Grundwissen Kamera-Technik

by | 10 Aug, 2020


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Sich zum allerersten Mal eine Kamera zu kaufen ist gar nicht so einfach. Es gibt so viele technische Merkmale und Funktionen, die du erstmal verstehen und auch kennen musst, um eine gute Kaufentscheidung treffen zu können.

In der Kamera Entwicklung hat sich in den letzten Jahren sehr viel getan und die klassischen digitalen Spiegelreflex Kameras (DSLR) sind längst nicht mehr das Nonplusultra in der Foto- und Videografie. Moderne Mirrorless (Spiegellose) Kameras (DSLM) haben extrem aufgeholt, sind nun teilweise deutlich besser, viel innovativer und das zu deutlich günstigeren Preisen. Es ist also nicht zwangsweise so, dass wenn du mehr Geld für eine Kamera auf den Tisch legst, auch automatisch mehr bekommst.

Dennoch soll dies nicht heißen das Mirrorless Kameras grundsätzlich besser sind. Hochwertige Spiegelreflex Kameras besitzen durchaus noch Vorteile, z.B. ein gigantisch guter Autofokus, eine hohe Wetterfestigkeit, eine super lange Haltbarkeit und eine großartige Bedienung. Bis heute haben Spiegelreflex weiterhin ihre Daseinsberechtigung.

Um dich bei der Kaufentscheidung ein bisschen zu unterstützen, möchte ich dir hier einige sehr wichtige technische Eigenschaften und Funktionen näherbringen, die du bei deiner Kaufentscheidung berücksichtigen solltest.

 

Kamerabody:

 

Bildsensor:

1.  Größe:

In Kameras werden unterschiedlich große Sensoren verbaut. Die bekanntesten und von groß nach klein geordnet sind:

  • Mittelformat
  • Vollformat = Kleinbildsensor
  • APS-C
  • Micro-Four-Thirds
  • 1“

Größere Sensoren erzeugen i.d.R. ein schärferes Bild, klarere Farben und bei wenig Licht weniger ISO Bildrauschen (graue Punkte). Dies hat damit zu tun, dass bei gleicher Megapixel Anzahl die einzelnen Pixel größer sind und deshalb mehr Licht für ein klareres und differenziertes Bild bekommen.

Zudem erlauben es größere Sensoren eine kleinere Tiefenschärfe im Bild zu erreichen und damit Motive intensiver und schöner freizustellen. Freistellen bedeutet ein Motiv im Bild scharf hervorzuheben und den Vorder- und Hintergrund unscharf zu lassen.

Die Tiefenschärfe ist für mich persönlich ein sehr entscheidender Grund, warum ich Micro-Four-Thirds Systeme überhaupt nicht mag und empfehlen werde. Es macht für mich keinen Sinn viel Geld in ein Kamerasystem zu investieren, mit den man nur sehr schwer Freistellen kann.

Selbst mit fantastischen APS-C Kamerasystemen tue ich mich etwas schwer. Zwar kann man mit APS-C Kamerasystemen und super lichtstarken Objektiven sehr intensiv freistellen, aber leider sieht hier der unscharfe Bereich, häufig nicht so super schön und weich aus, wie mit sehr lichtstarken Objektiven auf einem Vollformat Kamerasystem.

Bei der Beschreibung der unscharfen Bereiche, spricht man sehr gerne von der Qualität des Bokeh. Hier haben Vollformatsysteme momentan im Vergleich zu anderen Systemen auf jeden Fall einen großen Vorteil.

2.  Crop-Fakor:

Die Brennweitenwerte auf allen wechselbaren Objektiven gelten immer für das Vollformat, selbst wenn es gar keine Vollformat Objektive sind. Aus diesem Grund musst du bei allen anderen Sensoren als dem Vollformat, immer einen sogenannten Crop Fakter auf die Brennweite der Objektive draufrechnen. Dies liegt daran, dass ein kleinerer oder größerer Kamerasensor einen anderen Sichtwinkel durch das Objektiv nach außen besitzt (Einfallwinkel=Ausfallwinkel).

  • Mittelformat: Zum Beispiel 0.8 Crop Faktor beim S-Format von Leica und 0.79 Crop Faktor beim Fujifilm G Format
  • Vollformat: Kein Crop Faktor
  • APS-C: Normalerweise 1.5 Crop Faktor, bei Canon jedoch 1.6 Crop Faktor
  • Micro-Four-Thirds: 2.0 Crop Faktor
  • 1“: 2.7 Crop Faktor

Mit kleineren Sensoren lässt sich weniger intensiv und schön freistellen, die Bildqualität wird bei weniger Licht schlechter und Auswahl an extrem weitwinkligen Objektiven ist so gut wie nicht vorhanden.

Der Crop Faktor beeinflusst nicht die Blende eines Objektivs, sprich wie viel Licht auf den Sensor fällt, aber er hat einen negativen Einfluss auf die Schärfentiefe im Bild. Indem du den Crop Faktor ebenfalls mit den Blendenwert multipliziert, bekommt du eine ungefähre Vorstellung davon wie sehr du mit dem Objektiv, im Vergleich zum Vollformat, freistellen (geringe Schärfentiefe) kannst.

Beispiel:

Bei einen 35mm f1.8 Objektiv führt dies zu:

  • Mittelformat: ca. 28mm f1.44
  • Vollformat: 35mm f1.8
  • APS-C: 52.5mm f2.7, bei Canon 56mm f2.88
  • Micro-Four-Thirds: 70mm f3.6
  • 1“: 94.5mm f4.86

3.  Dynamikumfang:

Neben der Größe des Sensors spielt es natürlich auch noch eine Rolle wie gut der Sensor ist. Neuere Sensoren zeichnen sich oft durch einen verbesserten Dynamikumfang und weniger Iso-Rauschen bei weniger Licht aus

Der Dynamikumfang beschreibt wie viel Helligkeitsunterschiede der Sensor aufnehmen kann. Helligkeitsunterschiede lassen sich in Blendenstufen angeben. Die Blende ist sowas wie ein runder Vorhang im Objektiv, mit der wir bestimmen können wie viel Licht auf den Sensor fällt.

Wenn in einer Lichtsituation zwischen der hellsten und dunkelsten Stelle mehr Blendestufen/Helligkeitsunterschiede liegen als es der Sensor aufzeichnen kann, gehen Bildinformation in den hellsten und den dunkelsten Stellen verloren und verlieren ihre Struktur.

Stell dir vor du machst beim Sonnenuntergang ein Bild von jemanden, mit der untergehenden Sonne im Hintergrund. Bei einer eine Kamera mit einem niedrigen Dynamikumfang, wird entweder die Person viel zu dunkel oder der Hintergrund viel zu hell (ausgebrannt) sein, um Irgendetwas erkennen und in der späteren Bildbearbeitung retten zu können.

Den Bereich zwischen der hellsten und der dunklen Stelle nennt man auch Kontrastumfang. Bei extremen Lichtsituation, kann dieser schon mal ca. 20-25 Blendenstufen betragen. Gute Kameras haben in der Regel einen Dynamikumfang von ca. 11-15 Blendenstufen. Ist also der Kontrastumfang größer ist als der Dynamikumfang, gehen Bildinformation verloren.

4.  Pixel:

In den technischen Beschreibungen der Kameras, wird die Pixelzahl mit Gesamt und Effektiv angeben. Dies liegt daran, dass nicht immer alle Pixel zur Bilderfassung genutzt werden und Pixel an den Bildrändern oft für andere Aufgaben genutzt werden.

Je mehr Megapixel eine Kamera hat, desto mehr Bildinformationen sind im Foto enthalten. Sehr viele Megapixel sind dann sehr wichtig, wenn du Bilder extrem groß ausdrucken lassen möchtest, ansonsten reichen dir locker die 20-24 Megapixel, die die meisten Kameras mittlerweile bieten.

Viele Megapixel sind aber auch für die spätere Bildbearbeitung sehr hilfreich, weil du mit weniger Qualitätsverlusten ins Bild hineinzoomen kannst, um es z.B. waagerecht auszurichten oder um die Bildkomposition nachträglich etwas zu optimieren.

Mehr Pixel verlangen jedoch auch nach mehr Licht, schärferen Objektiven, leistungsstärkeren Prozessoren und größeren und schnelleren Speicherkarten, was sich deutlich im Preis niederschlägt.

Im Prinzip würde jeder Fotograf gerne eine Kamera mit sehr vielen Megapixel haben, aber wenn um den Preis geht, stellen die meisten fest, dass sich der Aufpreise oft nur schwer rechtfertigen lässt und sie sich lieber bei der Bildkomposition mehr Mühe gehen sollten. Persönlich bin ich aber auch schuldig und meine Traumkamera, die Sony α7R III, besitzt 42.4 Megapixel, die ich unglaublich gerne hätte, aber wahrscheinlich viel zu wenig ausnutzen würde.

 

Bildstabilisierung:

1.  5-Achsen Sensor Shift Bildstabilisierung (IBIS):

Einige Kameras verfügen über Bildsensoren mit einer 5-Achsen Sensor Shift Bildstabilisierung (IBIS). Durch eine Bildstabilisierung, können kleine Verwacklungen kompensiert werden.

Dies führt zu schärferen Fotos und ermöglicht dir bei wenig Licht mit einer längeren Belichtungszeit zu fotografieren, um so höhere Iso-Werte zu umgehen, welche ein stärkeres Bildrauschen erzeugen würden. Bei einer längeren Belichtungszeit fällt länger Licht auf den Sensor, wodurch das Bild heller wird.

Besonders für wackelfreie Videos, ist eine Bildstabilisierung sehr wichtig. Speziell im Telebereich sind Verwacklungen immer ein großes Problem, weil kleinste Bewegungen zu sehr großen Verwacklungen führen.

Bisher gab es eine Bildstabilisierung fast ausschließlich in Objektiven. Seid kurzen wird jedoch auch eine interne Bildstabilisierung des Kamera Sensors, immer häufiger in neuen Kameras verbaut. Bei einigen Kameras und Objektiven können sich beide Stabilisierungsmethoden auch ergänzen.

Wie gut eine Bildstabilisierung funktioniert wird in Belichtungsschritten (Verschlusszeit = Belichtungszeit) angegeben. Damit deine Bilder nicht Verwackeln, solltest du normalerweise mit einer Verschlusszeit fotografieren, die mindestens den Kehrwert deiner Brennweise am Objektiv beträgt oder noch schneller ist. Bei einer Brennweite von 200mm also mindestens mit Belichtungszeit von 1/200 Sekunden. Eine Bildstabilisierung von 5 Verschlusszeit Schritten, erlaub dir jetzt eine 5-fach langsamere Belichtungszeit zu wählen, ohne dass die Bilder Gefahr laufen zu verwackeln.

Mit jedem Belichtungsschritt halbiert oder verdoppelt ich immer die Verschlusszeit. Bei 200mm Brennweite und eine Bildstabilisierung von 5 Schritten wären dies:

1/200 x 1/2 x 1/2 x 1/2 x 1/2 x 1/2 = 1/6.25 Sekunden.

Einige Kameras mit IBIS:

Fujifilm X-H1:      Fujifilm  –  Amazon  –  Amazon (Suche)  –  Calumet Photographic

Nikon Z6:      Nikon  –  Amazon  –  Amazon (Suche)  –  Calumet Photographic

Nikon Z7:      Nikon  –  Amazon  –  Amazon (Suche)  –  Calumet Photographic

Sony α6600:      Sony  –  Amazon  –  Amazon (Suche)  –  Calumet Photographic

Sony α7 III:      Sony  –  Amazon  –  Amazon (Suche)  –  Calumet Photographic

Sony α7R IV:      Sony  –  Amazon  –  Amazon (Suche)  –  Calumet Photographic

Sony α9:      Sony  – Amazon  –  Amazon (Suche)  –  Calumet Photographic

2.  Elektronische Bildstabilisierung:

Für Videoaufnahmen bieten einige Kameras eine elektronische Bildstabilisierung an. Bei einer elektronischen Bildstabilisierung wird etwas ins Bild hineingezoomt, um den Spielraum für eine digitale Bildstabilisierung zu bekommen. Dies ist gegenüber der 5-Achsen Sensor Shift Bildstabilisierung (IBIS), die keinen zusätzlichen Crop Faktor mit sich bringt, ein deutlicher Nachteil.

Bisher funktioniert eine elektronische Bildstabilisierung vor allen bei kleineren Kamerasensoren sehr gut, die in Action oder Kompaktkameras zu finden sind.

Zum Beispiel:

  • GoPro Hero8 Black (Action Kamera, 1/2.3″ Sensor)
  • Dji Osmo Action (Action Kamera, 1/2.3″ Sensor)
  • Canon G7X Mark III (Kompaktkamera, 1“ Sensor)
  • Sony RX100 V (Kompaktkamera, 1“ Sensor)
  • Sony RX100 VII (Kompaktkamera, 1“ Sensor)

Bei größeren Micro Four Thirds, APS-C oder Vollformat Sensoren funktioniert eine elektronische Bildstabilisierung jedoch meist nicht so besonders gut und die Videoaufnahmen leiden oft an einem ziemlich unangenehmen Jello-Effekt (Wackelpudding-Effekt).

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Scharfstellung:

Mit Kameras lässt sich ein Motiv entweder Manuel, über das drehen eines Rades am Objektiv, oder mit dem Autofokus scharf stellen.

Um den Fokuspunkt möglichst schnell einstellen und verschieben zu können, sind ein Touchscreen Display und/oder ein Joystick an der Kamera nahezu unverzichtbar. Dies sind also definitiv zwei hilfreiche Features, die beim Kamerakauf super interessant sein könnten.

1.  Manuelles Fokussieren:

Das manuelle Scharfstellen erfordert eine ganze Menge Übung und einen sehr guten Sucher (Spion/Guckloch) oder ein sehr gutes Display, um die Schärfe im Bild genau zu erkennen.

Wichtige Funktionen beim Manuellen fokussieren:

Beim manuellen fokussieren sind die Focus Peaking und Fokusvergrößerung Funktionen extrem hilfreich:

  Focus Peaking:

Die Focus Peaking Funktion zeigt den Bereich, der sich im Fokus befindet mit einer Farbe an und erleichtert damit das manuelle Fokussieren ganz erheblich. Leider fehlt diese sehr hilfreiche Funktion bisher komplett in Spiegelreflex Kameras

•  Fokusvergrößerung:

Die Fokusvergrößerung ist eine Lupenfunktion, die dir den deinen Fokuspunkt extrem groß anzeigt, und es dir somit deutlich einfacher macht, die Schärfe im Bild genauer zu erkennen.

•  Linear Focus Funktion:

Die meisten Objektiv besitzen heutzutage eine elektromechanische Fokus-Einstellung (Focus-by-Wire), welche dazu führt, dass der Effekt des manuellen Fokusring nicht immer linear verläuft, sondern neben der Stärke der Drehung ebenfalls von der Geschwindigkeit der Drehung abhängt, mit der du den manuellen Fokusring bewegst.

Hierdurch ist es beim Filmen sehr schwierig eine manuelle Fokusverschiebung super harmonisch hinzubekommen, ohne nachjustieren zu müssen.

2.  Autofokus:

Der Autofokus in Kameras hat sich in den letzten Jahren extrem verbessert, ist aber besonders im Videomodus manchmal immer noch ein Problem.

Autofokusverfahren:

Mit der Phasendetektion und Kontrastdetektion gibt es zwei verschiedene Autofokus Verfahren.

•  Phasendetektion Autofokus:

Beim Phasendetektion Verfahren wird mit einer einzigen Messung ermittelt, in welche Richtung der Fokussiermotor im Objektiv laufen muss.

•  Kontrastdetektion Autofokus:

Bei der Kontrastdetektion werden mehrere Messungen durchgeführt und der Fokussiermotor so lange hin und her bewegt, bis die maximale Schärfe erreicht wird.

Vergleich von Phasendetektion und Kontrastdetektion Autofokus:

Das Phasendetektion Verfahren ist schneller und das Kontrastdetektion Verfahren präziser.

Aufgrund der höheren benötigten Datenmenge und größeren Rechenleistung des Kontrastdetektion Verfahren, war es dem älteren und teureren Phasendetektion Verfahren lange Zeit unterlegen. Durch immer schnellere Auslesegeschwindigkeiten und Bildprozessoren hat sich dies aber mittlerweile etwas gewandelt. Nur wenn sich das Motiv schnell bewegt und man sich im Serienbildmodus oder Videomodus befindet, in denen sehr viel höhere Datenmengen anfangen, ist das Phasendetektion Verfahren immer noch deutlich überlegen.

Früher wurde das Phasendetektion Verfahren vor allem in sehr guten Spiegelreflex Kameras verbaut und das Kontrastdetektion Verfahren in Mirrorless Kameras. Heutzutage besitzen neuere und bessere Kameras immer gleich beide Systeme.

Besonders für Sport und Wildlife, wird für die Serienaufnahmen ein sehr guter und schneller Autofokus benötigt. In der Praxis sind hier sehr gute Spiegelreflex Sport Kameras, wie z.B. die Nikon D5, D850 und D500, immer noch einen Tick besser als die meisten Mirrorless Kameras.

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Bisher hat es nur Sony, mit ihrer neusten Real Time AF Tracking und Real Time Eye AF Technologie, geschafft, einen noch besseren Autofokus für ihre neusten Mirrorless Kameras zu entwickeln.

