung │ Taxis und ihre abenteuerlichen Kollegen

Im Gegensatz zu Deutschland, wo die Taxifahrer höchstens mal einen Umweg fahren, musst du in weniger entwickelten LĂ€ndern sehr viel mehr aufpassen, dass dich die Fahrer nicht nach Strich und Faden verarschen und ausnehmen. Viele Taxifahrer scheinen Touristen, als reine Goldesel zu sehen, die sie mit Leichtigkeit fĂŒr dumm verkaufen können.

Hier habe ich ein paar goldene Regeln zusammengestellt, an die du dich besser halten solltest.

Vor der Fahrt:

Blick von oben auf ein Taxi in New York City, welches in Richtung des Chrysler Building Wolkenkratzer fĂ€hrt │ Taxifahren in den USA, Nordamerika │ Tipps und Tricks zum Fahren mit dem Taxi │ Standort: USA, Nordamerika, Amerika │ Abenteuer Reiseblog │ Reiseanleitung │ Taxis und ihre abenteuerlichen Kollegen

1.  Bestell dir ein Uber, Lyft, DiDi Chuxing, Grab, Haxi, GO-JEK oder Ola:

VerfĂŒgbarkeit:

Über all diese Apps kannst du dir einen privaten Fahrer und sein Fahrzeug mieten. Je nach Stadt stehen dir hier verschiedene Transport Services zur VerfĂŒgung. Zum einen kannst du dir die Art und die GrĂ¶ĂŸe des Fahrzeuges aussuchen.

Zum Beispiel:

  • Art: Auto, Minibus, Roller oder Boot
  • GrĂ¶ĂŸe: Kleinwagen bis Luxuswagen

Zum anderen kannst du dich manchmal auch entscheiden, ob du lieber alleine fahren möchtest oder ob zusĂ€tzlich fremde Passagiere willkommen sind, die in eine Ă€hnliche Richtung wollen. Je mehr Passagiere mitfahren dĂŒrfen, desto gĂŒnstiger wird der Fahrpreis.

Die Preise ĂŒber diese Apps sind definitiv gĂŒnstiger als mit vergleichbaren Taxis. Zudem sind die Preise entweder fix oder zumindest sehr gut abgeschĂ€tzt. Je nach App zahlst du entweder direkt mit der App, in bar oder darfst es dir aussuchen.

Jede Fahrt ist registriert und wird im Nachhinein von beiden Seiten bewertet. In diesen Fahrzeugen bist du in der Regel sehr sicher und wirst nur sehr selten verarscht. NatĂŒrlich gibt es auch hier ein paar wenige schwarze Schafe und die bekannte Ausnahme von der Regel. Beim Bestellen solltest du daher immer einen Blick auf die Ratings werfen. Normalerweise wirst du hier aber fast nur gute bis hervorragende Ratings finden, weil unbeliebte Fahrer schnell gesperrt werden.

VerstĂ€ndlicherweise sind die regulĂ€ren Taxis nicht sonderlich von diesen Apps begeistert und reagieren auf deren Fahrer manchmal alles andere als freundlich. Damit es keinen Ärger gibt, solltest du dir die Fahrer besser nicht zu einem Ort bestellen, an dem viele andere Taxis warten. Die Taxifahrer sind nicht blöd und wissen genau was vor sich geht, wenn du mit deinen Smartphone rumspielst.

2.  Nutze eine Taxi oder taxiÀhnliche Ridesharing App:

In einigen StĂ€dten und LĂ€ndern ist der Service von Uber und Co. nicht erlaubt, weil die Fahrer keine offizielle Taxilizenz besitzen. Zum Teil lassen sich ĂŒber Uber und Co zwar auch ganz normale Taxis bestellen, aber je nach Land kann es eine bekanntere Taxi App geben.

In Deutschland und Europa sind Free Now (ehemals mytaxi) und taxi.eu die bekanntesten Taxi Apps. Auch sie ermöglichen es dir direkt mit der App zahlen, wenn du es möchtest.

In einigen StĂ€dten ist zudem jetzt der Ridesharing Dienst Moia verfĂŒgbar.

