Alles was du über das Fahren mit dem Fernbus wissen musst

by | 10 Aug, 2020


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Während deiner Backpacking-Reisen, wirst du es immer wieder mit Fernbussen zu tun bekommen.

Hier möchte ich dich ein bisschen darauf vorbereiten, was dich in anderen und vor allen nicht so entwickelten Ländern erwartet.

 

Vorteile:

In den meisten Ländern der Erde sind Fernbusse die Nr. 1 unter den öffentlichen Fortbewegungsmitteln.

ierfür gibt es sehr einfache Gründe:

  Sehr günstiger Preis:

Fernbusse sind häufig im Vergleich zum Zug oder Kurzstreckenflieger ein bisschen günstiger. Besonders in weniger entwickelten Länder, sind die Fernbusse der zweiten Klasse oft unschlagbar günstig.

  Sehr großes Streckennetz:

Fernbusse besitzen gewaltige Streckennetze, welche nahezu alle Städte abdecken.

  Kürzere Transportdauer:

Auf vielen Strecken ist der Fernbus noch einen Tick schneller als die Bahn. Zumindest im Vergleich zu den normalen Regionalzügen. Schnellzüge sind in der Regel schneller als der Bus, aber in vielen weniger entwickelten Ländern gibt es entweder keine oder sie sind deutlich teuer.

Ein sehr wichtiger Grund hierfür ist, dass die Streckenführung bei Fernbussen oft deutlich kürzer ausfällt und dass sie wie die Schnellzüge viel weniger Stationen anfahren.

In weiter entwickelten Ländern kommt hinzu, dass die Fernbusse auf Schnellstraßen und Autobahnen sehr schnell fahren können. In weniger entwickelten Ländern stehen den Fernbussen zwar meist keine Autobahnen zu Verfügung, aber dafür fahren die hier Züge ebenfalls sehr viel langsamer und müssen zusätzlich auch noch an vielen Bahnübergängen länger halten. Während Schnellzüge fast immer eine Priorität an den Bahnübergängen besitzen, muss dies bei Regionalbahnen nicht unbedingt der Fall sein, wodurch sich ihre Fahrzeit deutlich verlängert.

  Viel variablere Fahrzeiten:

Züge haben immer feste Fahrzeiten und in weiter entwickelten Ländern gilt dies auch für die Fernbusse.

In weniger entwickelten Ländern sieht dies bei den Fernbussen jedoch oft ganz anders aus. Für die gleiche Strecke warten hier häufig gleich mehrere Busse auf Fahrgäste und wenn sich genug Fahrgäste gefunden haben, fahren die Busse einfach los.

 

Nachteile:

  Staus, Pannen und Unfälle:

Im Vergleich zur Bahn, sind Fernbusse viel mehr von Stau, Pannen und Unfällen betroffen.

Staus:

In den weiter entwickelten Ländern stellen Staus vor allem zu den Stoßzeiten am Morgen und zum Feierabend, oder zum Beginn und Ende der Ferienzeiten ein großes Problem dar.

In den weniger entwickelten Ländern sind die Hauptverkehrsstraßen oft ständig überfüllt. Häufig bestehen die Hauptverkehrsstraßen hier zudem nur aus einer Spur, wodurch sich Baustellen, Unfälle und Pannen natürlich besonders negativ auf den Verkehr auswirken.

Pannen:

In den weiter entwickelten Ländern ist die Wartung der Fahrzeuge meist sehr gut und Pannen sind eher selten.

Gleiches kann man über die Wartung in weniger entwickelten Länder nicht gerade sagen. Besonders die sehr günstigen Fernbusse der zweiten Klasse bleiben regelmäßig liegen oder haben zumindest irgendwelche Probleme. Die Betreiber verdienen mit ihren Bussen nicht sehr viel Geld und können sich vernünftige Reparaturen und teure Ersatzteile nicht so einfach leisten.