Sony α9 II:      Sony  –  Amazon  –  Amazon (Suche)  –  Calumet Photographic

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Weitere wichtige Punkte beim Autofokus:

Wie gut und schnell der Autofokus funktioniert hängt nicht nur vom Autofokusverfahren ab, folgende Punkte sind ebenfalls sehr wichtig:

  • Wie viele Messfelder besitzt das Autofokus System
  • Wie viele sehr empfindliche Kreuzsensoren besitzt das Autofokus System
  • Decken die Messfelder den ganzen Bildschirm ab oder fokussieren sie sich ausschließlich oder zu sehr auf die Bildmitte.
  • Wie groß AF-Empfindlichkeitsbereich, also wie gut reagiert der Autofokus bei wenig oder sehr viel Licht
  • Gibt es eine Motiv Verfolgung (Subject Tracking)
  • Gibt es eine Gesichtserkennung (Face-AF)
  • Gibt es eine Augenerkennung (Eye-AF)
Autofokus mit Motivverfolgung (Subject Tracking):

Eine intelligente Motivverfolgung ist mega hilfreich, um sich super schnell bewegende Motive, z.B. fliegende Vögel, im Fokus zu behalten.

Sehr gute Subject Tracking Implementierungen sind das Nikon 3D Tracking, der Canon Dual Pixel AF und das neue (2019) Sony Real-Time Tracking, welches in der neuen Sony α6400 (Januar 2019) vorgestellt worden ist.

Erfreulicherweise hat Sony sogar die ältere Sony α9 (April 2017) Sport und Wildlife Kamera über ein Firmware-Update mit dem fantastischen Sony Real Time AF Tracking und Real Time Eye-AF nachgerüstet.

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Autofokus mit Gesichtserkennung (Face-AF):

Durch eine Gesichtserkennung reagiert der Autofokus sehr viel schneller auf Personen. Einzelne Gesichter lassen sich zudem noch speichern, wodurch der Autofokus noch schneller und bevorzugt auf genau diese Personen reagiert.

Autofokus mit Augenerkennung (Eye-AF):

Bei Portraits solltest du immer auf die Augen fokussieren. Die Augenerkennung soll dich unterstützen, diesen sehr kleinen Punkt optimal zu treffen.

Der Augenautofokus ist eine der wichtigsten Innovationen der letzten Jahre und eine wahnsinnige Hilfe bei der Bedienung der Kamera. Vorher musstest du immer einen Fokuspunkt auf das Auge legen, fokussieren (Auslöser halb durchdrücken), das Bild für eine optimale Bildkomposition neu ausrichten und konntest dann erst das Bild machen (Auslöser ganz durchdrücken). Mit Hilfe des Augenautofokus findet die Kameras das Auge von alleine, also den wichtigsten Bildpunkt bei der Aufnahme von Menschen, so dass du direkt die Bildkomposition wählen und das Bild machen kannst.

Bisher funktioniert die Augenerkennung bei Sony eindeutig am besten. Besonders die neuste Sony Real Time Eye AF Autofokustechnologie ist gigantisch gut und funktioniert nahezu perfekt.

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Belichtung:

Damit ein Bild nicht zu hell oder dunkel wird muss es gut belichtet werden.

1.  Kamera Einstellungen:

Die Belichtung lässt sich über Kamera Einstellungen Blende (Aperture), Belichtungszeit/Verschlusszeit (Shutter Speed) und ISO verändern.

•  Blende f/T (Aperture):

Die Blende (f/T) bestimmt wie viel Licht auf den Sensor fällt.

Kleinere Blendenzahlen bedeuten eine größere Öffnung der Blende, womit mehr Licht auf den Sensor fällt, und größere Blendenwerte eine kleine Öffnung der Blende, wodurch weniger Licht auf den Sensor fällt.

Obwohl die Blende der Belichtung dienen kann, ist sie oft jedoch mehr eine kreative Entscheidung. Je kleiner die Blendenwerte (f) sind, also umso größer die Blendenöffnung ist, umso weniger Tiefenschärfe lässt sich im Bild erzielen.

Durch eine sehr kleine Tiefenschärfe (z.B. f1.2, f1,4, f1.8) lassen sich Motive im Bild sehr scharf hervorheben, während der Vorder- und Hintergrund unscharf bleibt. Bei einer sehr hohen Tiefenschärfe (z.B. f16, f18, f20, f22) sieht das ganze Bild sehr scharf aus und es entstehen Sonnensterne/Lichtsterne.

In der Portraitfotografie möchte man sehr häufig mit einer sehr geringen Tiefenschärfe fotografieren, um die Personen auf eine wunderschöne Art hervorzuheben. In der Landschafsfotografie möchte man dagegen lieber mit einer sehr hohen Tiefenschärfe fotografiere, um alles im Bild möglichst scharf und gut sichtbar zu bekommen.

•  Belichtungszeit/Verschlusszeit (Shutter Speed):

Die Belichtungszeit bestimmt wie lange Licht auf den Sensor fällt. Je länger Licht auf den Sensor fällt, umso heller wird das Bild.

Beim Fotografieren aus der Hand, sollte die Verschlusszeit besser mindestens dem Kehrwert der eingestellten Brennweite betragen (z.B. 50mm Objektiv = 1/50 Verschlusszeit), damit die Bilder nicht verwackeln und unscharf werden. Wie oben schon erwähnt, erlauben stabilisierte Bildsensoren oder Objektive von dieser Regel etwas abzuweichen.

Auch die Belichtungszeit lässt sich kreativ nutzen. Mit einer längeren Belichtungszeit lassen sich z.B. Licht- und Bewegungslinien erzeugen, Wellen auf dem Wasser glätten oder Schleiereffekte bei Wasserfällen erzielen.

Für längere Belichtungszeiten, z.B. ab 1 Sekunde, muss es jedoch dunkel sein oder es wird ein Graufilter (ND-Neutral-Density Filter) für das Objektiv benötigt, der wie eine Sonnenbrille wirkt, ansonsten würde das Bild überbelichten, weil zu viel Licht auf den Sensor fällt.

Zudem wird für längere Belichtungszeiten in der Regel ein Stativ benötigt, damit die Bilder nicht verwackeln.

•  ISO:

Der ISO-Wert bestimmt die Lichtempfindlichkeit des Sensors.

Bei niedrigen ISO-Werten (z.B.: 50, 75, 100) ist der Sensor ziemlich unempfindlich gegen Licht, als ob er durch eine Sonnenbrille abgeschirmt wäre. Bei höheren ISO-Werten (z.B. 6400, 12800, 25600 und höher) wird die Verdunklung immer geringer und der Sensor reagiert empfindlicher auf das kleinste bisschen Licht.

Für ein scharfes Bild, mit klaren Kontrasten und gesättigten Farben braucht der Kamerasensor Licht, jedoch nicht zu viel und nicht zu wenig. Die rauschfreisten Bilder entstehen, wenn der Sensor bei sehr niedrigen ISO-Werten die richtige Menge Licht abbekommt.

Wenn jedoch der ISO-Wert angehoben werde muss, um die Lichtunempfindlich des Sensors zu erhöhen, entsteht irgendwann ein deutliches Bildrauschen (graue Punkte), weil der Sensor einfach nicht mehr genug Licht zur Verfügung hat.

2.  Histogramm:

Mit dem Histogramm kannst du Belichtung des ganzen Bildes prüfen.

Das Histogramm besteht aus einer vertikalen (Y) und einer horizontalen (X) Achse. Die X-Achse gibt die Helligkeitswerte (Graustufen) im Bild an. Ganz links steht für schwarz und ganz rechts steht für weiß. Die Y-Achse gibt die Anzahl der Pixel jeder dieser Graustufen an.

Je mehr Pixel sich also auf der rechten Seite des Histogramms befinden, umso heller ist das Bild, und

je mehr Pixel sich also auf der linken Seite des Histogramms befinden, umso dunkler ist das Bild.

Das Problem bei der späteren Bildbearbeitung ist, dass du mit ganz schwarz und ganz weiß nichts anfangen kannst und diese Bildinformationen verloren gehen. Mit Graustufen kannst du dagegen noch einiges anfangen und diese Bildinformationen lassen sich retten, zumindest sofern sie nicht zu sehr in eine Richtung ausschlagen.

Expose to the right side of the histogram:

Das Problem mit dem Histogramm ist bedauerlicherweise, dass sich diese Graustufen sich nicht gleichmäßig über das Histogramm verteilen. Es gibt erheblich mehr hellere als dunklere Graustufen.

Damit du also mit den wenigen dunkleren Graustufen noch möglichst viel anfangen kannst und dir mehr Bildinformationen erhalten bleiben, solltest du versuchen möglichst viele Pixel auf die hellere rechte Seite des Histogramms zu ziehen, ohne dabei jedoch bildwichtige Motive überbelichten und ganz weiß werden zu lassen.

Ein solches Motiv kann zum Beispiel eine Landschaft oder auch eine Person sein. Bei einer Landschaft ist meist alles bildwichtig und du solltest versuchen alle Helligkeitswerte von weiß nach schwarz zu erhalten, und starke Ausschläge von weiß und schwarz zu vermeiden. Etwas anders sieht es bei einer Person aus, bei einem Portrait Bild ist vor allem die Person bildwichtig und wenn unwichtige Bildinformationen der Umgebung über- oder unterbelichtet werden, ist dies weniger schlimm.

Das Histogramm bezieht sich immer auf das von der Kamera bearbeitete und komprimierte JPEG Bild, wenn du im unbearbeiteten und unkomprimierten RAW-Format fotografiert, wirst du ein bisschen mehr Bildinformationen für die spätere Bildbearbeitung zur Verfügung haben, als es dir das Histogramm anzeigt.

Histogramm und -Einstellungen im Videomodus:

Das Histogramm ist für die richtige Belichtung des Bildes unersetzlich. Im Vergleich zur Fotografie, kommt bei der Videografie die Schwierigkeit hinzu, dass sich die Lichtsituation während der Aufnahme deutlicher ändern kann.

Möchtest du mit der Kamera auch Filmen solltest du bei der Kamera darauf achten, dass du dir während der Aufnahme ein Histogramm anzeigen lassen kannst und sich die Belichtungs- und Lautstärkeeinstellungen (Ton) auch während der Aufnahme anpassen lassen. Leider ist dies noch nicht standardmäßig bei allen Kameras der Fall.

Anders als bei der Fotobearbeitung, bist du bei der Videobearbeitung viel mehr eingeschränkt und sehr stark darauf angewiesen es möglichst gleich perfekt in der Kamera aufzunehmen.

Hilfreiche Belichtungsfunktionen:
•  Zebra Funktion / Über- und Unterbelichtungswarnung:

Die Zebra Funktion zeigt dir vor der Aufnahme an direkt an, welche Stellen im Bild über- oder unterbelichtet sind. Die Über- und Unterbelichtungswarnung meist erst nach der Aufnahme.

Diese sehr auffälligen Zebrastreifen (Zebra Funktion) oder Blinkies (Über- und Unterbelichtungswarnung) sind super hilfreich, um die Belichtung eines Bildes sehr schnell beurteilen zu können und schneller die Einstellungen für die perfekte Belichtung zu finden.

 

Sucher (Viewfinder):

 Der Sucher ist das kleine Guckloch (Spion) in den Kameras. Er ist unersetzlich für die Bildkomposition, wenn das große Display bei zu intensiver Sonneneinstrahlung kaum noch zu erkennen ist. Außerdem stabilisierst du die Kamera indem du durch den Sucher schaust und reduzierst so Verwacklungen.

Es gibt optische Sucher (OVF / Optical Viewfinder) und elektronische Sucher (EVF / Electronic Viewfinder).

•  Optischer Sucher (Optical Viewfinder):

Der optische Sucher wird in allen Spiegelreflex Kameras verbaut. Mit ihm schaust du durch das Objektiv hindurch, indem das Bild über einen Spiegel, der sich vor dem Bildsensor befindet, auf einer Mattscheibe erzeugt und durch ein Prisma in den Sucher übertragen wird. Beim Auslösen klappt dieser Spiegel hoch, der Bildsensor wird belichtet und der Spiegel klappt wieder herunter.

•  Elektronischer Sucher (EVF – Electronic Viewfinder):

Der elektronische Sucher wird in spiegellosen Kameras (Mirrorless) verbaut. Mit dem elektronischen Sucher wird das Bild digital durch den Bildsensor erzeugt. Anders als bei Spiegelreflex Kameras, ist der Bildsensor bei Mirrorless Kameras nicht durch einen Spiegel oder durch einen mechanischen Verschluss verdeckt.

Dies bieten den enormen Vorteil, dass dir ein Live Histogramm angezeigt werden kann und dir schon vor dem Auslösen das Bild angezeigt wird wie es bei den jetzigen Einstellungen aufgenommen würde. Hierdurch ist es super einfach, die beste Belichtungseinstellung zu wählen.

Bei einem optischen Sucher musst du erstmal ein Bild schießen, um ein Histogramm zu bekommen, und du benötigst viel Erfahrung und ein paar Probeschüsse, um gute Belichtungseinstellungen zu finden.

Der Nachteil an den elektronischen Suchern ist der höhere Batterieverbrauch und dass die Umschaltung zwischen dem Display und der Aktivierung des Suchers manchmal einen kleinen Tick dauern kann. Bei den neueren Kameras ist die Verzögerung beim Wechsel zwischen Sucher und Display jedoch mittlerweile so gering, dass es die meisten Fotografen nicht mehr stört.

Ein sehr wichtiger Punkt beim elektronischen Sucher ist die Bildqualität, besonders in günstigeren Kameras ist die Bildqualität häufig nicht gut genug, um die Schärfe im Bild, z.B. beim manuellen Fokussieren eindeutig und einfach zu bestimmen.

 

LC Display:

Von Smartphones bist du heutzutage extrem scharfe, hochauflösende und hervorragend reagierende Touchscreens Displays gewöhnt. In Kameras sind solche LC Displays leider immer noch eine Seltenheit, obwohl sie super hilfreich wären.

1.  Hochauflösendes und helles LC Display:

Je hochauflösender und heller das LC Display ist, umso besser sind sie bei intensiver Sonneneinstrahlung noch erkennbar und umso besser lassen sich Bilder von der Schärfe bewerten.

2.  Touchscreen:

Im Vergleich zu einem Joystick oder Drehrad an der Kamera, lässt sich über einen Touchscreen sehr viel schneller der Fokuspunkt verschieben oder die Kameraeinstellungen im Menü ändern.

Leider bedeutet ein Touchscreen an einer Kamera nicht automatisch, dass sich alles mit dem Touchscreen einstellen und bedienen lässt. In vielen Kameras sind die Touchscreens von ihren Funktionsumfang unnötig eingeschränkt und es ist z.B. nicht möglich durch das Menü zu scrollen, die Menü Tastatur bedienen oder den Fokuspunkt zu verschieben.

Die wichtigsten Touchscreen Autofokus Funktionen sind:

  • Touch-AF: einfaches Tippen zum fokussieren
  • Touch-Tracking-AF: einfaches Tippen zum Aktivieren des Subject Tracking
  • Touch & Drag AF: Fokuspunkt mit dem Finger verschieben / Fokustracking mit dem Finger
  • Touchpad AF: Touchscreen Autofokusfunktionen mit dem Auge am Sucher

3.  Dreh- und schwenkbares LC-Display mit Selfie Möglichkeit:

Ein dreh- und schwenkbares Display ist eine tolle Hilfe für die Bildkomposition. Du musst dich so nicht mehr mit der Kamera auf den Boden legen, um einen interessanten Winkel von unten zu bekommen, du hast volle Kontrolle über die Bildkomposition, wenn du die Kamera weit über den Kopf heben musst oder ein Selfie mit Freunden machen möchtest.

Speziell bei Selfies fällt auf, dass diese viel besser und natürlicher werden, wenn sich die Personen auf dem LC Display sehen können und ein Timer für den Auslöser zu sehen ist.

Ganz besonders hilfreich sind dreh- und schwenkbare LC-Displays zum Filmen. Es ermöglicht dir die volle Kontrolle über die Bildkomposition, die Audiopegel und die Kameraeinstellungen Einstellungen, wenn du dich mal vor der Kamera befindest.

 

Mechanischer (Mechanical Shutter) vs. Elektronischer Verschluss (Electronic Shutter):

 Kamera Sensoren reagierten für lange Zeit nicht besonders gut auf andauernden Lichteinfall. Aus diesem Grund besitzen Spiegelreflex Kameras einen Spiegel und einen mechanischen Verschluss (Mechanical Shutter), den Sensor vor dem Licht schützt und mit jeder Aufnahme hoch- und wieder runtergeklappt wird. Mittlerweile hat sich dies gewandelt und in Mirrorless Kameras wird der Bildsensor nicht mehr durch einen mechanischen Verschluss geschützt.

Dennoch besitzen viele gute Mirrorless Kameras immer noch einen mechanischen Verschluss, der zur Belichtung genutzt werden kann. Hier klappt der mechanische Verschluss beim Auslösen herunter und wieder hinauf, also genau umgekehrt zu den Spiegelreflex Kameras.

Während in Spiegelreflexkameras den Spiegel zwingend für das Bild im Sucher benötigt wird, hast du mit den meisten neuen Mirrorless Kameras heutzutage die Auswahl, ob du den mechanischen oder elektronischen Verschluss (Electronic Shutter) nutzen möchtest.