3.  Kein Taxameter = Verhandlungsbasis:

Wenn ein Taxi kein Taxameter hat, dann solltest du den Preis immer vorher verhandeln. Dies ist extrem wichtig, weil dir die Taxifahrer sonst mit einer total ĂŒberzogenen Forderung nach der Fahrt ankommen könnten. Wir reden hier durchaus vom 10- bis 20-fachen, die du so gut wie sicher auch wirst zahlen mĂŒssen.

Die Fahrkosten, welche mit einem Taxameter berechnet werden wĂŒrden, kannst du dir relativ einfach selber ausrechen. Du musst fĂŒr eine Taxifahrt nur den Grundpreis und den Kilometerpreis vorher in Erfahrung bringen (z.B: ĂŒber Numbeo) und benötigst eine Navigation App (Maps.Me/Navmii/Google Maps), um die Distanz zu ermitteln.

Auf der Webseite „Numbeo“ erfĂ€hrst du, unter dem Punkt „Cost of Living“, die Taxipreise fĂŒr sehr viele StĂ€dte oder zumindest einen Richtpreis fĂŒr das gesamte Land.

Eine andere gute Möglichkeit, die Taxikosten in Erfahrung zu bringen, ist es einfach deine Unterkunft, ein Restaurant oder einen Einheimischen zu fragen.

4.  Sei ein freundlicher, aber harter Verhandlungspartner:

Die Taxifahrer, welche ohne Taxameter fahren, sind das verhandeln gewöhnt, kennen alle Tricks und setzen hÀufig darauf, dass du nach einer Weile schon einknicken wirst und keinen Nerv mehr hast weiter zu verhandeln.

Regel Nr. 1 – Immer schön freundlich bleiben.

Sie wollen auch nur ihre Familie ernÀhren und du hast nur mal mehr Geld, als viele Einheimische in solchen LÀndern.

Regel Nr. 2 – Geh weg, wenn sie dir nicht vernĂŒnftig entgegenkommen.

HĂ€ufig rufen dich Taxifahrer zurĂŒck, wenn du weg gehst, und geben doch nach. Selbst wenn nicht, ist dies auch nicht weiter tragisch, es gibt Taxis im Überfluss.

5.  Geh Taxis ohne Taxameter aus dem Weg:

In der Praxis ist dies leider nicht immer so einfach, in kleineren StĂ€dten ist es manchmal durchaus ĂŒblich, dass es ĂŒberhaupt keine Taxis mit Taxameter gibt.

Das grĂ¶ĂŸte Problem sind jedoch immer die Flughafen- und FĂ€hrterminals. Oft gibt es hier ausschließlich Taxis ohne Taxameter und die Fahrpreise sind standardmĂ€ĂŸig reinste Abzocke. FĂŒr gewöhnlich sollst du hier locker das 10-20-fache zahlen und erreichst auch mit harten verhandeln nicht ansatzweise einen vernĂŒnftigen Preis, weil die Taxifahrer hier immer genug dumme Touristen finden.

Auf deine eigene Kalkulation eines angebrachten Fahrpreises, musst du auf Terminals fast immer eine TerminalgebĂŒhr raufrechnen, welche die Taxis in der Regel dort zu zahlen haben. Wie hoch die ist erfĂ€hrst du wieder aus ReisefĂŒhrern, aus dem Internet oder durchaus auch vom Terminalpersonal. Es ist aber fast wirklich egal, weil du hier oft einfach keine vernĂŒnftigen Preise wirst aushandeln können.

Das Beste ist es in der Regel den Terminalbereich erstmal zu verlassen. Wenn der Terminal weit außerhalb liegt, wie z.B. bei vielen FlughĂ€fen, sind die öffentlichen Verkehrsmittel deine beste Option. Bei einem citynahen Terminal, hast du ebenfalls die Option, den Terminal einfach zu Fuß verlassen zu können. Auf FĂ€hrterminals kannst du fast sicher sein, dass direkt außerhalb der Terminals schon Taxameter Taxis auf ihre erfahreneren GĂ€ste 😉 warten. Bei stĂ€dtischen FlughĂ€fen ist es meist auch kein Problem, gleich außerhalb des Flughafens schnell ein vorbeifahrendes Taxameter Taxi zu finden. Mit ein bisschen GlĂŒck sammelt dich beim Verlassen des Flughafens sogar ein Taxameter Taxi auf, welches gerade einen Passagier abgeliefert hat.