Beim elektronischen Verschluss wird ein elektronischer Prozess für die Belichtungszeit (Verschlusszeit) genutzt, so dass hier sich hier gar kein physischer Verschluss mehr bewegen muss.

Vorteile des elektronischen Verschlusses (Electronic Shutter):

•  Geräuschloser Auslöser (Silent Shutter):

Mit dem elektronischen Verschluss gibt es kein nerviges und lautes Geräusch beim Auslösen mehr. Die Bewegung des Spiegels und des mechanischen Verschlusses führen beim Auslösen immer zu einem lauten Klappern in der Kamera.

Dies ist in vielen Situationen, z.B. während einer Hochzeit in der Kirche, sehr störend und zieht auch ungewollt Aufmerksamkeit auf sich.

Beim elektronischen Verschluss bewegt sich kein physischer Verschluss zur Belichtung, so dass du hiermit vollkommen geräuschlos fotografieren kannst.

•  Keine Erschütterungen:

Bei der extrem schnellen Bewegung des Spiegels und des mechanischen Verschlusses kommt es beim Auslösen in der Kamera zu einer kleinen Erschütterung, welche oft zu kleinen Verwacklungen und damit unschärferen Bildern führt. Mit dem elektronischen Verschluss ist dieses Problem vollständig eliminiert, weil sich ein elektronischer Prozess für die Belichtungszeit genutzt wird und sich kein physischer Verschluss mehr bewegen muss.

•  Viel mehr Serienbilder pro Sekunde:

Über einen elektronischen Verschluss, der sofort ausgelesen werden kann, lassen sich sehr viel schnellere Verschlusszeiten erzielen, als über einen physischen Verschluss, der mit jedem Bild hoch und runtergeklappt werden muss. Hierdurch ist es möglich, sehr viel mehr Bilder pro Sekunde schießen zu können, was besonders für die Sport- und Wildlife-Fotografie super wichtig ist.

•  Kein Viewfinder Blackout:

Beim Fotografieren mit einem physischen Verschluss wird es zwangsweise auf dem Display und im Sucher für einen Moment schwarz (Viewfinder Blackout), weil der Verschluss den Bildsensor verdeckt. Dies macht es super schwierig ein sich sehr schnell bewegendes Motiv zu verfolgen und optimal im Bild zu positionieren (Bildkomposition)

Mit elektronischen Verschlüssen, die 20 Serienbilder pro Sekunde (20 fps) schießen können (z.B. Sony α9 II), ist es möglich so schnell hintereinander Bilder schießen, dass das menschliche Auge den Viewfinder Blackout gar nicht mehr sehen kann. Für die Sport- und Wildlife-Fotografie ist dies ein gigantischer Vorteil.

Sony α9 II:      Sony  –  Amazon  –  Amazon (Suche)  –  Calumet Photographic

Nachteile des elektronischen Verschlusses (Electronic Shutter):

Bauartbedingt werden CMOS Sensoren zeilenweise, also eine Zeile nach der anderen, belichtet und ausgelesen. Hierdurch entsteht eine minimale Zeitverzögerung, welche zu Bildfehlern führen kann, wenn sich das Motiv oder die Kamera sehr schnell bewegen.

Beim elektronischen Verschluss bewegt sich kein physischer Verschluss zur Belichtung, so dass du hiermit vollkommen geräuschlos fotografieren kannst.

•  Rolling Shutter:

Beim Rolling Shutter werden Bildpunkte nicht an der richtigen Position wiedergegeben und gerade Linien können unnatürlich gekrümmt und verzerrt erscheinen.

•  Lichtfehler:

Aufgrund der Frequenz von elektronischen Lichtern, kann es bei ihnen zu unnatürlichen Unterschieden in der Lichtintensität und der Farbtemperatur kommen.

 

Serienbilder:

Dies ist ein Modus in der die Kamera sehr schnell hintereinander Bilder aufnehmen kann. Speziell für die Sport- und Wildlife Fotografie sind Kameras, die super viele Bilder pro Sekunde aufnehmen können eine wahnsinnig große Hilfe.

Was den Serienbildmodus angeht, besitzen Kameras große Unterschiede:

  • Anzahl der Bilder (JPEG/RAW/unkomprimiertes RAW) pro Sekunde
  • Gesamtzahl der Bilder die mit der maximalen Geschwindigkeit geschossen werden können
  • Wird nur beim ersten Bild fokussiert oder bei jedem Bild (Nachführ-AF)
  • Funktioniert die Belichtungsautomatik nur beim ersten Bild oder bei jedem Bild (Nachführ-AE)
Zum Beispiel:

Die Sony α7 III kann z.B. 10 Bilder pro Sekunde, bis zu 79 RAW+JEPG Bilder, mit AF- und AE-Nachführung aufnehmen. Die ähnlich teure Canon EOS R kann nur ca. 3 Bilder pro Sekunde (Tracking Priority), bis zu 39 RAW+JEPG Bilder, mit AF- und AE-Nachführung aufnehmen.

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Canon EOS R:      Canon  –  Amazon  –  Amazon (Suche)  –  Calumet Photographic

 

Video:

Die Videofähigkeiten von Fotokameras haben sich in den letzten Jahren extrem verbessert und ein zusätzlicher Video Camcorder wird kaum noch benötigt. Besonders Sony hat hier eine Vorreiterrolle und bietet unglaublich viele gute Videofeatures in ihren Kameras an.

Hier sind ein paar wichtige Punkte, die du für deine Kaufentscheidung berücksichtigen solltest, wenn dir Video ein wichtiges Thema für dich ist:

1.  Bildformate (Auflösung):

  • DCI 4K (17:9): 4.096×2.160
  • UHD 4K (16:9): 3.840×2.160
  • DCI 2K (17:9): 2.028×1.080
  • Full HD 1080p (16:9): 1.920×1.080
  • HD 720p (16:9): 1.280×720

4K wird zur Wiedergabe heutzutage zwar noch nicht wirklich benötigt, aber die Aufnahme selber bietet dir extreme Vorteile bei der späteren Videobearbeitung. Bei der Aufnahme in 4K und der Ausgabe in Full HD, hast du die Möglichkeit ins Bild hinein zu zoomen, die Bildkomposition zu ändern, Bewegung reinzubringen und Verwackelungen zu reduzieren.

2.  Oversampling vs. Pixel Binning vs Line Skipping vs. Cropping im Videomodus:

Die Auflösung und das Seitenverhältnis des Sensors einer Fotokamera sind in der Regel sehr viel größer, als für Videoaufnahmen benötigt werden.

Zum Beispiel besitzt die Sony a7R IV (61.0 Megapixel -effektiv) einen Sensor, mit einem 3:2 Seitenverhältnis und einer Bildgröße von ca. 9.504 x 6.336 Pixeln. Wie du bei den oben angegebenen Bildformaten erkenn kannst, benötigst du jedoch z.B. für UHD 4K nur ein 16:9 Seitenverhältnis und 3.840×2.160 Pixel.

Sony α7R IV:      Sony  –  Amazon  –  Amazon (Suche)  –  Calumet Photographic

Mit Oversampling, Pixel Binning, Line Skipping und Cropping gibt es vier verschiedene Methoden wie die Kamera die Pixel des Sensors nutzt, um Video aufzunehmen.

Oversampling:

Beim Oversampling werden die Informationen/Pixel des gesamten bzw. einen sehr großen Bereich des Sensors genutzt und durch einen sehr prozessorintensiven Prozess auf die benötigte Videoauflösung heruntergerechnet. Hierdurch wird die beste Videoqualität erreicht, aber auch die höchste Prozessorleistung erfordert.

Pixel Binning:

Beim Pixel Binning werden benachbarte und ähnliche Pixel zu Pixelblöcken zusammengefast, wodurch eine höhere Lichtempfindlichkeit pro virtuellen Bildpunkt erreicht, das Signal-Rauschabstand verbessert und die Bildauflösung entsprechend der Anzahl der zusammengefassten Pixel reduziert wird.

Im Vergleich zum Oversampling erfordert das zusammenfassen zu Pixelblöcken weniger Prozessorleistung und erzielt eine weniger gute Videoqualität. In den letzten Jahren hat sich jedoch die Pixel Binning Methode sehr verbessert, so mittlerweile auch mit der Pixel Binning Methode eine sehr gute Videoqualität erreicht werden.

Bei der Pixel Binning Methode kann es jedoch verstärkt zu Aliasing, Purple Fringing und Moire kommen.

  • Alias-Effekt: Es entstehen Muster, die in gar nicht vorhanden sind
  • Purple Fringing-Effekt: Es entstehen lilafarbene Ränder an deutlichen hell zu dunkel Übergängen, z.B. weiß zu schwarz, im Bild).
  • Moire-Effekt: Spezialfall des Alias Effekts, bei dem durch Überlagerungen von vorhandenen regelmäßigen und feineren Rastern ein scheinbar grobes Raster entsteht.
Line Skipping:

Beim Line Skipping wird die Pixelzahl reduziert in dem einzelne Pixelzeilen des Kamerasensors nicht genutzt werden. Diese Methode erfordert im Vergleich zum Oversampling und Pixel Binning weniger Prozessorleistung, weil weniger Pixel genutzt werden, und erzielt eine deutlich schlechtere Videoqualität.

Beim Line Skipping entsteht auf dem verwendetet Sensor förmlich ein Muster aus fehlenden Pixelzeilen, hierdurch kommt es verstärkt zu Aliasing, Purple Fringing und Moire.

Cropping:

Beim Cropping verwendet die Kamera nur den Bereich des Sensors, der für die Videoaufnahme benötigt wird. Dies benötigt die geringste Prozessorleistung und erzielt die schlechteste Videoqualität.

Besonders häufig trifft man bei der 4K Videoaufnahme und bei der Full HD mit 100p/120p Videoaufnahme auf einen zusätzlichen Crop Faktor.

Das Problem beim Cropping ist jedoch nicht nur die schlechtere Videoqualität, sondern dass ein zusätzlicher hoher Crop-Faktor (z.B. Canon EOS R 1.8x Crop Faktor in UHD 4K) es dir extrem schwierig macht, eine Kamera gleichzeitig für Foto- und Videoaufnahmen zu verwenden, weil du eigentlich ständig deine Position oder deine Objektive wechseln müsstest, um den gleichen Bildausschnitt zu erreichen. Beides ist in vielen Situationen nicht so einfach möglich und würde in jeden Fall super nerven.

Canon EOS R:      Canon  –  Amazon  –  Amazon (Suche)  –  Calumet Photographic

3.  Bilder pro Sekunde (fps):

  • NTSC (Video): 120p/60p/30p/24p
  • NTSC (HFR): 1000p/500p/250/120p
  • PAL (Video): 100p/50p/25p
  • PAL (HFR): 960p/480p/240p/100p
FPS:

Mit höheren Bildgeschwindigkeiten bist du in der Lage Videos nachträglich verlangsamen zu können und Zeitlupeneffekte zu kreieren.

Je höher jedoch die Bildgeschwindigkeit ist, desto schlechter wird häufig die Bildqualität, weil der Bildsensor nicht mehr genug Licht für ein klares Bild bekommt. Natürlich spielen für die Bildqualität die Lichtverhältnisse eine sehr große Rolle, bei sehr intensiver Sonneneinstrahlung wirst du weniger Probleme damit haben, als bei wenig Licht.

Speziell für cinematische B-Roll Sequenzen wird super gerne 100p/120p verwendet, leider besitzen jedoch meist nur die besseren und teureren Kameras solch hohe Framerates.

HFR:

HFR steht für High Frame Rates und ist ein Videomodus bei dem die Kamera, die Videoaufnahme direkt in eine Zeitlupenaufnahme verwandelt. Meist wird diese Videoaufnahme jedoch ohne Sound aufgenommen.

NTSC und PAL:

NTSC und PAL sind Fernsehnormen für das Farbübertragungssystem. NTSC wird in Nordamerika, teilen Südamerikas und Japan verwendet. PAL ist in Europa, Australien, Neuseeland und Teilen Asiens, Südamerikas und Afrikas im Einsatz.

Du solltest niemals Videos in zwei verschiedenen Normen filmen, ansonsten wird dies bei der späteren Videobearbeitung zu Schwierigkeiten und Ruckeln im Video führen. Ebenfalls solltest du vermeiden, in Europa mit der NTSC Norm zu filmen. Die Frequenzen der NTSC Norm und des europäischen Stromnetzes überlagern sich, wodurch ein starkes Flackern bei künstlicher Beleuchtung entsteht.

4.  Videolänge:

Die Aufnahme von Video ist für Kameras ein sehr leistungsintensiver Prozess, der bei langen Aufnahmezeiten zu Überhitzungsproblemen führen kann. Je kleiner die Kamera, je größer das Bildformat und je schneller die Aufnahmerate ist, desto schneller kann es zu einer Überhitzung kommen.

Damit die Kamera nicht beschädigt wird und du dir deine Hände nicht verbrennst, besitzt jedes Videoformat eine begrenzte Aufnahmezeit am Stück. Bei sehr kleinen Kameras triffst du oft auf Grenzen von ca. 5-10 Minuten für 4K und ca. 30 Minuten bei Full HD (1080p). Bei etwas größeren Kameras auf Grenzen von ca. 30 Minuten in 4K und Full HD (1080p).

Die Begrenzung der Videolänge kann bei der Aufnahme von Video ganz schön nerven, deshalb solltest du diesen Punkt nicht unterschätzen.

5.  Videoformate (Video Codec), Videokomprimierung und Dateigröße (Bitrate):

Videoformate und Videokomprimierungen dienen dazu die vielen Video- und Audiosignal Informationen in ein kleineres Format zu komprimieren, welches weniger Speicherplatz verbraucht und für die spätere Videobearbeitung und Ansicht leichter zu verarbeiten ist.

Die meisten Kameras verwenden die MPEG-4 AVC/H.264 Videokomprimierung und bis heute (2019) ist es auch so, dass die meisten Computer mit dieser Videokomprimierung am besten zurechtkommen.

Einzelne Kameras verfügen jedoch schon über die höherwertige HEVC/H.265 Videokomprimierung (z.B. Fujifilm X-T3), die sehr viel besser für größere Videodateien (z.B. 4K) ist

Fujifilm X-T3:      Fujifilm  –  Amazon  –  Amazon (Suche)  –  Calumet Photographic

Leider zeichnen sich einige Canon Kameras (z.B. Canon EOS 1DX Mark II und Canon EOS 5D Mark V) damit aus, dass sie für 4K Aufnahmen das Motion JPEG (MJPEG) Videoformat (Video Codec) verwenden, welche ein extrem speicherfressendes Monster und für die spätere Videobearbeitung ein absoluter Alptraum ist.

Canon EOS 1DX Mark II:      Canon  –  Amazon  –  Amazon (Suche)  –  Calumet Photographic

Canon EOS 5D Mark IV:      Canon  –  Amazon  –  Amazon (Suche)  –  Calumet Photographic

Sehr viele Fotokameras erlauben es dir bestimmte Videoformate mit unterschiedlichen Bitraten aufzunehmen. Je höher die Bitrate eines Videoformats ist, desto mehr Bildinformationen sind vorhanden und umso besser wird in der Regel die Bildqualität.

Einige Kameras lassen dich sogar dabei zwischen der schwächeren Inter Frame (ALL-I) oder stärkeren Intra-Frame (IPB)/Long GOP Komprimierung wählen.

Bei der Intra-Frame (ALL-I) Videokomprimierung wird jedes Bild einzeln für sich komprimiert. Je nach Framerate besteht ein Video aus z.B. 24, 30, 50, 60, 100 oder 120 Bilder pro Sekunde. Im Gegensatz dazu wird bei der Inter Frame (IPB)/Long GOP Videokomprimierung jede Sekunde in zwei oder mehrere große Bildblöcke (GOP-Group of Pictures) mit mehreren Bildern unterteilt. Das erste Einzelbild in jedem Bildblock ist der Keyframe, der alle Bildinformationen enthält. Die folgenden Bilder im jeden Bildblock enthalten nur noch die Änderungen gegenüber den ersten Einzelbild (Keyframe). Hierdurch wird eine stärkere Videokomprimierung erreicht. (stark vereinfachte Erklärung).

Die Intra-Frame (ALL-I) Videokomprimierung erzeugt größere Videodateien (ca. 3x) und die bessere Videoqualität, die jedoch bei der Videobearbeitung weniger Rechenleistung vom Computer benötigt, weil dem Computer bei Videoschnitten jedes einzelne Bild sofort zur Verfügung steht.

Die Inter Frame (ALL-I)/Long GOP Videokomprimierung erzeugt dagegen kleine Videodateien und die etwas schlechtere Videoqualität, die jedoch bei der Videobearbeitung mehr Rechenleistung vom Computer benötigt, weil dem Computer bei Videoschnitten nur Bildblöcke zur Verfügung stehen, die auf den ersten Keyframe aufbauen und neu Berechnet werden müssen, wenn sich der Videoschnittpunkt nicht genau an einen Keyframe befindet.

6.  Videoprofile:

Im Fotomodus kannst du entweder JPEG oder RAW Bilder schießen. Das RAW Bild speichert sehr viel mehr Informationen, ist weniger komprimiert und ist weitgehend unbearbeitet. Unbearbeiteten Bildern fehlt es an Kontrast und Farbsättigung, wodurch RAW Dateien erstmal ziemlich flach und langweilig aussehen. Weil sie jedoch sehr viel mehr Informationen als das JPEG speichern, lässt sich bei der späteren Bildbearbeitung deutlich mehr aus RAW Dateien rausholen. JPEG ist ein RAW Bild, welches von der Kamera selber bearbeitet und kleiner komprimiert wird, um weniger Speicherplatz zu verbrauchen und dir die Arbeit zu ersparen. Durch die Komprimierung gehe sehr viele Informationen verloren und stehen so bei einer manuellen Bildbearbeitung nicht mehr zur Verfügung.

Im Videomodus gibt es hierfür analog verschiedene flache Videoprofile, die das Bild mehr oder weniger selber bearbeiten. Bisher sind sehr flache Videoprofile, welche sich abträglich stärker bearbeiten lassen, in Kameras noch eher eine Seltenheit. Daher können sie eine sehr große Rolle bei der Kaufentscheidung spielen, wenn du extrem hochwertige Videos, mit einem hohen Dynamikumfang, erzeugen möchtest.

Dies hier sind die bekanntesten Videoprofile der unterschiedlichen Hersteller:

  • Sony: Cine 1, Cine 2, Cine 3, Cine 4, S-Log2, S-Log3, HLG, HLG 1, HLG 2, HLG-3
  • Canon: C-Log (Canon Log 1)
  • Nikon: N-Log
  • Fujifilm: F-Log, HLG

7.  Farbtiefe (Bitate):

Die Farbtiefe beschreibt wie viel Farbinformationen enthalten sind. Je mehr Farbinformationen Foto- oder Videodateien enthalten, umso stärker lassen sich die Helligkeiten, Kontraste und Farben in der nachträglichen Bearbeitung anpassen, ohne dass unschöne Bildfehler entstehen.

Im Fotomodus besitzen die RAW Dateien der meisten Fotokameras eine 14Bit Farbtiefe, so dass sich diese RAW Dateien nachträglich extrem gut anpassen lassen. Im Videomodus besitzen die meisten Fotokameras bisher jedoch nur eine 8Bit Farbtiefe, so dass es deutlich schwerer fällt Videodateien nachträglich zu bearbeiten.

Seit 2017 kommen immer Fotokameras auf den Markt, die es dir erlauben Videoaufnahmen mit 10Bit Farbtiefe filmen zu können. Bei den meisten dieser Kameras ist es jedoch der Fall, dass sie mit 10Bit Farbtiefe ausschließlich über einen externen Aufnahmerecorder filmen können. Dieser macht zwar für professionelle Anwendungen durchaus Sinn und ist hier mit einem großen Bildschirm super hilfreich, aber für Hobbyanwender und zum Reisen ist es viel zu umständlich mit einem externen Aufnahmegerät zu filmen. Zudem sind diese kleinen externen Aufnahmegeräte auch nicht ganz billig.

Sollte 10Bit Farbtiefe sehr interessant für dich sein, weil du in der Lage sein möchtest Videos sehr cinematisch zu gestalten (wer will das nicht …), dann solltest du stark darauf achten, dass die Fotokamera über eine interne 10Bit Videoaufnahme verfügt. Meist handelt es sich hier zwar um eine minderwertige 4:2:0 10Bit und nicht über eine hochwertige 4:2:2 10Bit Videoaufnahme, aber im Vergleich zu 8Bit Videoaufnahmen ist dies ein gewaltiger Vorteil.

Soweit ich weiß können bisher nur (Jan. 2019) die GH5, GH5s und Fujifilm X-T3 intern 10Bit Video aufnehmen.

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Fujifilm X-T3:      Fujifilm  –  Amazon  –  Amazon (Suche)  –  Calumet Photographic

8.  Audio:

Audio ist unheimlich wichtig für Video, niemand hat Lust sich total verrauschte und ins Ohr kneifende Töne anzuhören. Für eine gute Audioqualität ist es wichtig, dass die Kamera gute interne Mikrofone, einen hochwertigen, rauscharmen und einstellbaren Preamp, eine Audio Level Anzeige im Display, einen Kopfhörerausgang und einen Eingang für ein hochwertiges externes Mikrofon besitzt.

Bedauerlicheres ist erfüllen immer noch sehr viele Kameras nicht alle diese Punkte. Richtig gut sind nur die neueren Sony E-Mount Mirrorless Vollformat (Sony α7 III, Sony α7R IV, Sony α9 II) und Fujifilm X-Mount Mirrorless APS-C Kameras (Fujifilm X-T3), diese erfüllen tatsächlich sämtliche Punkte. Den Sony E-Mount Mirrorless APS-C Kameras fehlt leider noch der Kopfhörerausgang, um den Ton zu prüfen. Bein Vlogging ist ein Kopfhörerausgang nicht so schlimm, dies wird eh kaum einer machen, aber bei Dokumentationsaufnahmen und Interviews ist das schon extrem nervig.

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Generell solltest du für einen hochwertigen Sound immer externe Videomikrofone verwenden. Sie helfen dir besonders in Verbindung mit lauten Objektiven, die du sonst zum Filmen gar nicht verwenden könntest.

Mir persönlich ist es wichtig, dass eine Kamera einen guten internen Sound besitzt. Ich finde es super nervig ein externes Videomikrofone beim ein- und auspacken immer wieder auf- und abzubauen. Zudem lässt ein externes Videomikrofon die Kamera gleich viel größer und professionell erscheinen, was viele Menschen und unterschiedlichste Einrichtungen (z.B. Restaurants) abschreckt, so dass sie lieber nicht gefilmt werden wollen und dich bitten die Kamera wegzulegen.

Ich halte externe Videomikrofone für einen guten Sound für super wichtig, ich möchte sie aber nicht immer verwenden müssen, um einen brauchbaren Sound zu bekommen.

 

Smartphone Apps:

Mit der Hilfe einer Smartphone App kannst du dein Handy mit der Kamera verbinden. Dies ermöglicht dir z.B. Bilder von der Kamera an das Smartphone zu übertragen, GPS Daten des Smartphones an die Kamera zu senden oder die Kamera mit dem Smartphone bedienen zu können.

Im Prinzip wären dies alles wunderbare Dinge, wenn die Verbindung zwischen Smartphone und Kamera unkompliziert ablaufen würde und weiterhin mit dem Smartphone ins Internet könntest. Bedauerlicherweise funktioniert dies jedoch mit den meisten Apps noch nicht so gut.

 

Laden per USB:

Einige Kameras lassen sich direkt per USB laden und ebenfalls mit Strom während der Aufnahme versorgen. Zum Reisen ist dies ein riesengroßer Vorteil, weil du nicht mehr zwingend ein externes Ladegerät mitbringen musst und du deine Kamera zudem unterwegs über eine Powerbank laden kannst.

Persönlich bringe ich immer lieber immer drei Akkus und ein super kompaktes Zweifach-USB Ladegerät (-> Das beste Kamera-Zubehör zum Reisen und für Outdoor Abenteuer) mit, so dass ich sehr viel Fotografieren, Filmen und alle Akkus über Nacht auf einmal Laden kann.

Eine Stromversorgung über USB wird besonders dann interessant, wenn du mit einen Intervalometer Fotos über mehrere Stunden oder sogar Tage machen möchtest, oder wenn du sehr lange Filmen möchtest.

 

GPS:

Kameras mit einem eingebauten GPS ermöglichen es dir, deine Fotos auf einer Karte anzeigen zu lassen. Diese Funktion ist super hilfreich, weil du dich nie wieder fragen wirst, wo du das Foto geschossen hast, und auch viel einfacher herausfinden kannst, was du eigentlich genau fotografiert hast.

 

Zwei Speicherkartenslots:

 Kameras mit zwei Speicherkarten Einschüben erlauben dir, ein automatisches Backup von einer Karte zu erstellen oder verschiedene Formate (JPEG-Bilder/RAW-Bilder/Videos) auf unterschiedliche Speicherkarten zu speichern.

Besonders die Backup Funktion ist für professionelle Fotografen unverzichtbar, denn geht eine Speicherkarte mal kaputt und alle Bilder und Videos darauf verloren kann dies eine gewaltigen finanziellen und Imageschaden verursachen. Für Hobbyfotografen ist dies aber meist ein ziemlich unwichtiger Punkt. Es ist extrem selten, dass Speicherkarten versagen und kaputt gehen.

 

Farbprofile, Weißabgleich und JPEG Bilder:

Jeder Hersteller besitzt seine eigenen Farbprofile, die sich von denen der anderen und manchmal sogar innerhalb der eigenen Kameras etwas voneinander unterscheiden.

Am wichtigsten sind Farben für Hauttöne, weil unser menschliches Auge sehr schnell erkennt, ob diese wundervoll oder eher nicht so schön aussehen.

Einen großen Einfluss auf die Farben nimmt zudem der automatische Weißabgleich der Kameras, den die meisten von uns, der Einfachheit wegen, fast ausschließlich verwenden werden.

Für wunderschöne Hauttöne und einen super automatischen Weißabgleich sind vor allem Canon und Fujifilm berühmt. Die Hauttöne von Canon sind etwas gelber und wirken deswegen heller und freundlicher. Die Hauttöne von Fujifilm wirken super natürlich und damit realistischer.

Sony hat seine Farbprofile in den letzten Jahren immer wieder angepasst. In ihren neueren Kameras erinnern die Hauttöne immer mehr an Canon. Nur das die Bilder einen mehr bläulichen und magentafarbenen Farbstich besitzen, das Gelb oft etwas übertrieben neonfarbig wirkt, und die Bilder nicht ganz so kontrastreich sind. In einigen Lichtsituationen sieht dies zwar echt geil aus, aber in den meisten Lichtsituationen bevorzuge ich persönlich lieber Canon Farben. Die älteren Farbprofile von Sony mag ich deutlich weniger, oft haben hier die Hauttöne einen ganz merkwürdigen grünen oder zu magentafarbenen Farbstich.

Nikon hat sehr spezielle Farben und überzeugt z.B. mit einem sehr prägnanten Gelb- und Blauton, welche einen total genialen und wunderschönen Kontrast zueinander geben. Für die Landschaft- und Wildlife Fotografie mag ich persönlich die Nikon Farben super gerne. Für Hauttöne jedoch in der Regel eher weniger. Je nach Lichtsituationen können aber auch die Nikon Farben für Hauttöne gigantisch gut rüberkommen und fantastische Portraits ergeben.

Farben sind im Ende etwas sehr individuelles und jeder von uns besitzt hierfür seinen ganz eigenen Geschmack. Jeder von uns muss deswegen selbst einmal herausfinden, welche Hersteller Farbprofile man am liebsten mag.

Es gibt Menschen für die sind diese Farbprofile und die Farbunterschiede zwischen den Herstellern so super wichtig, dass die Farben für sie einen sehr entscheidenden Einfluss bei der Wahl ihres Kamerasystems besitzen. Mir persönlich geht es ebenfalls ein bisschen so, denn am liebsten wäre mir aufgrund der schöneren Farben ein Fujifilm Kamerasystem.

Die Wahrheit ist aber, dass die Farbprofile in der Praxis kaum eine Rolle spielen. Zum einen sieht man diese Unterscheide oft nur im Vergleich zueinander oder wenn man für diese Farbunterschiede ein sehr geschultes Auge entwickelt hat, und zum anderen sind die Farbprofile weitgehend nur bedeutet für die JPEG Bilder und Videos direkt aus der Kamera.

Die meisten von uns werden jedoch fast ausschließlich mit RAW Dateien arbeiten, um das Beste aus unseren Lieblingsbildern herauszuholen und unseren Bildern mit der Zeit eine eigene Note zu geben. Ausschließlich die RAW Bilder erlauben es den Weißabgleich, die Farben, die Belichtung und die Kontraste sehr stark anzupassen und zu verändern.

Für Videos spielen Farb- und Videoprofile eine sehr viel größerer Rolle, weil Videodateien meist über eine deutlich geringere Farbtiefe verfügen und sich deshalb nicht ansatzweise so stark verändern lassen.

Die Farbtiefe beschreibt wie viel Farbinformationen enthalten sind. Je mehr Farbinformationen Foto- oder Videodateien enthalten, umso stärker lassen sich die Helligkeiten, Kontraste und Farben in der nachträglichen Bearbeitung anpassen, ohne dass unschöne Bildfehler entstehen.

Im Fotomodus besitzen die RAW Dateien der meisten Fotokameras eine 14 Bit Farbtiefe, so dass sich diese RAW Dateien nachträglich super gut anpassen lassen. Im Videomodus besitzen die meisten Fotokameras bisher jedoch nur eine 8 Bit Farbtiefe, so dass es hier deutlich schwerer fällt Videodateien nachträglich zu bearbeiten.

Seit 2017 kommen immer mehr Fotokameras auf den Markt, die es dir erlauben Videoaufnahmen mit 10 Bit Farbtiefe filmen zu können. Die meisten dieser Kameras können jedoch nur über einen externen Aufnahme-Recorder mit 10 Bit Farbtiefe filmen. Dieser macht zwar für professionelle Anwendungen durchaus Sinn und ist hier mit einem großen Bildschirm super hilfreich, aber für Hobbyanwender und zum Reisen ist es viel zu umständlich, mit einem externen Aufnahmegerät zu filmen. Zudem sind diese kleinen externen Aufnahme-Recorder auch nicht ganz günstig.

Einige neuere Kameras können jedoch auch intern mit 10 Bit Farbtiefe filmen. Meist handelt es sich aber hier um eine abgespeckte 4:2:0 10 Bit und nicht über eine hochwertige 4:2:2 10 Bit Videoaufnahme. Im Vergleich zu 8 Bit Videoaufnahmen ist dies jedoch ein gewaltiger Fortschritt.

Man sollte 8 Bit Videoaufnahmen aber auch nicht schlechter machen als sie wirklich sind, denn auch sie erlauben kleine Änderungen und es ist definitiv möglich die Farben soweit anzupassen, dass man sie optimieren oder z.B. den Farbprofilen anderer Hersteller angleichen kann.

In der Praxis sind die Farbprofile der Hersteller daher mehr sowas wie ein Startpunkt, den man dann nach seinen eigenen Vorstellungen anpasst. Insofern scheint es ein wenig unvernünftig den Farben unterschiedlicher Hersteller so viel Bedeutung beizumessen, dass man davon die Kaufentscheidung für ein Kamerasystem abhängig macht.

Es ist zudem nicht sehr aufwendig, seinen Fotos und Bildern einen eigenen Farb-Look zu verpassen. Die meisten Bearbeitungsprogramme erlauben es hierfür Presets (Foto) und Luts (Video+Foto) zu erstellen und zu importieren, welche die Farben und andere Einstellungen mehr oder weniger auf Knopfdruck anpassen.

Nahezu jeder Foto- und Video-Creator nutzt Presets und Luts, weil sie einem extrem dabei helfen den eigenen Stil, den man mit der Zeit entwickelt, konstant beizubehalten und den Arbeitsablauf deutlich zu beschleunigen.

Für alle die sich gar nicht oder zumindest nicht großartig mit einer Foto- und Videobearbeitung auseinandersetzten wollen, oder auch nicht die Zeit finden, immer alle ihre wichtigen Foto- und Videodateien zu bearbeiten, ist es natürlich super, wenn direkt aus der Kamera wunderschöne Fotos und Videoclips kommen.

Dies ist ein entscheidender Grund, warum ich ein riesengroßer Fan von Fujifilm bin. Von allen Herstellern ist Fujifilm, meiner Meinung nach, der einzige Hersteller, bei denen die JPEG Bilder direkt aus deren Kameras so super gut aussehen, dass sie keine oder zu mindestens keine aufwendige nachträgliche Bildbearbeitung mehr benötigen, wenn sie korrekt belichtet sind.

 

Objektive:

Für die Wahl der Objektive ist die Brennweite und die Blende entscheidend.

 

Brennweite:

Die Brennweite gibt den Bildwinkel an. Es heißt, dass zwei 45mm Objektive ungefähr die Sicht unserer Augen wiederspiegeln. Unter 45mm geht es in Richtung weitwinkelig und das Bild wird in die Breite verzerrt. Hierdurch erscheinen Objekte, die sich sehr nah am Objektiv befinden größer. Über 45mm geht es in den Telezoom Bereich und das Bild wird in der Länge komprimiert, so das weiter entfernte Motive größer abgebildet werden. Je mehr die Brennweiten vom 45mm entfernt sind, desto deutlicher wird dieser Effekt.

  8-20mm – Fischaugenobjektive:

Fischaugenobjektive (Fish-Eye) sind Brennweiten unter 20mm welche rund verzeichnen. Mit ihnen werden gerade Linien, die nicht durch die Bildmitte verlaufen, extrem stark gekrümmt.

Aktion Kameras wie z.B. die GoPro Hero8 Black oder Dji Osmo Action sind sehr bekannt für diesen Effekt.

GoPro Hero8 Black:      GoPro  –  Amazon  –  Amazon (Suche)  –  CamForPro

Dji Osmo Action:      Dji  –  Amazon  –  Amazon (Suche)  –  CamForPro

•  12-24mm – Superweitwinkelobjektive:

Superweitwinkelobjektive eignen sich super für Landschaften, Architektur und Innenräume.

Häufig sind sie aber sehr groß, schwer und besitzen keinen Filteranschluss. Durch spezielle Filterhalterungen lassen sich jedoch auch mit diesen Objektiven Filter verwenden. Diese sind leider nur sehr teuer. Für die professionelle Landschaftsfotografie werden sie jedoch unbedingt benötigt.