Alternativ zum Taxi, könntest du zudem versuchen dir ein Uber oder Co. zu bestellen. Meist wirst du jedoch Uber und Co. Angebote nur in grĂ¶ĂŸeren StĂ€dten und innerhalb des Stadtkerns finden.

6.  Benutze nur lizensierte Taxis:

Du solltest dich immer vorher informieren, welches die offiziellen und lizensierten Taxigesellschaften sind und woran du sie erkennen kannst. In den lizensierten Taxis bist du in der Regel am sichersten aufgehoben. Die meisten DiebstÀhle durch Taxifahrer finden in unlizenzierten Taxis statt. HÀufig sehen die lizensierten und unlizenzierten Taxis extrem Àhnlich aus, du solltest deshalb immer sehr genau hingucken und niemals blind irgendwo einstiegen.

7.  Checke die IdentitÀt des Fahrers und spreche ihm mit seinen Namen an:

Gewöhne es dir beim Einsteigen an, sofort die IdentitĂ€t des Fahrers zu ĂŒberprĂŒfen.

In lizenzierten Taxis sollte die Taxilizenz des Fahrers immer deutlich sichtbar sein. Vergleiche das Bild auf der Taxilizenz mit dem Fahrer und spreche den Taxifahrer mit seinem Namen an. Ein unanstĂ€ndiger Taxifahrer wird gleich viel braver werden, wenn er sich fĂŒrchtet, dass du dich an seinen Namen erinnerst. Stimmt das Bild auf der Taxilizenz gar nicht erst mit dem Taxifahrer ĂŒberein, solltest du lieber schnell wieder aussteigen und dir ein anderes Taxi nehmen.

Bei Uber und Co. wird dir normalerweise ein Foto des Fahrers und sein Name in der App angezeigt.

8.  Lasse den Fahrer sich um das Be- und Entladen des Kofferraums kĂŒmmern:

Manche Taxifahrer versuchen durchaus mit deinem GepĂ€ck wegzufahren. Sollten sie erwischt werden, war es natĂŒrlich nur ein Versehen. Deine Sachen bleiben jedoch meist verschwunden.

Du solltest es also tunlichst vermeiden, dass sich der Taxifahrer in der NĂ€he des Lenkrades befindet, wenn sich dein GepĂ€ck ohne dich im Taxi befindet. Indem du dafĂŒr sorgst, dass sich der Taxifahrer um das Be- und Entladen des Kofferraums kĂŒmmert, kannst du diese Situation leicht vermeiden. FĂŒr einen guten Taxifahrer ist es zudem vollkommen selbstverstĂ€ndlich, dass er das Be- und Entladen ĂŒbernimmt.

Anleitung:
  • Mach die HintertĂŒr auf.
  • Frage den Taxifahrer, ob er dir beim Beladen helfen kann, sofern er es nicht automatisch macht.
  • Achte genau darauf, dass alle GepĂ€ckstĂŒcke wirklich eingeladen werden.
  • Steige in das Fahrzeug ein, bevor der Fahrer es tut.
  • Steige erst aus dem Fahrzeug wieder aus, wenn sich der Fahrer wieder am Kofferraum befindet.
  • Lasse dich beim Aussteigen nicht hetzten. HĂ€ufig versuchen Taxifahrer eine Hektik zu erzeugen, damit du in der Eile etwas in der Kabine oder Kofferraum vergisst.

9.  Nimm dein GepÀck mit in die Kabine:

Sofern es bequem möglich ist, nimm dir dein gesamtes GepÀck immer mit in die Kabine. Sollte dir ein Taxifahrer unterwegs mal komisch vorkommen, kannst du das Taxi viel einfacher verlassen, wenn du nichts im Kofferraum hast.

10.  Lass dir keinen BÀren aufbinden:

Es kommt durchaus manchmal vor, dass dir Taxifahrer erzĂ€hlen, dass dein Ziel, z.B. ein Hotel, ein Restaurant oder eine SehenswĂŒrdigkeit, gerade geschlossen ist und sie eine super Alternative fĂŒr dich hĂ€tten. Theoretisch ist dies sogar gut möglich, deshalb ist es immer wichtig dich vorher ĂŒber Öffnungszeiten zu informieren, hĂ€ufig wirst du aber einfach nur knallhart angelogen. Sie wollen dich nur irgendwohin bringen, wo sie sich eine Provision ergattern können.