•  28-35mm – Gemäßigte Weitwinkelobjektive:

Gemäßigte Weitwinkelobjektive werden auch gerne als Reportage Objektive bezeichnet, weil sie sich super dafür eigen Menschen in ihrer Umgebung zu zeigen.

Für Personen ist 35mm meine absolute Lieblingsbrennweise zum Reisen, auch wenn man mit ihnen sichtbar weniger intensiv freistellen kann wie z.B mit einem gleichwertigen 50mm oder 85mm Objektiv.

•  45-60mm – Normalobjektive:

Ab 45mm ist alles sehr gut für Porträts geeignet. 50mm ist die beliebteste und verbreitete Normalbrennweite überhaupt.

•  80-135mm – Leichte Teleobjektive:

Mit leichten Teleobjektiven lässt sich wunderschön freistellen, wodurch sie für die Portraitfotografie zu den beliebtesten Festbrennweiten Objektive schlechthin gehören.

Besonders 85mm Objektive mag ich super gerne, will sie zum Reisen nicht zu groß und zu schwer sind.

•  135-200mm – Standardteleobjektive:

Standardteleobjektive sind wunderbar für Portraits und die Naturfotografie von Landschaften und Tieren.

Die meisten Fotografen werden diesen Bereich mit einem hochwertigen 70-200mm Telezoom-Objektiv abdecken.

•  200-1200mm – Superteleobjektive:

Superteleobjektive sind perfekt und oft auch notwendig für die Wildlife und Sport Fotografie.

Mit Ausnahme des sehr hochwertigen 100-400mm Telezoom-Objektivs, sind diese Objektive nicht sehr variabel einsetzbar, sehr schwer und extrem teuer.

 

Blende:

Die Blende (f/T) ist sowas wie ein runder Vorhang im Objektiv, mit der wir bestimmen können wie viel Licht auf den Sensor fällt. Je niedriger der Blenden Wert (f/T) ist, desto größer ist die Öffnung. Sehr offenblendige Objektive lassen mehr Licht auf den Sensor und sind deshalb sehr gut in Situationen mit wenig Licht.

Bei der Blende unterscheidet man zwischen f-Stops und T-Stops. F-Stops geben an wie viel Licht in das Objektiv eindringt. T-Stops geben an wie viel Licht wirklich durch das Objektiv durchdringt und nicht irgendwo absorbiert oder reflektiert wird.

Um die Lichtstärke von Objektiven anzugeben, sind T-Stops eigentlich viel besser geeignet. Historisch gesehen hat sich dies jedoch nur in der Videografie und nicht in der Fotografie durchgesetzt. Auf den meisten Foto Objektiven werden deshalb nur f-Stops angegeben, während auf Video Objektiven f-Stops und T-Stops angegeben werden.

Bei den meisten Objektiven wird der Unterschied zwischen f-Stops und T-Stops auch nur sehr gering sein, bei manchen ist er jedoch ziemlich deutlich. Die Internetseite DxOMark ist eine tolle Quelle, um sich über den T-Stop und andere interessante Fakten, von Objektiven und Kameras zu informieren.

Die Blende hat ebenfalls Einfluss auf die Schärfentiefe des Bildes und hier sind die f-Stops wieder entscheidend. Sehr kleine Blenden (f) Werte ermöglichen es dir etwas vor und hinter einem scharfen Fokuspunkt, extrem unscharf und verschwommen darzustellen.

Besonders bei der Portrait-Fotografie, bekommst du so wundervolle Bilder hin, bei der die Person im Fokus super schön heraussticht. In diesen Zusammenhang spricht man auch vom Freistellen. Ist der unscharfe Bereich selber sehr schön rund und weich, spricht man hier von einem sehr schönen Bokeh. Je länger eine Brennweite ist, desto intensiver wirst du, bei gleicher Blende, freistellen können.

Nahezu alle Objektive werden verschiedenen Versionen angeboten, bei denen die Blende unterschiedlich ist.

Zum Beispiel:

  • 50mm: f1.2, f1.4, f1.8 oder 2.0
  • 24-70mm: f2.8 oder f4.0.

Aufgrund der besseren Fähigkeit bei wenig Licht und vor allem der Fähigkeit, viel besser freistellen zu können, entscheide ich mich bei Festbrennweiten (z.B. 50mm) immer für die f1.4 und bei Zoom-Objektiven (z.B. 24-70) für die f2.8 Versionen. Das heißt sofern sie für das Kamerasystem auch schon zur Verfügung stehen.

Dieser Versionen sind zwar oft ein Vielfaches teuer und zudem auch deutlich schwerer und größer, als Versionen mit einer lichtschwächeren Blende, aber ich finde persönlich das der Unterschied zwischen ihnen so deutlich zu erkennen ist, dass er für mich entscheidend ist.

Lieber besitze ich weniger Objektive, die das was ich machen möchte richtig exzellent machen und zudem das was ich normalerweise weniger brauche noch ziemlich gut hinbekommen, anstatt mehrere Objektive kaufen und letztlich auch mit mir rumzuschleppen, die nur eine Sache ganz gut machen, aber ansonsten, nach meinem Empfinden, kaum weiter verwendbar sind.

Jeder Mensch sieht dies aber ein bisschen anders und eine Brennweiten-Blende-Kombination, die mich so gar nicht befriedigt, kann für dich fantastisch aussehen. Du musst für dich persönlich herausfinden wie intensiv du gerne in der Lage sein möchtest freistellen. Auf YouTube und Fotowebseiten/-apps wie 500px, Flickr und Instagram wirst jede Menge gute Vergleiche finden, um dies für dich herauszufinden.

 

Crop-Fakor:

Die Brennweitenwerte auf allen wechselbaren Objektiven gelten immer für das Vollformat, selbst wenn es gar keine Vollformat Objektive sind. Aus diesem Grund musst du bei allen anderen Sensoren als dem Vollformat, immer einen sogenannten Crop Fakter auf die Brennweite der Objektive draufrechnen. Dies liegt daran, dass ein kleinerer oder größerer Kamerasensor einen anderen Sichtwinkel durch das Objektiv nach außen besitzt (Einfallwinkel=Ausfallwinkel).

  • Mittelformat: Zum Beispiel 0.8 Crop Faktor beim S-Format vom Leica und 0.79 Crop Faktor beim Fujifilm G Format
  • Vollformat: Kein Crop Faktor
  • APS-C: Normalerweise 1.5 Crop Faktor, bei Canon jedoch 1.6 Crop Faktor
  • Micro-Four-Thirds: 2.0 Crop Faktor
  • 1“: 2.7 Crop Faktor

Der Crop Faktor beeinflusst nicht die Blende eines Objektivs, sprich wie viel Licht auf den Sensor fällta, aber er hat einen negativen Einfluss auf die Schärfentiefe im Bild. Indem du den Crop Faktor ebenfalls mit den Blendenwert multipliziert, bekommt du eine ungefähre Vorstellung davon wie sehr du mit dem Objektiv, im Vergleich zum Vollformat, freistellen (geringe Schärfentiefe) kannst.

Der Crop Faktor ist ein wichtiger und limitierender Punkt. Mit kleineren Sensoren lässt sich weniger intensiv freistellen, die Bildqualität wird bei weniger Licht schlechter und Auswahl an extrem weitwinkligen Objektiven ist so gut wie nicht vorhanden.

Die Tiefenschärfe ist für mich persönlich ein sehr entscheidender Grund, warum ich Micro-Four-Thirds Systeme überhaupt nicht mag und empfehlen werde. Es macht für mich keinen Sinn viel Geld in ein Kamerasystem zu investieren, mit den man nur sehr schwer Freistellen kann.

Beispiel:

Bei einen 50mm f1.4 Objektiv führt dies zu:

  • Mittelformat: ca. 40mm f1.12
  • Vollformat: 50mm f1.4
  • APS-C: 75mm f2.1, bei Canon 80mm f2.24
  • Micro-Four-Thirds: 100mm f2.8
  • 1“: 135mm f3.78

 

Vollformat Objektive an Crop-Kameras:

 Die hochwertigsten, schärfsten, schnellsten (sehr kleiner Blenden f Wert) und wetterfestesten Objektive werden i.d.R. für das Vollformat entwickelt.

Diese sind zwar öfters mit den APS-C Kameras kompatibel, führen dann jedoch in Kombinationen nicht zu besseren, sondern zu unschärferen Ergebnissen, als mit den viel günstigeren APS-C Objektiven.

Solange du deine Bilder aber nicht groß ausdrucken möchtest, muss dies nicht zwingend ein Problem sein. Du wirst den Unterschied bei der Fotobearbeitung bestimmt sehen, besonders wenn du ins Bild hineinzoomst, aber auf normaler Bildergröße fürs eigene Fotobuch oder auf kleineren Bildschirmen ist der Unterschied nicht so gravierend.

Social-Media Plattformen wie z.B. Facebook, Instagram und Twitter werden deine Bilder eh noch einmal komprimieren, um sie zu verkleinern, und dann verschwinden mega kleine Details oft sowieso.

Wenn dir also jetzt schon klar ist, dass du irgendwann auf Vollformat umsteigen möchtest, kann es Sinn machen gleich in gutes Glas (Objektive) zu investieren.

 

Festbrennweiten vs. Zoomobjektive:

Festbrennweiten:

Festbrennweiten zeichnen sich in der Regel dafür aus, dass sie sehr scharf sind und über eine sehr offene Blende verfügen.

Exzellente Festbrennweiten für das Vollformat sind zum Beispiel:

  • 35mm f1.4
  • 50mm f1.2
  • 50mm f1.4
  • 85mm f1.2
  • 85mm f1.4

Zoomobjektive:

Zoomobjektive können sehr scharf sein, besonders in der Bildmitte, es ist jedoch konstruktionsbedingt nicht möglich Zoomobjektive so zu entwerfen, dass sie über den gesamten Zoombereich gleichmäßig scharf sind. Im Vergleich zu den Festbrennweiten schneiden sie daher meist etwas schlechter ab. Je mehr Brennweiten Zoomobjektive abdecken, desto unschärfer werden sie auch generell sein.

Der größte Unterschied ist jedoch die Blende, im gleichen Brennweitenbereich besitzen die meisten Festbrennweiten eine viel offenere Blende und sind dadurch viel besser zum Freistellen und für Situation mit wenig Licht geeignet.

Dafür hast du mit Zoomobjektiven die Fähigkeit zoomen zu können, was ein extrem wichtiger Punkt ist, wenn du nicht die Möglichkeit hast deine Position weit genug zu verändern oder nicht gefahrlos dein Objektiv wechseln kannst.

Beim Zoomen mit den Füssen wirst du häufig von Wänden und Absperrungen blockiert und bei staubigen, windigen oder regnerischen Bedingungen kann dein Kamera Sensor, beim Wechsel des Objektivs, sehr schnell verschmutzen.

Exzellente Zoomobjektive für das Vollformat sind z.B.:

  • 12-24mm f4.0
  • 16-35mm f2.8
  • 16-35mm f4.0
  • 24-70mm f2.8
  • 24-70mm f4.0
  • 70-200mm f2.8
  • 70-200mm f4.0

Beim Filmen mit Zoomobjektiven solltest du immer darauf achten, ob es sich um parfokale Objektive handelt, bei denen sich der Fokus konstant bleibt, während du mit dem Zoomobjektiv die Brennweite änderst. Bleibt der Fokus beim Zoomen nicht konstant, solltest du es auf jeden Fall vermeiden die Brennweite während der Videoaufnahme zu verändern.

 

Bildstabilisierung:

 Einige Objektive verfügen über eine Bildstabilisierung. Diese ist extrem hilfreich, um kleine Verwacklungen zu kompensieren.

Dies führt zu schärferen Fotos und ermöglicht dir bei wenig Licht mit einer längeren Belichtungszeit zu fotografieren, um so höhere Iso-Werte zu umgehen, die ein stärkeres Bildrauschen erzeugen würden. Bei einer längeren Belichtungszeit fällt länger Licht auf den Sensor, wodurch das Bild heller wird.

Besonders für wackelfreie Videos, ist eine Bildstabilisierung sehr wichtig. Speziell im Telebereich sind Verwacklungen immer ein großes Problem, weil kleinste Bewegungen zu sehr großen Verwacklungen führen.

Im idealen Fall besitzt die Kamera eine Stabilisierung des Sensors (IBIS = In-Body-Image-Stabilization), welche sich mit der der Bildstabilisierung des Objektivs ergänzen kann. Bisher sind solche Kameras jedoch eher selten.

Zum Beispiel:

Fujifilm X-H1:      Fujifilm  –  Amazon  –  Amazon (Suche)  –  Calumet Photographic

Nikon Z6:      Nikon  –  Amazon  –  Amazon (Suche)  –  Calumet Photographic

Nikon Z7:      Nikon  –  Amazon  –  Amazon (Suche)  –  Calumet Photographic

Sony α6600:      Sony  –  Amazon  –  Amazon (Suche)  –  Calumet Photographic

Sony α7 III:      Sony  –  Amazon  –  Amazon (Suche)  –  Calumet Photographic

Sony α7R IV:      Sony  –  Amazon  –  Amazon (Suche)  –  Calumet Photographic

Sony α9 II:      Sony  –  Amazon  –  Amazon (Suche)  –  Calumet Photographic

Wie gut eine Bildstabilisierung funktioniert wird in Belichtungsschritten (Verschlusszeit =

Wie gut eine Bildstabilisierung funktioniert wird in Belichtungsschritten (Verschlusszeit = Belichtungszeit) angegeben. Damit deine Bilder nicht Verwackeln, solltest du normalerweise mit einer Verschlusszeit fotografieren, die mindestens den Kehrwert deiner Brennweite am Objektiv beträgt oder noch schneller ist.

Bei einer Brennweite von 200mm also mindestens mit Belichtungszeit von 1/200 Sekunden. Eine Bildstabilisierung von 5 Verschlusszeit Schritten erlaub dir jetzt eine 5-fach langsamere Belichtungszeit zu wählen, ohne dass die Bilder große Gefahr laufen zu verwackeln. Mit jedem Belichtungsschritt halbiert oder verdoppelt ich immer die Verschlusszeit. Bei 200mm Brennweite und eine Bildstabilisierung von 5 Schritten wären dies: 1/200 x 1/2 x 1/2 x 1/2 x 1/2 x 1/2 = 1/6.25 Sekunden.

Der Nachteil an einer Bildstabilisierung ist das konstruktionsbedingte höhere Gewicht und die größeren Ausmaße des Objektives. Hochwertige und sehr lichtstarke Objektive sind konstruktionsbedingt schon sehr groß und schwer. Aus diesen Grund findest du Objektive mit Bildstabilisierung häufig nur im Telebereich und bei nicht ganz so lichtstarken Objektiven.

Zum Beispiel:
  • 12-24mm f4.0 ohne Bildstabilisierung
  • 16-35mm f2.8 ohne Bildstabilisierung
  • 16-35mm f4.0 mit Bildstabilisierung
  • 24-70mm f2.8 ohne Bildstabilisierung
  • 24-70mm f4.0 mit Bildstabilisierung
  • 70-200mm f2.8 mit Bildstabilisierung
  • 70-200mm f4.0 mit Bildstabilisierung

 

Objektiv Adapter:

 Über Objektiv Adapter hast du die Möglichkeit, Objektive mit Kameras zu befestigen, die unterschiedliche Objektivanschlüsse (Objektivbajonette) besitzen. Es gibt intelligente Adapter, mit denen die Kamera und das Objektiv weiterhin miteinander kommunizieren können, und es gibt Dummy Adapter, bei denen dies komplett nicht mehr möglich ist.

Der Vorteil an den intelligenten Adaptern liegt darin, dass der Autofokus, die Bildstabilisierung im Objektiv und die Blendeneinstellung mit der Kamera weiterhin funktionieren. Je nach Intelligenz des Adapters wird jedoch der Autofokus leicht bis deutlich schlechter sein und Funktionen wie z.B. Gesichts und Augenerkennung könnten nicht mehr zur Verfügung stehen.

Für die Fotografie funktionieren gute intelligente Adapter häufig schon sehr gut, bei der Videografie ist jedoch der Autofokus meistens nicht gut genug.

•  Makro Adapter:

Für die Makrofotografie gibt es spezielle Makroobjektive, die es dir erlauben einen sehr großen Abbildungsmaßstab zu erzielen. Der Abbildungsmaßstab gibt an wie groß ein Motiv auf dem Sensor abgebildet wird. Makroobjektive erreichen einen Abbildungsmaßstab von z.B. 1:2 oder 1:1. Normale Objektive besitzen dagegen ungefähr nur einen Abbildungsmaßstab von 1:7 bis 1:9.

Der Abbildungsmaßstab lässt sich jedoch bei normalen Objektiven erhöhen, indem du sehr nahe an das Motiv herangehst. Das Problem dabei ist, dass Objektive eine Naheinstellgrenze besitzen, bei der es nicht mehr möglich ist zu fokussieren, wenn du eine gewisse Distanz unterschreitest. Dies Problem kannst du jedoch umgehen, indem du einen Makro Adapter verwendest. Dieser erlaubt dir näher ans Motiv heranzugehen und gleichzeitig die Naheinstellgrenze einzuhalten.

Makro Adapter besitzen kein zusätzliches Glas und sind im Prinzip nur ein kleines Rohr. Dies bietet den Vorteil, dass die optische Qualität erhalten bleibt und sie im Vergleich zu einem richtigen Makro Objektiv extrem kostengünstig sind.

Es gibt elektronische Modelle, bei denen der Autofokus weiterhin noch funktioniert (meist aber schlechter) und sich die Blende über die Kamera noch verstellen lässt, und einfache Rohre, bei denen das Objektiv automatisch die geringste Blendenstufe nimmt oder die letzte welche in der Kamera eingestellt worden ist.

Der Nachteil an diesen Makro-Adaptern ist, dass sie jede Menge Licht schlucken und es nicht mehr möglich ist in die Ferne zu fotografieren. Du benötigst also sehr viel Licht und musst sehr nahe an das Motiv heran. Speziell bei der Makrofotografie von Tieren ist es natürlich sehr schwierig näher heranzugehen, ohne dass sich diese gestört fühlen und einfach verschwinden.

•  Retro Adapter:

Retro Adapter sind eine weitere Alternative zu Makroobjektiven und werden auch gerne in Zusammenspiel mit Makro Adaptern verwendet. Sie ermöglichen es dir ein Objektiv, umgekehrt auf die Kamera zu schrauben und daraus eine Lupe zu machen. Hierdurch werden sogar Abbildungsmaßstäbe größer als 1:1 möglich. Je weitwinkliger ein Objektiv ist, desto größer ist dieser Abbildungsmaßstab. Über Makro Adapter lässt sich Abbildungsmaßstab dann noch einmal zusätzlich vergrößern. Auch die Retro Adapter besitzen kein zusätzliches Glas und es gelten die gleichen Vor- und Nachteile wie mit den Makro Adaptern.

•  Telekonverter (Extender):

Telekonverter erhöhen die Brennweite und die Blende von kompatiblen Objektiven, meist sind es Teleobjektive, um einen Faktor von normalerweise 1.4x oder 2.0x. Sie verschlechtern jedoch etwas Bildqualität etwas, weil sie zusätzliches Glas enthalten, und können den Autofokus negativ beeinflussen. Dafür sind sie sehr viel kostengünstiger als lange Teleobjektive und zudem deutlich kleiner und leichter.

Für jemanden der nicht sein Geld mit Fotografie verdient, ist ein 100-400mm Telezoom-Objektiv häufig das längste hochwertige Telezoom-Objektiv sein, welches man sich gönnt. Längere hochwertige Telezoom-Objektive sind i.d.R. super teuer und extrem groß und schwer.

•  Weitwinkelkonverter:

Weitwinkelkonverter erlauben es dir kompatible Objektive weitwinkliger machen. Genau wie die Telekonverter, haben sie einen negativen Einfluss auf die Bildqualität, weil zusätzliches Glas enthalten, und können den Autofokus negativ beeinflussen.

•  Fischaugen-Konverter:

 Fischaugen-Konverter machen kompatible Objektive extrem weitwinkliger und erzeugen einen starken Fischaugeneffekt. Der Fischaugeneffekt lässt gerade Linie, welche nicht durch die Bildmitte verlaufen, extrem gekrümmt aussehen. Auch sie können den Autofokus negativ beeinflussen und die Bildqualität etwas verschlechtern, weil sie aus Glas bestehen und die Kamera und das Objektiv nicht optimal durch den Konverter kommunizieren können.

 

Objektiv Set:

Wenn du mit der Fotografie anfängst, hast du in der Regel gar keinen Plan was für Objektive es gibt und wofür sie eingesetzt werden. Hier habe ich eine Liste sehr bekannter und extrem hochwertiger Objektive aufgestellt und dir ihre gängigsten Einsatzzwecke hinzugefügt.

  24mm f1.4:

Räume, Sterne, Landschaft und Video

•  35mm f1.4:

Street, Environmental Portraits, Video und Sterne

•  50mm f1.4:

Street, Portraits, Video

•  85mm f1.4:

Portraits und Video

•  100mm f2.8 Makro:

Makro, Portraits und Video

•  135mm f2.0:

Portraits, Indoor Sport und Video

•  12-24mm f2.8:

Räume, Landschaft, Sterne, Video

•  16-35mm f2.8:

Landschaft, Sterne, Räume und Video

•  24-70mm f2.8:

Street, Landschaft, Räume, Portraits und Video

•  70-200mm f2.8:

Portraits, Sport, Landschaft und Video

•  100-400mm f4.5-5.6:

Wildlife, Sport und Video

•  1.4-fach Telekonverter:

1.4x Telekonverter + 70-200mm f2.8 = 98-280mm f3.92

1.4x Telekonverter + 100-400mm f4.5-5.6 = 140-560mm f6.3-7.84

Wildlife, Sport und Video

•  2-fach Telekonverter:

2.0x Telekonverter + 70-200mm f2.8 = 140-400mm f5.6

2.0x Telekonverter + 100-400mm f4.5-5.6 = 200-800mm f9.00-11.20

Wildlife, Sport und Video

•  Reisezooms:

Zum Beispiel:

  • 24-240mm f3.5-6.3: (Sony Vollformat)
  • 28-300mm f/3.5-5.6 (Canon Vollformat)
  • 18-135 f3.5-5.6 (Fujifilm, Sony und Canon APS-C)

(Bei Fujifilm und Sony APS-C Kameras ist der Crop-Faktor 1.5, und bei Canon APS-C Kameras ist der Crop-Faktor 1.6x.)

Reisen, Video, Sport, Wildlife und Landschaft.

Für wundervolle Portrait Aufnahmen taugen diese Objektive leider nicht sehr viel, es ist aber auch nicht ganz unmöglich.

 

Auswahl an Objektiven mit unterschiedlichen Kamerasystemen:

Bei der Kaufentscheidung für eine Kamera und ein Kamerasystem sind das wichtigste immer die Objektive und nicht die Kamera selbst.

Eine Kamera kann noch so gut sein, aber wenn dir das Kamerasystem dir nicht die Objektive bieten kann die gerne hättest, sei es von der Brennweite, der Lichtstärke, der Qualität oder der Optimierung für Video (schneller und leiser Autofokus), dann nützt dir auch die beste Kamera nicht viel. Gutes Glas ist sehr viel wichtiger für Schärfe als die Kamera und hält bei guter Pflege dein ganzes Leben.

Vollformat Objektive:

Mit allen Vollformat Kamerasystemen hast du heutzutage in der Regel keine Probleme.

Canon und Nikon sind seit Ewigkeiten auf den Markt und besitzen für ihre Spiegelreflex Vollformat Kamerasysteme (Canon EF-Mount und Nikon F-Mount) eine gigantisch große Auswahl an Vollformat Objektiven.

In 2018 haben Canon und Nikon ihre Mirrorless (Spiegellos) Vollformat Kamerasysteme auf den Markt gebracht, die jeweils über einen neuen und größeren Objektivanschluss verfügen (Canon RF-Mount und Nikon Z-Mount). Über zusätzliche Bajonettadapter lassen sich jedoch die alten Canon EF-Mount und Nikon F-Mount Objektive problemlos mit den neuen Mirrorless Vollformat Kameras verwenden. Zudem sollen bis 2021 die wichtigsten Canon RF und Nikon Z Objektive herauskommen.

Das Sony E-Mount Mirrorless Vollformat Kamerasystem ist noch nicht ansatzweise so lange auf den Markt wie Canon oder Nikon, aber verfügt mittlerweile ebenfalls über eine große Anzahl an super hochwertigen Objektiven und deckt nahezu jeden wichtigen Brennweitenbereich ab.

Im Vergleich zu den alten Canon EF-Mount und Nikon F-Mount Objektiven, bieten die meisten Sony E-Mount Objektive sogar den gewaltigen Vorteil, dass sie deutlich neuer sind und über sehr viel schnellere und leisere Autofokusmotoren verfügen, die sehr viel besser für hohe Serienbildgeschwindigkeiten und Videoaufnahmen sind.

Für die meisten Vollformat Kamerasysteme gibt es zusätzlich eine große Auswahl an Vollformat Objektiven von Drittherstellern, wie z.B. Tamron, Sigma oder Tokina. Meist überzeugen diese durch deutlich günstigere Preise. Dafür fehlt bei ihnen manchmal ein Staub-/Spritzwasserschutz und der Autofokus funktioniert vergleichsweise eventuell nicht ganz so gut. Meine Lieblingsobjektive von Drittanbietern sind die sehr lichtstarken F1.4 Festbrennweiten und F2.8 Zoomobjektive von Tamron und der Art-Serie von Sigma.

APS-C Objektive:

Ganz im Gegensatz zu allen Vollformat Kamerasystemen, sieht es bei den meisten APS-C Kamerasystemen bisher ganz schön duster aus, wenn du super hochwertige und lichtstarke APS-C Objektive haben möchtest.

Fujifilm besitzt das einzige APS-C Kamerasystem (Fujifilm X-Mount) mit hervorragenden Kameras und extrem scharfen und super lichtstarken APS-C Objektiven (F1.2/F1.4 Festbrennweiten und F2.8 Zoomobjektive).

Viele andere Hersteller bieten zwar ebenfalls wahnsinnig gute APS-C Kameras an (z.B. die Sony α6000 Serie), aber ihre APS-C Objektive sind leider häufig nicht besonders hochwertig und lichtstark (F1.8, Festbrennweiten und F4.0 Zoom Objektive). Besonders im Telebereich fehlt es hier häufig noch an hochwertigen Objektiven (z.B. 50-140mm F2.8 oder 100-400mm F4.5-5.6).

Vermutlich wird sich dies bei Canon, Nikon und Sony auch nicht so schnell ändern, weil diese Hersteller ein großes Interesse daran haben, dass ihre APS-C Nutzer irgendwann auf ihre deutlich teureren Vollformat Kamerasysteme umsteigen.

Die Hersteller setzen hier darauf, dass du dir für ihre APS-C Kameras, mangels vernünftiger Auswahl, Vollformat Objektive kaufst (meist ist das Bajonett zwischen Vollformat und APS-C gleich oder es gibt Adapter zum verbinden) und dir später irgendwann mal eine Vollformat Kamera gönnst.

Für dich als Nutzer ist dies aber total bescheiden, weil hochwertige und lichtstarke Vollformat Objektive deutlich größer, schwer und teurerer sind, als es vergleichbare APS-C Objektive wären. Zudem leidet bei der Kombination von APS-C Kamera mit Vollformat Objektiven häufig die Bildqualität, weil Vollformat Objektive für Vollformat-Sensoren entwickelt worden sind.

Alternativ gibt es für APS-C Kamerasysteme ebenfalls wieder Dritthersteller, wie z.B. von Sigma, Tamron oder Tokina, die einige gute und vergleichsweise günstige APS-C Objektive anbieten. Für APS-C Kamerasysteme ist die Auswahl jedoch bei weitem nicht so gut wie für Vollformat Kamerasysteme.

Bis auf weiteres bleibt Fujifilm das einzige Kamerasystem, für das dir eine große Auswahl an hochwertigen und lichtstarken APS-C Objektiven zur Verfügung steht. Bedauerlicherweise sind jedoch auch die Fujifilm Objektive noch nicht perfekt.

Viele der älteren Objektive, meist sind es die sehr lichtstarken F1.2/F1.4 Festbrennweiten, besitzen einen langsamen, in Schritten laufenden und lauten Autofokusmotor. Hierdurch eignen sie sich nur sehr schlecht für sich schnell bewegende Motive und zum Filmen.

Welches meine Lieblingsobjektive zum Reisen sind, findest du übrigens in meinen „Die besten Objektive zum Reisen“ 😉 Beitrag.

 

Bedienungsfreundlichkeit von Kameras und Objektiven:

Die Bedienungsfreundlichkeit ist eine der wichtigsten Eigenschaften bei Kameras und Objektiven. Das Fotografieren und Filmen ist ein kreativer Prozess, der einfach Spaß machen muss, um motiviert und inspiriert zu bleiben. Deine Kameraausrüstung sollte dich dabei maximal unterstützen und nicht im Weg sein.

Bedienungsfreundlichkeit von Kameras:

Bei einer Kamera ist super wichtig, dass sie uns ermöglicht, die schönsten Momente rechtzeitig eingefangen zu können, bevor sie an uns vorbeiziehen. Es ist daher entscheidend, dass sich eine Kamera super schnell und einfach bedienen lässt, und viele hilfreiche und vor allen auch hervorragend umgesetzte Funktionen bietet.

Sehr hilfreich hierfür sind immer etwas größere Kameras mit:

  • sehr vielen Bedienelementen
  • mehreren frei definierbaren Custom Modes (Belichtung und andere Kameraeinstellungen)
  • einen sehr großen, hellen und hochauflösenden Sucher
  • einen sehr großen, hellen, hochauflösenden, super reaktionsfreudigen und umfassend zu bedienen Touchscreen LC-Display
  • einen fantastischen Autofokus-System (AF-S, AF-C, Autofokus-Tracking, Gesichts-Autofokus, Augen-Autofokus)
  • einer Fokus Peaking Funktion beim manuellen Fokussieren
  • einem Live Histogramm
  • einer Zebra-Funktion (Live Über- und Unterbelichtungswarnung)
  • einer Crop-Funktion (z.B. Vollformat auf APS-C oder APS-C auf Micro-Four-Thirds)
  • einen großen Griff, der es dir ermöglicht die Kamera sicher und bequem in der Hand zu halten
  • einer großen Akkuleistung

Bedienungsfreundlichkeit von Objektiven:

Objektive sollten einen super schnellen und leisen Autofokusmotor besitzen, um beim Fotografieren und Filmen sehr schnell und perfekt zu fokussieren und bei der Audioaufnahme keine störenden Geräusche zu verursachen.

Zoomobjektive sollten im Idealfall immer Parfokal sein. Dies ist eine optische Eigenschaft, bei der sich der Fokus nicht ändert, während du mit Zoomobjektiven die Brennweite änderst. Leider trifft dies jedoch nur auf sehr wenige Objektive zu.

Auf gar keinen Fall sollten Zoomobjektive an Zoom Creeping leiden. Hiermit ist gemeint, dass sich die Brennweite an Zoomobjektiven nicht selbstständig verschiebt, wenn die Objektive stark nach oben oder unten angewinkelt werden. Es ist zudem bei Zoomobjektiven hilfreich, wenn sie eine zusätzliche Feststelltaste zum stabilen Einrasten einer Brennweite besitzen.

Der Zoom-, Fokus- und Blendering sollten sich nicht so leicht von selber verstellen können, aber auch nicht zu schwer zum Drehen sein. Zudem sollten sie sich mit einer vollen Handdrehung über die volle Distanz bewegen lassen, damit sie sich sehr schnell und sehr genau einstellen lassen.

Bei Blendenringen ist es zusätzlich super hilfreich, wenn sie sich sowohl mit einrastenden Blendenstufen als auch butterweich drehen lassen, damit sie sich hervorragend zum Fotografieren und Filmen eignen.

Zum Filmen sind Objektive mit einer sehr guten optischen Bildstabilisierung (z.B. 4-6 EV-Stufen) sehr zu empfehlen. Diese können kleine Verwacklungen sehr gut kompensieren, wenn du aus der Hand filmst. Damit sich eine optische Bildstabilisierung beim Arbeiten auf einem Stativ nicht negativ auswirkt, solltest du sie hier immer desaktivieren. Hierfür ist es natürlich super angenehm, wenn sich an den Objektiven ein An/Aus Schalter für die optische Bildstabilisierung befindet, so dass du sie nicht über das Kameramenü deaktivieren musst.

Für Makro und lange Telezoom Objektive sind Focus-Limiter eine hilfreiche Unterstützung. Sie begrenzen den Bereich, in den die Objektive fokussieren und ermöglich in den ausgewählten Bereichen so eine schnellere Fokussierung.

Super hilfreich können zudem zusätzliche frei belegbare Funktionstasten und Funktionsringe an Objektiven sein. Eine zusätzliche frei belegbare Funktionstaste wäre zum Beispiel ganz praktisch, um eine IBIS Bildstabilisierung in der Kamera schnell zu deaktivieren, wenn man auf einem Stativ arbeiten möchte. Ein zusätzlicher frei belegbarer Funktionsring könnte zum Beispiel sehr hilfreich sein, um die ISO Einstellung harmonisch und klickfrei zu verändern.

 

Wetterfestigkeit (Staub-/Spritzwasserschutz):

Speziell für Reisen und Outdoor Abenteuer finde ich eine hohe Wetterfestigkeit (Staub-/Spritzwasserschutz) der Kameras und der Objektive absolut wünschenswert. Auf Ausflügen bei denen es richtig Nass (z.B. riesengroßer Wasserfall) oder sandig (z.B. Wüste) werden kanns, finde ich eine hohe Wetterfestigkeit sogar absolut notwendig.

Wetterfeste Kameras und Objektive sind mehr oder weniger gegen Staub- und Feuchtigkeit geschützt. Normalerweise kannst du davon ausgehen, dass die Wetterfestigkeit mit teureren Kameras und Objektiven besser wird. Du solltest jedoch nie davon ausgehen, dass wetterfeste Kameras und Objektive in irgendeiner Form nahezu wasserdicht sind und damit sorglos im Regen Fotografieren und Filmen gehen. Bei schlechtem Wetter solltest du immer wasserdichte Hüllen und Caps über deine Kameras und das Objektive ziehen.