11.  Behalte das Taxameter im Auge:

Bevor ihr losfĂ€hrt solltest du immer mal einen Blick darauf werfen, ob das Taxameter wirklich beim Grundpreis anfĂ€ngt oder ob das Taxameter von der letzten Fahrt noch gar nicht zurĂŒckgestellt worden ist.

ZusĂ€tzlich solltest du wĂ€hrend der Fahrt darauf achten, ob sich das Taxameter nicht viel zu schnell bewegt. Mit einer Hilfe einer Navigation App (Maps.Me/Navmii/Google Maps) kannst du dies leicht ĂŒberprĂŒfen, wenn du dir die gefahrenen Kilometer anschaust.

WĂ€hrend der Fahrt:

Blick auf ein sĂŒĂŸes Fahrrad-Taxi, welches auf einer wunderschönen und belebten Straße in Hội An fĂ€hrt │ Taxifahren in Hội An, Vietnam │ Tipps und Tricks zum Fahren mit dem Taxi │ Standort: Hội An, QuáșŁng Nam, Vietnam, SĂŒdostasien, Asien │ Abenteuer Reiseblog │ Reiseanleitung │ Taxis und ihre abenteuerlichen Kollegen

12.  Lasse den Taxifahrer unterwegs keine zusÀtzlichen Freunde, Verwandte oder weitere Passagiere einsammeln:

Es kann durchaus sein, dass dies nicht böse gemeint ist und der Taxifahrer nur jemanden helfen möchte oder sich etwas dazu verdienen möchte. Normalerweise machen Taxifahrer das aber nicht und die Wahrscheinlichkeit ausgeraubt zu werden steigt fĂŒr dich erheblich. Böse Taxifahrer nutzen diesen Trick gerne, um ihre GĂ€ste viel einfacher ausrauben zu können.

Lass dir das niemals gefallen! Verlasse besser sofort erstmal das Fahrzeug oder mache zumindest die TĂŒr weit auf, wenn du noch etwas im Kofferraum hast (achte dabei natĂŒrlich auf den Verkehr). Ansonsten dĂŒst er sofort zusammen mit euch beiden ab. In einen solchen Fall solltest du den Fahrer erstmal darum bitten mit dir auszusteigen und ihn dann ganz ruhig, freundlich und bestimmt erklĂ€ren, dass du dies auf gar keinen Fall mitmachen wirst. Sofern du etwas im Kofferraum hast, nutze diese Zeit, um an dein GepĂ€ck zu kommen. Wenn der Fahrer nichts Böses im Schilde fĂŒhrt, wird er dem auch zustimmen, ansonsten nimm dir besser ein anderes Taxi.

13.  Oute dich nicht als unerfahrener Tourist, der alleine unterwegs ist:

Weltweit werden hauptsÀchlich Touristen abgezockt. Touristen kennen hÀufig die Strecke nicht, die Preise nicht und das Geld nicht so genau. Beim kleinen Smalltalk miteinander, gibt es durchaus durchtriebene Taxifahrer mit bösen Hintergedanken:

  • Wo kommst du her? – Wie viel kann ich dir abknöpfen?
  • Bist du im Urlaub hier und warst du schon mal hier? – Wie gut kennst du dich hier aus?
  • Bist du alleine unterwegs? / Wartet jemand auf dich? – Ruft jemand vielleicht die Polizei, wenn ich dich in eine abgelegene Ecke fahre und dich dort ausnehme?
  • Bist du verheiratet und hast du Kinder? – Muss ich Mitleid mit dir haben?

Ich möchte dich hier nicht zum LĂŒgen animieren, aber es gibt definitiv Antworten, die hilfreicher sind als andere.

Sich als Deutscher, Österreicher oder Schweizer zu outen, kommt ĂŒbrigens in der Regel sehr gut an. Touristen aus diesen LĂ€ndern reisen sehr viel, bringen sehr viel Geld ins Land und haben hĂ€ufig einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Außerdem hat der deutsche Fußball weltweit mega viele Fans, was oft dazu fĂŒhrt, dass man uns außergewöhnlich freundlich gegenĂŒber ist.