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Der größte Vorteil von wetterfesten Kameras und Objektiven ist viel mehr die höhere Staubfestigkeit. Durch gut abgedichtete Bajonettanschlüsse kann nicht so einfach Staub eindringen und den Sensor verschmutzen.

Besonders bei allen Mirrorless Kameras fällt auf, dass der Sensor sehr leicht verschmutzt und häufig gereinigt werden muss. Spiegelreflexkameras sind hier durch ihren Spiegel vor dem Sensor besser geschützt.

Zwar lässt sich der Sensor wieder reinigen, aber eine professionelle Sensorreinigung kann dich schnell mal 10 bis 40€ kosten. Aufgrund der sehr hohen Kosten von professionellen Sensorreinigungen, würde ich dir empfehlen es dir selber beizubringen und dir das benötigte Reinigungsequipment anzuschaffen. In meinen Beitrag „Das beste Kamera Zubehör zum Reisen und für Outdoor Abenteuer“ findest du alles was du dazu benötigst und ein tolles YouTube Video von Peter McKinnon, der dir zeigt wie es funktioniert.

Einen besonders guten Ruf bei der Wetterfestigkeit besitzen die Top Modelle von Canon und Nikon, aber auch Fujifilm ist sehr bekannt für einen guten Wetterschutz. Im Vergleich zu Canon, Nikon und Fujifilm sagt man, dass sie Wetterfestigkeit bei Sony nicht so überzeugend ist und viele ihr nicht unbedingt vertrauen. Im Grunde würde ich dem auch zustimmen. Es scheint aber in der Praxis definitiv so zu sein, dass die Wetterfestigkeit bei Sony besser abschneidet, als viele dem Sony Vollformat Kamerasystem zutrauen, und bei Canon, Nikon und Fujifilm schlechter ist, als viele erwarten.

 

Vollformat vs. APS-C:

Sehr viele Menschen tun sich sehr schwer mit der Entscheidung zwischen einem Vollformat oder einem APS-C Kamerasystem. Es gibt ebenfalls Micro-Four-Thirds Kamerasysteme, aber die sind für mich und für viele ambitionierte Fotografen häufig nicht so interessant, weil sich aufgrund des sehr hohen Micro-Four-Thirds Crop-Faktors von 2.0x nicht sehr gut Freistellen lässt und diese Systeme deutlich schlechter bei wenig Licht sind.

Hier möchte ich dir meine Sichtweise zur Entscheidung zwischen einem Vollformat oder einem APS-C Kamerasystem wiedergeben.

Ein sehr gutes Vollformat Kamerasystem gibt dir die Möglichkeiten schärfere Bilder zu produzieren, intensiver und schöner freizustellen, und bei weniger Licht deutlich schwächeres ISO-Bildrauschen zu haben.

Den Unterschied in der Schärfe und des Detailreichtums merkst du jedoch erst so richtig deutlich, wenn du sehr stark in ein Bild hineinzoomst oder ein Bild sehr groß ausdruckst. Beim bloßen Anschauen eines Bildes zoomen wir aber normalerweise nicht in ein Bild hinein und in der Regel wird keiner von uns seine Bilder regelmäßig sehr groß, z.B. im A1 Format (59.4×84.1cm) oder noch größer, ausdrucken. Beides ist daher in der Praxis nicht so wirklich wichtig.

Meistens posten wir unsere Bilder heutzutage auf Social Media Plattformen wie z.B. Facebook oder Instagram. Hier wirst jedoch du so schnell keinen großen Qualitätsunterschied erkennen können, weil Bilder auf Social Media Plattformen stark komprimiert hochgeladen werden, wodurch feine Details leider verloren gehen.

Der Unterschied in der Schärfe zwischen Vollformat und APS-C Kamerasystemen ist definitiv vorhanden, er fällt aber kaum auf und sollte daher für deine Entscheidung nicht so stark ins Gewicht fallen.

Ganz anders sieht es dagegen beim Freistellen aus. Hier finde ich haben Vollformat Kamerasysteme einen deutlich sichtbaren Vorteil. Zu einem kann man mit hochwertigen und super lichtstarken Objektiven etwas intensiver freistellen und zum anderen sieht das Bokeh dabei oft deutlich schöner aus.

Häufig wirkt das Bokeh bei APS-C Kamerasystemen im Vergleich deutlich unruhiger und unharmonischer. Besonders fällt mir dies bei sehr langen Brennweiten auf, in denen der Hintergrund stark komprimiert wird. Dieser Vollformat-Lock ist für mich persönlich ein ganz entscheidender Grund, warum ich mich mit APS-C Kamerasystemen etwas schwertue.

Was das Bildrauschen bei wenig Licht angeht, ist es hier definitiv ebenfalls so, dass dieser Unterschied zwischen Vollformat und APS-C Kamerasystemen durchaus schnell auffallen kann.

Im Vergleich zu früher spielt ISO-Bildrauschen jedoch eine sehr viel geringere Rolle, weil sich die neuen Kamerasensoren super stark verbessert haben und heutzutage deutlich höhere ISO Werte, ohne starkes und unschönes ISO-Bildrauschen zulassen.

Für die meisten von uns wird ISO-Bildrauschen daher in der Praxis keine so große Rolle spielen. Im Grunde sehe ich nur zwei Gruppen, für die Bildrauschen ein großes Problem ist und damit auch ein entscheidender Faktor sein könnte.

Zum einen sind dies professionelle Hochzeits- und Eventfotografen, weil diese natürlich sehr häufig in Räumen mit wenig Licht (z.B. Kirche oder Konzertsäle) fotografieren müssen und für ihre Arbeit selbstverständlich die allerhöchste Bildqualität benötigen. Zum anderen sind dies Wildlife Fotografen, weil diese sehr häufig mit sehr kurzen Verschlusszeiten, einer scharfen Blendeneinstellung und hohen ISO Werten fotografieren müssen, um scharfe und gut belichtete Bilder zu bekommen.

Vergleicht man den Preis, die Größe und das Gewicht zwischen Vollformat und APS-C Kamerasystemen, sind Vollformat Kamerasysteme deutlich teurer, größer und schwerer.

Nur die wenigsten von uns sind mit zu viel Geld gesegnet, darum ist Geld natürlich immer ein entscheidender Faktor. Eine gute Kameraausrüstung kostet in der Anschaffung sehr viel Geld und da führt leider auch kein Weg dran vorbei.

Aus meiner Sicht lohnt es sich bei einer Kameraausrüstung immer von Anfang an in sehr gute Kameras, die besten Objektive und hochwertiges Kamerazubehör zu investieren. Wer bei einer Kameraausrüstung billig kauft, kauft in der Regel doppelt und gibt am Ende deutlich mehr aus.

Super hochwertige Objektive und exzellentes Kamerazubehör sind oft eine Anschaffung fürs Leben und müssen nicht oder zumindest nur sehr selten ersetzt werden. Zudem besitzen sie häufig einen hohen Wiederverkaufswert und lassen sich einfach wieder verkaufen.

Ein weiterer Vorteil von hochwertigen und lichtstarken Objektiven ist die deutlich bessere Möglichkeit, damit nebenbei ein bisschen Geld verdienen zu können. Es gibt immer ein paar Freunde und Freunde von Freunden, die super gerne ein paar tolle Fotos von sich hätten oder bei denen ein Event, z.B. eine Hochzeit, zu fotografieren ist. In Anbetracht der teuren Preise für eine Kameraausrüstung ist es wahnsinnig hilfreich, wenn sie sich irgendwann einmal zumindest teilweise ein bisschen selbst finanzieren kann.

Meiner Meinung nach zahlst du im Fall einer Kameraausrüstung am Ende massiv oben drauf, wenn du erst in weniger hochwertige Objektive und billiges Kamerazubehör investierst. Sehr wahrscheinlich wirst du sehr schnell feststellen wirst, dass lichtschwächere Objektive dich nicht ganz zufrieden stellen werden und dass günstiges Kamerazubehör meist entweder sehr schnell kaputt geht, nichts taugt oder von der Bedienung total nerven kann.

Bevor du dich versiehst, wirst du dann doch in eine hochwertigere Kameraausrüstung investieren und hast dann sehr viel Geld für lichtschwächere Objektive und mieses Kamerazubehör ausgeben, wofür du dann leider kaum noch etwas bekommen wirst.

Mein Tipp ist daher ganz klar, lieber länger für eine qualitativ hochwertige Kameraausrüstung zu sparen, anstatt dir schneller eine nicht so gute Kameraausrüstung zu kaufen.

Bei der Entscheidung zwischen Vollformat oder APS-C ist es im Prinzip sehr ähnlich, wenn du von Anfang an das ganz sichere Gefühl hast, dass ein Vollformatsystem genau das richtige für dich ist, dann spare lieber länger, anstatt viel Geld in ein APS-C-Kamerasystem zu investieren.

Insofern spielt Geld natürlich eine Rolle, aber du solltest lieber versuchen es für die Entscheidung zwischen einem Vollformat oder APS-C Kamerasystem auszublenden, um für dich persönlich die beste Entscheidung treffen zu können.

Die Größe und das Gewicht spielt bei der Kameraausrüstung eine sehr große Rolle. Die beste und teuerste Kameraausrüstung der Welt ist nichts wert, wenn sie dir zu groß und zu schwer ist und du sie deshalb allzu oft lieber zu Hause oder im Hotelzimmer liegen lässt.

Von der Größe und dem Gewicht haben APS-C Kamerasysteme gegenüber Vollformat Kamerasystemen deutlich Vorteile und sind daher sehr viel reisefreundlicher.

Den Großteil des Größen- und Gewichtsunterschiedes machen hierbei jedoch häufig nicht die Kameras, sondern vielmehr die Objektive aus. Den meistens wirst du hiervon mehrere haben und mitnehmen wollen.

Am meisten Volumen und Gewicht sparst du mit „lichtschwächeren Objektiven“. Persönlich würde ich dir jedoch immer zu „lichtstärkeren Objektiven“ raten, weil ich finde, dass man damit entscheidend besser Freistellen und damit seine Kreativität voll ausleben kann.

Zudem sind lichtstärkere Objektive aus meiner Sicht sehr viel einfacher variabler einzusetzen, was auf Reisen und längeren Tagesausflügen dazu führt, dass ich weniger Objektive benötige, um großartige Ergebnisse zu erzielen.

Es ist super hilfreich mit nur wenigen Objektiven bestens zurechtzukommen und sich damit kreativ voll ausleben zu können. Du musst weniger Gewicht mit dir rumschleppen, sparst dir wertvollen Platz im Rucksack und musst deutlich weniger häufig die Objektive wechseln.

Speziell das wechseln der Objektive ist bei Outdoor Abenteuern häufig gar nicht so einfach möglich, weil bei windigen, nassen und schmutzigen Bedingungen die Gefahr viel zu groß ist, den Kamerasensor zu verschmutzen.

Wie ich oben schon erwähnt habe, kann man mit Vollformat Kamerasystemen sichtbar intensiver und schöner Freistellen, als mit APS-C Kamerasystemen. Insofern finde ich Vollformat Kamerasysteme ebenfalls leichter variabler einzusetzen.

Ich würde jedoch nicht behaupten, dass mir ein Vollformat Kamerasystem hilft weniger Objektive mitzunehmen, aber ich finde die Ergebnisse beim Freistellen einen entscheidenden Tick besser.

Vollformat Kamerasysteme bieten theoretischen Vorteil mit lichtschwächeren F1.8 Festbrennweiten und F4.0 Zoomobjektiven ähnliche Ergebnisse erzielen zu können wie mit F1.4 Festbrennweiten und F2.8 Zoomobjektiven auf APS-C Kamerasystemen.

Hierdurch würde der deutliche Größen-, Gewichts und Preisunterschied zwischen Vollformat und APS-C Kamerasystemen deutlich schrumpfen.

Persönlich kann ich es mir aber nicht vorstellen, für den gleichen Brennweitenbereich zwei Objektive zu kaufen, nur weil ich manchmal weniger Gewicht mit mir rumtragen möchte. Das höhere Gewicht von hochwertigen und lichtstarken Objektiven nehme ich daher persönlich gerne in Kauf. Auf längeren Tagesausflügen sollte man jedoch immer darauf achten, nur das mitzunehmen was man wirklich sicher benötigt, damit man einzelne Objektive möglichst nicht umsonst durch die Gegend schleppt.

Bei der Entscheidung zwischen einem Vollformat oder einem APS-C Kamerasystem komm ich ganz klar zu dem Schluss, dass die entscheidenden Faktoren das Freistellen und die Größe und das Gewicht sind.

Persönlich kann ich für mich ganz klar sagen, dass ich die Fotografie und Videografie so sehr liebe, dass ich absolut bereit bin auch mehr Volumen und Gewicht mit mir herumzutragen. Doch ich kann dir ganz klar sagen, dass viele das ganz anders sehen und deren wundervolle Ausrüstung viel zu oft Zuhause oder in der Unterkunft versauert.

Die Möglichkeit intensiver und schöner freizustellen ist für mich persönlich also der entscheide Faktor zwischen einem Vollformat- und einem APS-C Vollformat Kamerasystem.

Um dies für dich genau rauszufinden, kannst du dir entweder sehr viele verschiedene und unterhaltsame Objektivvergleiche auf YouTube anschauen oder besser noch Fotowebseiten und Apps wie Instagram, 500px oder Flickr nach Bildern mit bestimmten Vollformat und APS-C Objektiven durchforsten und diese Bilder miteinander vergleichen.

Zum Beispiel:

Sony E-Mount Vollformat
Fujifilm X-Mount APS-C (1.5x Crop-Faktor):
Sony FE 24mm F1.4 GM Fujinon XF16mm F1.4 R WR
Sony Zeiss Distagon T* FE 35mm F1.4 ZA Fujinon XF23mm F1.4 R
Sony Zeiss Planar T* FE 50mm F1.4 ZA Fujinon XF35mm F1.4 R
Sony FE 85mm F1.4 GM Fujinon XF56mm F1.2 R
Sony FE 90mm F2.8 Makro G OSS Fujinon XF80mm F2.8 R LM OIS WR Macro
Sony FE 135mm F1.8 GM Fujinon XF90mm F2 R LM WR
Sony FE 12-24mm F4 G Fujinon XF8-16mm F2.8 LM WR
Sony FE 16-35mm F2.8 GM Fujinon XF10-24mm F4 R OIS
Sony FE 24-70mm F2.8 GM Fujinon XF16-55mm F2.8 R LM WR
Sony FE 70-200mm F2.8 GM OSS Fujinon XF50-140mm F2.8 R LM OIS WR
Sony FE 200–600mm F5.6-6.3 G OSS Fujinon XF100-400mm F4.5-5.6 R LM OIS WR

Dies ist zugegeben etwas zeitaufwendig, aber du bekommst ein wirklich gutes Bild von den Ergebnissen, die dich erwarten werden. Zudem findest du so sehr schnell heraus, welche Objektive dich am meisten ansprechen.

Für mich habe ich herausgefunden, dass ich mit F1.2 und F1.4 Festbrennweiten und F2.8 Zoomobjektiven ausreichend mit einem APS-C Kamerasystem Freistellen kann. Dies liegt bei mir vor allem daran, dass ich mehr auf „Environmental Portraits“ stehe, bei denen man die Umgebung mehr in das Bild einfließen lässt, um einem Bild mehr Kontext zu geben.

Nur das etwas unruhige und unharmonische Bokeh bei sehr langen Brennweiten (z.B. 200mm F2.8) stört mich mit APS-C Kamerasystemen zugegeben schon etwas. Meistens fotografiere ich mit langen Brennweiten jedoch eher wunderschöne Landschaften mit F8-F11, als Menschen oder Tiere mit F2.8. Insofern kann ich für mich persönlich ganz klar sagen, dass ich kein Vollformat Kamerasystem brauche, wenngleich ich es in einzelnen Situationen auch gerne hätte. Wäre dieser eine Punkt anders herum, würde ich jedoch definitiv ein Vollformat Kamerasystem bevorzugen.

 

Größe und Gewicht (Mirrorless vs. Spiegelreflex):

Bei der Kaufentscheidung für ein Kamerasystem solltest du der Größe und dem Gewicht eine sehr wichtige Rolle beimessen. Je größer und schwerer deine Kamera Ausrüstung ist, desto weniger wirst du sie mit Sicherheit mit dir rumschleppen und desto eher wird sie dir irgendwann auf den Keks gehen. Speziell zum Reisen und für Outdoor Abenteuer, ist auf jeden Fall eine kleine und leichte Kameraausrüstung zu empfehlen.

Größere und schwerere Kameras bieten jedoch häufig den Vorteil, dass sich wesentlich einfacher und schneller zu bedienen sind, vor allen mit Handschuhen, und dass sie sich durch das höhere Gewicht stabiler und ruhiger halten lassen Dies ist ebenfalls ein sehr wichtiger Punkt, denn je besser sich deine Kamera bedienen lässt, umso mehr Vergnügen wird sie dir bereiten.

Wie etwas weiter oben schon erwähnt sind lichtstärkere und damit auch bauartbedingt größere und schwerer Objektive aus meiner Sicht sehr viel einfacher variabler einzusetzen, was auf Reisen und längeren Tagesausflügen dazu führt, dass ich weniger Objektive benötige, um großartige Ergebnisse zu erzielen. Dies bedeutet, dass ich weniger mit mir herumschleppe muss, mir wertvollen Platz im Rucksack spare und deutlich weniger häufig die Objektive wechseln muss. Speziell letzteres ist bei Outdoor Abenteuern auch oft gar nicht so einfach möglich, weil bei windigen, nassen und schmutzigen Bedingungen die Gefahr häufig viel zu groß ist, den Kamera-Sensor zu verschmutzen.

Was die Größe und das Gewicht angeht, gibt es fünf ganz einfache Regeln, die zumindest sehr häufig stimmen:

  1. Spiegelreflex Kameras (DSLR) sind größer und schwerer als Mirrorless (DSLM) Kameras
  2. Je größer der Sensor, umso größer die Kameras und die Objektive
  3. Je lichtstärker die Objektive, desto größer und schwerer die Objektive
  4. Objektive mit Bildstabilisierung sind größer und schwer, als vergleichbare Objektive (z.B. zwei f4.0 Zoom-Objektive) ohne eine Bildstabilisierung
  5. Metal ist schwerer als Plastik

Nachfolgend habe ich für dich ein Größen- und Gewichtsvergleich von einigen Kameras, Objektiven, und kompletten Kameraausrüstungen zusammengestellt.

 

Größen und Gewichtsvergleich von Spiegelreflex und Mirrorless Vollformat und APS-C Kameras:

Als Beispiel habe ich hier super Kameras von Canon und Sony gewählt.

Kamera:
Spiegelreflex:
Mirrorless (Spiegellose):
Vollformat: Canon EOS-5D Mark IV Sony α7R IV
  150.7×116.4×75.9mm 128.9×96.4×77.5mm
  895g 665g
APS-C: Canon EOS 80D Sony α6500
  139.0×105.2×78.5mm 120.0×66.9×53.3mm
  730g 453g

Größen und Gewichtsvergleich von lichtstarken und lichtschwachen Objektiven:

Als Beispiel habe hier das fantastische Canon EF-Mount Spiegelreflex Vollformat Kamerasystem gewählt. Welches über viele super hochwertige und lichtstarke Objektive, aber auch über viele günstige und nicht so lichtstarke Objektive verfügt.

Canon EF-Mount Spiegelreflex Vollformat Objektive:
Lichtstark:
Lichtschwach:
24mm: Canon EF 24mm f/1.4L II USM Canon EF 24mm f/2.8 IS USM
  83.5×86.9mm, ø77mm Filtergewinde 68.4×55.7mm, ø58mm Filtergewinde
  650g 280g
35mm: Canon EF 35mm f/1.4L II USM Canon EF 35mm f/2.0 IS USM
  80.4×105.5mm, ø72mm Filtergewinde 77.9×62.6mm, ø67mm Filtergewinde
  760g 335g
50mm: Canon EF 50mm f/1.2L USM Canon EF 50mm f/1.8 STM
  85.8×65.5mm, ø72mm Filtergewinde 69.2×39.3mm, ø49mm Filtergewinde
  580g 160g
85mm: Canon EF 85mm f/1.4L IS USM Canon EF 85mm f/1.8 USM
  105.4×88.6mm, ø77mm Filtergewinde 75.0×71.5mm, ø58mm Filtergewinde
  950g 425g
16-35mm: Canon EF 16-35mm f/2.8L III USM Canon EF 16-35mm f/4.0L IS USM
  88.5×127.5mm, ø82mm Filtergewinde 82.6×112.8mm, ø77mm Filtergewinde
  790g 615g
24-70mm: Canon EF 24-70mm f/2.8L II USM Canon EF 24-70mm f/4.0L IS USM
  88.5×113.0mm, ø82mm Filtergewinde 83.4×93.0mm, ø77mm Filtergewinde
  805g 600g
70-200mm: Canon EF 70-200mm f/2.8L IS III USM Canon EF 70-200mm f/4.0L IS II USM
  88.8×199.0mm, ø77mm Filtergewinde 80.0×176.0mm, ø72mm Filtergewinde
  1.480g 780g

Größen und Gewichtsvergleich von professionellen Kamerasystemen, mit einer großen Auswahl an hochwertigen und lichtstarken Objektiven:

System (Professionnel):
Canon EF-Mount Spiegelreflex Vollformat Kamerasystem:
Sony E-Mount Mirrorless Vollformat Kamerasystem:
Fujifilm X-Mount Mirrorless APS-C Kamerasystem (1.5 Crop-Faktor):
Kamera: Canon EOS-5D Mark IV Sony α7R IV Fujifilm X-H1
  150.7×116.4×75.9mm 128.9×96.4×77.5mm 139.8×97.3×85.5mm
  895g 665g 673g
24mm F1.4: Canon EF 24mm f/1.4L II USM Sony FE 24mm F1.4 GM FUJINON XF16mm F1.4 R WR
  83.5×86.9mm, ø77mm Filtergewinde 75.4×92.4mm, ø67mm Filtergewinde 73.4×73.0mm, ø67mm Filtergewinde
  650g 445g 375g
35mm F1.4: Canon EF 35mm f/1.4L II USM Sony Zeiss Distagon T* FE 35 mm F1.4 ZA FUJINON XF23mm F1.4 R
  80.4×105.5mm, ø72mm Filtergewinde 78.5×112.0mm, ø72mm Filtergewinde 72x63mm, ø62mm Filtergewinde
  760g 630g 300g
50mm F1.2/F1.4: Canon EF 50mm f/1.2L USM Sony Zeiss Planar T* FE 50mm F1.4 ZA FUJINON XF35mm F1.4 R
  85.8×65.5mm, ø72mm Filtergewinde 83.5×108.0mm, ø72mm Filtergewinde 65.0×50.4mm, ø52mm Filtergewinde
  580g 778g 187g
85mm F1.4: Canon EF 85mm f/1.4L IS USM Sony FE 85mm F1.4 GM FUJINON XF56mm F1.2 R
  105.4×88.6mm, ø77mm Filtergewinde 89.5×107.5mm, ø77mm Filtergewinde 73.2×69.7mm, ø62mm Filtergewinde
  950g 820g 405g
100mm F2.8 Makro: Canon EF 100mm f/2.8 Macro USM Sony FE 90mm F2.8 Makro G OSS FUJINON XF80mm F2.8 R LM OIS WR Macro
  79.0×119.0mm, ø58mm Filtergewinde 79.0×130.5mm, ø62mm Filtergewinde 75.0×105.0mm, ø62mm Filtergewinde
  600g 602g 540g
135mm F2.0/F2.8: Canon EF 135mm f/2.0L USM Zeiss Batis 135mm F2.8 FUJINON XF90mm F2.0 R LM WR
  82.5×112.0mm, ø72mm Filtergewinde 98.0×133.0mm, ø67mm Filtergewinde 80.0×130.0mm, ø62mm Filtergewinde
  750g 614g 750g
12-24mm F4.0: Canon EF 11-24mm f/4.0L USM Sony FE 12-24mm F4.0 G FUJINON XF8-16mm F2.8 LM WR
  108.0×132.0mm, kein Filtergewinde 87.0×117.4mm, kein Filtergewinde 88.0×121.5mm, kein Filtergewinde
  1.180g 565g 805g
16-35mm 2.8: Canon EF 16-35mm f/2.8L III USM Sony FE 16-35mm F2.8 GM FUJINON XF10-24mm F4.0 R OIS
  88.5×127.5mm, ø82mm Filtergewinde 88.5×121.6mm, ø82mm Filtergewinde 78.0×87.0mm, ø72mm Filtergewinde
  790g 680g 410g
24-70mm F2.8: Canon EF 24-70mm f/2.8L II USM Sony FE 24-70mm F2.8 GM FUJINON XF16-55mm F2.8 R LM WR
  88.5×113.0mm, ø82mm Filtergewinde 87.6x136mm, ø82mm Filtergewinde 83.3×106.0mm, ø77mm Filtergewinde
  805g 886g 655g
70-200mm F2.8: Canon EF 70-200mm f/2.8L IS III USM Sony FE 70–200mm F2.8 GM OSS FUJINON XF50-140mm F2.8 R LM OIS WR
  88.8×199.0mm, ø77mm Filtergewinde 88.0×200.0mm, ø77mm Filtergewinde 82.9×175.9mm, ø72mm Filtergewinde
  1.480g 1.480g 995g
100-400mm F4.5-5.6: Canon EF 100-400mm f/4.5-5.6L IS II USM Sony FE 100-400mm F4.5-5.6 GM OSS FUJINON XF100-400mm F4.5-5.6 R LM OIS WR
  94.0×193.0mm , ø77mm Filtergewinde 93.9×205.0mm, ø77mm Filtergewinde 94.8×210.5mm, ø77mm Filtergewinde
  1.640g (ohne Stativadapter) 1.395g (ohne Stativadapter) 1.375g
1.4x Telekonverter: Canon Extender EF 1.4x III Sony 1.4x Tele Converter FUJINON Telekonverter XF1.4X TC WR
  72.0×27.0mm 62.4×33.6mm 58.0×15.0mm
  225g 167g 130g
2.0x Telekonverter: Canon Extender EF 2x III Sony 2.0x Tele Converter FUJINON Teleconverter XF2X TC WR
  72.0×52.7mm 62.4×42.7mm 58.0×30.2mm
  325g 207g 179g
Gesamtgewicht: 11.630g 9.934g 7.779g

Größen und Gewichtsvergleich von Kamerasystemen, ohne eine große Auswahl an hochwertigen und lichtstarken Objektiven:

System (Non-professionnel):
Canon EF-S-Mount Spiegelreflex APS-C Kamerasystem (1.6 Crop-Faktor):
Canon EF-M-Mount Mirrorless APS-C Kamerasystem (1.6 Crop-Faktor):
Sony E-Mount Mirrorless APS-C Kamerasystem (1.5 Crop-Faktor):
Kamera: Canon EOS 80D Canon EOS M50 Sony α6500
  139.0×105.2×78.5mm 116.3×88.1×58.7mm 120.0×66.9×53.3mm
  730g 387g 453g
24mm: Gibt es noch nicht Gibt es noch nicht Sony E 16mm F2.8
      62.0×22.5mm, ø49mm Filtergewinde
      67g
35mm: Canon EF-S 24mm f/2.8 STM Canon EF-M 22mm f/2.0 STM Sony Zeiss Sonnar T* E24mm F1.8 ZA
  68.2×22.8mm, ø77mm Filtergewinde 60.9×23.7mm, ø43mm Filtergewinde 63.0×65.5mm, ø49mm Filtergewinde
  125g 105g 225g
50mm: Canon EF-S 35mm f/2.8 Macro IS STM Canon EF-M 32mm f/1.4 STM Sony E 35mm F1.8 OSS
  69.2×55.8mm, ø49mm Filtergewinde 60.9×56.5mm, ø43mm Filtergewinde 63.0×45.0mm, ø49mm Filtergewinde
  190g 235g 154g
85mm: Gibt es noch nicht, aber man könnte das Canon EF-S 60mm f/2.8 Macro USM Objektiv hierfür verwenden Gibt es noch nicht Sony E 50mm F1.8 OSS
      62.0×62.0mm, ø49mm Filtergewinde
      202g
Makro: Canon EF-S 60mm f/2.8 Macro USM Canon EF-M 28mm f/3.5 Macro IS STM Sony E 30mm F3.5 Makroobjektiv
  73.0×69.8mm, ø52mm Filtergewinde 60.9×45.5mm, ø43mm Filtergewinde 62.0×55.5mm, ø49mm Filtergewinde
  335g 130g 138g
12-24mm: Gibt es noch nicht Gibt es noch nicht Gibt es noch nicht
       
       
16-35mm: Canon EF-S 10-18mm f/4.5-5.6 IS STM Canon EF-M 11-22mm f/4.0-5.6 IS STM Sony E 10-18mm F4.0 OSS
  74.6×72.0mm, ø67mm Filtergewinde 60.9×58.2mm, ø55mm Filtergewinde 70.0×63.5mm, ø62mm Filtergewinde
  240g 220g 225g
24-105mm: Canon EF-S 15-85mm f/3.5-5.6 IS USM Canon EF-M 15-45mm f/3.5-6.3 IS STM Sony Zeiss Vario-Tessar T* E 16-70mm F4.0 ZA OSS
  81.6×87.5mm, ø72mm Filtergewinde 60.9×44.5mm, ø49mm Filtergewinde 66.6×75.0mm, ø55mm Filtergewinde
  575g 130g 308g
28-200mm: Canon EF-S 18-135mm f/3.5-5.6 IS USM Canon EF-M 18-150mm f/3.5-6.3 IS STM Sony E 18-135mm F3.5-5.6 OSS
  76.6×96.0mm, ø67mm Filtergewinde 60.9×86.5mm, ø55mm Filtergewinde 67.2×88.0mm, ø55mm Filtergewinde
  480g 300g 325g
80-320mm: Canon EF-S 55-250mm f/4-5.6 IS STM Canon EF-M 55-200mm f/4.5-6.3 IS STM Sony E 55-210mm F4.5-6.3 OSS
  70.0×111.2mm, ø58mm Filtergewinde 60.9×86.5mm, ø52mm Filtergewinde 63.8×108.0mm, ø49mm Filtergewinde
  375g 260g 345g
Gesamtgewicht: 3.050g 1.767g 2.442g

Fazit des Größen- und Gewichtsvergleichs:

Wie du siehst gibt es extreme Größen- und Gewichtsunterschiede, was die verschiedenen Kamerasysteme und Lichtstärken der Objektive angeht. Nun wirst du sicherlich nicht immer deine gesamte Kameraausrüstung mit dir herumschleppen oder gar zum Reisen mitnehmen wollen.

Speziell zum Reisen empfehle ich dir höchstens 4 Objektive mitzunehmen und bin auch absolut überzeugt davon, dass du je nach Reiseziel schon mit einem bis drei Objektiven wunderbar zurechtkommen wirst.

Doch selbst mit einer kleinen Kameraausrüstung machen sich die starken Größen- und Gewichtsunterschiede schnell bemerkbar, wenn du damit einen Großteil des Tages durch die Gegend läufst. Besondern in den Bergen, wo du deine Kameraausrüstung nach oben und unten schleppen musst, und sie deine Bewegungsfreiheit und -sicherheit nicht einschränken darf.

Du solltest dich daher ganz genau hinterfragen:

  • Wie viel bist du bereit mit dir herumzuschleppen?
  • Müssen es immer die lichtstärksten und hochwertigsten Objektive sein?

Die beste Kameraausrüstung der Welt ist nichts wert, wenn sie nur zu Hause im Schrank liegt!!!

Für mich persönlich würde nur ein Mirrorless Kamerasystem mit hochwertigen und lichtstarken Objektiven in Frage kommen.

Mirrorless Kameras bieten Größen- und gewichtvorteile, mehr hilfreiche Funktionen und die neusten Modelle lassen sich immer besser und schneller bedienen.

Hochwertige und lichtstarke Objektive sind mir unglaublich wichtig, weil sie es mir erlauben maximal Freistellen zu können und damit meine Kreativität voll ausleben zu können.

Zudem sind lichtstärkere Objektive aus meiner Sicht sehr viel einfacher variabler einzusetzen, was auf Reisen und längeren Tagesausflügen dazu führt, dass ich weniger Objektive benötige, um großartige Ergebnisse zu erzielen. Dies bedeutet das ich weniger mit mir herumschleppe muss, mir wertvollen Platz im Rucksack spare und deutlich weniger häufig die Objektive wechseln muss. Speziell letzteres ist bei Outdoor Abenteuern auch oft gar nicht so einfach möglich, weil bei windigen, nassen und schmutzigen Bedingungen die Gefahr häufig viel zu groß ist, den Kamera-Sensor zu verschmutzen.

Ein weiterer Vorteil von hochwertigen und lichtstarken Objektiven ist die deutlich bessere Möglichkeit damit nebenbei ein bisschen Geld verdienen zu können. Es gibt immer ein paar Freunde und Freunde von Freunden, die super gerne ein paar tolle Fotos von sich hätten oder bei denen ein Event zu fotografieren ist. In Anbetracht der teuren Preise für eine Kameraausrüstung ist es wahnsinnig hilfreich, wenn sie sich irgendwann einmal zumindest teilweise ein bisschen selbst finanzieren kann.

Das höhere Gewicht von hochwertigen und lichtstarken Objektiven nehme ich daher gerne in Kauf. Auf längeren Tagesausflügen sollte man jedoch immer darauf achten, nur das mitzunehmen was man wirklich sicher benötigt, damit man einzelne Objektive möglichst nicht umsonst durch die Gegend schleppt.

Falls du nur oder zu mindestens hauptsächlich an der Landschaftsfotografie interessiert bist und viel Wandern möchtest, würde ich dir sogar empfehlen eher auf F4.0 statt 2.8 Zoomobjektive zu setzen (z.B. 16-35mm, 24-70mm und 70-200mm). Meist wirst du in der Landschaftsfotografie eh mit F8-F11 fotografieren, so dass du mit lichtschwächeren Objektiven super zurechtkommen wirst. Zu mindestens solange du keine Sterne fotografieren möchtest. Im Vergleich zu F2.8 Zoomobjektiven sind F4.0 Zoomobjektive deutlich kleiner und leichter, so dass sie für lange Wanderungen sehr viel angenehmer zu tragen sind.

In meinen Beiträgen Die besten Reisekameras zum Fotografieren und Filmen und „Die besten Objektive zum Reisen“ findest du meine absoluten Lieblingskameras und -Lieblingsobjektive zum Reisen.

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