14.  Verwende eine Navigation App und lasse es den Taxifahrer auch durchaus wissen:

Der Ă€lteste Taxi Trick der Welt, ist es mit den Passagieren eine kleine Stadtrundfahrt zu machen, um das Taxameter ein bisschen zu fĂŒttern. Ein Taxifahrer, der mitbekommt, dass du eine Navigation App (Maps.Me/Navmii/Google Maps) verwendest und ihn kontrollierst, wird es zumindest nicht ĂŒbertreiben.

Einige Taxifahrer sind zudem ganz dreist und machen ein paar Zwischenstationen mit dir, bringen dich zu einem falschen Ziel oder zu einem geschlossenen Hintereingang, um sich mit dir eine Provision verdienen zu können.

Die Zwischenstationen bestehen normalerweise aus verschiedenen Shops und Restaurants, die angeblich immer der eigenen Familie oder den besten Freunden gehören, also sehr vertrauenswĂŒrdig sind, und in denen es beste QualitĂ€t zu den gĂŒnstigsten Preisen gibt 
.

Ein falsches Ziel, z.B. eine Unterkunft oder ein Restaurant, besitzt hÀufig einen zum Verwechseln Àhnlichen Namen, damit dir die TÀuschung ja nicht so schnell auffÀllt.

Dich zu einem geschlossenen Hintereingang zu fahren, dient dazu dir einen alternativen (Tages-) Plan vorstellen zu können, bei dem sie sich eine goldene Nase verdienen können.

Solche Taxifahrer sind sogenannte Schlepper, welche von den Hotels, Restaurants, GeschĂ€ften und Fake SehenswĂŒrdigkeiten eine Provision bekommen, die du jedoch am Ende auf die Preise obendrauf zahlen wirst. In der Regel sind diese LĂ€den von der QualitĂ€t absolut scheiße und von den Preisen total ĂŒberteuert. Was dir als kostenpflichtige SehenswĂŒrdigkeiten verkauft wird, sind in Wirklichkeit oft gar keine SehenswĂŒrdigkeiten, sondern z.B. kleine, schöne, unbekannte Parks, welche fĂŒr jeden frei zugĂ€nglich sind.

Wenn du feststellst, dass der Fahrer in eine falsche Richtung fÀhrt, frage gleich nach, was dies zu bedeuten hat. Möchte der Fahrer einen Zwischenstopp mit dir machen und es ist mehr, als nur eine kurze Toiletten Pause, dann beschwere dich und bleibe im Fahrzeug sitzen. Sollte dies nicht funktionieren, wechsele einfach das Taxi.

Am Ende der Fahrt:

Blick auf eine kleine Seitenstraße auf Kuba, in der ein wunderschöner alter Cadillac Oldtimer zu sehen ist, der als Taxi genutzt wird │ Taxifahren in Kuba, Karibik │ Tipps und Tricks zum Fahren mit dem Taxi │ Standort: Kuba, Karibik, Mittelamerika, Amerika │ Abenteuer Reiseblog │ Reiseanleitung │ Taxis und ihre abenteuerlichen Kollegen

15.  Habe das Fahrgeld passend dabei:

Ein ganz hĂ€ufiger Taxi-Trick ist es, dass der Fahrer vorgibt nicht genĂŒgend Wechselgeld, zur VerfĂŒgung zu haben. Du solltest daher immer genĂŒgend Kleingeld dabeihaben, um passend zahlen zu können.

Wenn du gerade erst am Flughafen angekommen bist, ist dies natĂŒrlich nicht immer so einfach möglich. An den Geldautomaten erhĂ€ltst du dort nur große Scheine und weil dort eigentlich alles ĂŒberteuert ist, möchtest du dort auch eher nix kaufen. Eine gute Möglichkeit an Kleingeld ranzukommen, ist manchmal der der Kauf einer lokalen Prepaid SIM-Karte. HierfĂŒr muss der Preis am Flughafen nicht zwingend zu hoch sein. Auf der Internetseite „Prepaid Data SIM Card Wiki“ kannst du dich fĂŒr jedes Land ĂŒber die besten Prepaid Anbieter und Preise informieren, und diese dann mit Preisen am Flughafen vergleichen.

Falls du in dem Moment einfach nicht an Kleingeld kommst oder keine Lust hast, dir welches zu organisieren, solltest du die Taxifahrer immer vorher fragen, ob sie dir deine großen Scheine nachher wechseln können. Die Taxifahrer werden eher Kleingeld finden, als sich eine Fahrt entgehen zu lassen.

FĂŒr den Fall, dass du beides vergessen hast oder der Taxifahrer dir dennoch mit seiner Wechselgeld-Story kommt, bleibe einfach im Wagen und mache den Taxifahrer freundlich klar, dass er sich doch bitte das Wechselgeld besorgen soll.

HĂ€ufig befinden sich immer Kioske, Restaurants, Shops oder UnterkĂŒnfte in der direkten Umgebung. Es ist erstaunlich wie schnell Taxifahrer auf einmal doch Wechselgeld in ihren Taschen finden, wenn man sie darauf aufmerksam macht oder einfach hartnĂ€ckig bleibt.

Am besten versuchst du diesen Hickhack, jedoch schon von vornherein zu vermeiden, und achtest darauf immer genĂŒgend Kleingeld bei dir zu haben.

16.  Tausche das Fahrgeld und das Wechselgeld gleichzeitig aus:

Es gibt Taxifahrer, die dein Fahrgeld entgegennehmen, dann einen oder mehrere Scheine durch kleinere Scheine oder sogar durch Falschgeld ersetzen und sich anschließend bei dir beschweren, dass du ihnen zu wenig Fahrgeld oder Falschgeld in die Hand gedrĂŒckt hast.

Dies kannst du eigentlich nur vermeiden, wenn du dem Taxifahrer das Geld nicht vorher in die Hand drĂŒckst. Sage und zeige dem Taxifahrer einfach welchen Betrag du ihn geben wirst und lehne dich ganz entspannt zurĂŒck, bis sich der Taxifahrer erstmal das Wechselgeld zusammengesucht hast.

17.  ZÀhle das Geld nach:

Achte darauf, dass dir der Taxifahrer nicht zu wenig herausgibt. Dies ist ein sehr beliebter Trick, egal wo du bezahlst.

18.  Lasse dir kein Falschgeld und keine weniger wertvolle fremde WÀhrung andrehen:

Taxifahrer und Kassierer versuchen manchmal dir Falschgeld oder eine weniger wertvolle WĂ€hrung in das Wechselgeld unterzujubeln. Gerade am Anfang, wenn du mit der fremden WĂ€hrung noch nicht so richtig vertraut bist, ist dies natĂŒrlich gar nicht so einfach zu erkennen. BeschĂ€ftige dich also mit den Geldscheinen und MĂŒnzen eines Landes besser schon im Voraus.

 

Schlusswort:

Blick auf eine wunderschöne Gondel in Venedig mit dem fantastischen Markusdom und dem Markusturm im Hintergrund │ Taxifahren in Venedig, Italien │ Tipps und Tricks zum Fahren mit dem Taxi │ Standort: Venedig, Venetien, Italien, Europa │ Abenteuer Reiseblog │ Reiseanleitung │ Taxis und ihre abenteuerlichen Kollegen

Mit dem Taxi zu fahren kann manchmal ein bisschen ein   P A I N   I N   T H E   A S S   sein, besonders wenn man den Fahrpreis immer erst verhandeln muss. Dennoch solltest du dir am spĂ€ten Abend und in der Nacht besser immer ein Taxi nehmen, besonders wenn du alleine unterwegs und vielleicht nicht in der sichersten Gegend bist. Dies ist die Zeit in denen es auf den Straßen und manchmal auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln verstĂ€rkt zu RaubĂŒberfĂ€llen kommt. Besonders die Stadtviertel mit sehr vielen Restaurant, Bars und Clubs sind immer sehr ein beliebtes Jagdrevier von Bösewichten. Das Taxifahren ist in vielen weniger entwickelten LĂ€ndern so gĂŒnstig, dass der Preis dich nicht davon abhalten sollte.

B e t t e r   s a f e   t h a n   s o r r y   ! ! !

Wie gefĂ€hrlich es in vielen StĂ€dten und LĂ€ndern ist erfĂ€hrst du sehr schön auf der Webseite „Numbeo“ im Unterpunkt „Crime“.

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