In den modernen Bussen der erste Klasse sieht es deutlich besser aus, aber auch hier kommt es natürlich sehr auf den jeweiligen Fernbus drauf an.

Unfälle:

Fernbusfahrer sind alles kleine Verkehrsraudis und überhaupt nicht für einen ruhigen und besonnenen Fahrstil bekannt.

In den weiter entwickelten Ländern hält sich dies aber meist noch in Grenzen, weil hier die Verkehrsregeln viel strenger kontrolliert werden.

In den weniger entwickelten Ländern scheinen Verkehrsregeln manchmal gar nicht zu existieren. Hier fahren die Fahrer häufig so, als ob sie sich gerade in einem Formel 1 Rennen befinden würden. Das Gaspedal wird standardmäßig bis auf Anschlag durchgedrückt, es wird bis auf wenige Zentimeter auf den Vordermann aufgefahren und es wird in unübersichtlichen Kurven wagemutig überholt, als ob es keinen Gegenverkehr geben würde. Die Fahrer verlassen sich allzu häufig einzig und allein auf ihre Hupe, die anderen Verkehrsteilnehmern mitteilen soll, dass sie sich hinter einem Fahrzeug oder einer Kurve befinden und gleich zum Überholen ansetzen oder einen Großteil der Straße einnehmen.

Viele Touristen sprechen immer wieder gerne von total geistesgestörten und selbstmordgefährdeten Fahrern. Schwere Unfälle sind hier leider an der Tagesordnung.

  Unruhige Nachtfahrten:

Für längere Strecken sind besonders Nachtfahrten in Liege- und Schlafbussen sehr interessant. Auf diese Art gewinnst du sozusagen einen Reisetag und sparst dir die Kosten für eine Übernachtung.

Zumindest in den weniger entwickelten Ländern funktioniert dies aber in der Regel eher nicht so gut. Häufig wackelt und rumpelt es sehr, weil die Straßenverhältnisse nicht gut sind und die Fahrer wie die gesenkten Säue fahren. Zudem Veranstalten die Fahrer auf den Straßen die ganze Zeit ein lautes Tut Konzert. Du und deine Fahrer haben zudem ganz unterschiedliche Interessen. Während du gerne schlafen möchtest, muss der Fahrer versuchen sich wachzuhalten. Häufig machen die Fahrer die Musik sehr laut, halten sich gegenseitig mit lautstarken Unterhaltungen wach und schalten die Klimaanlage auf Anschlag, damit es auch ja nicht zu gemütlich im Bus wird.

Zum Schlafen eignen sich Nachtzüge deutlich besser.

  Probleme mit Gepäcksicherheit und -beschädigungen und -verschmutzungen:

In Fernbussen muss du dein großes Gepäck fast immer in ein Gepäckfach, einen Kofferraum oder sogar aufs Dachen legen und kannst nur etwas handgepäcktaugliches mit in den Bus nehmen.

Gepäcksicherheit:

Busbahnhöfe und auch Busse sind ein beliebtes Jagdrevier von Taschendieben. An allen Haltestellen musst du also gut darauf aufpassen, dass dein Gepäck und deine Wertsachen keine Beine bekommen.

Gepäckbeschädigungen:

Das Dach ist für dein großes Gepäck besonders gefährdet. Hier ist es nicht nur dem Wetter ungeschützt ausgesetzt, oft werden die Rucksäcke und Taschen hier auch als Liegewiese missbraucht.

Gepäckverschmutzungen:

Während der Fahrt können Gepäckfächer ziemlich unappetitlich werden. Häufig entsteht hier ein Mix aus Straßenstaub, Schmiere und verdrückten, faulenden Obst.

 

Die 5 häufigsten Fernbusse auf Reisen:

1.  Moderne und luxuriöse Reisebusse:

Auf den sehr viel befahrenden Strecken zwischen den sehr großen Busbahnhöfen, findest du immer wieder mega geile moderne und luxuriöse Reisebusse.

Die Sitzplätze sind hier so ein bisschen mit der Business-Class in Flugzeugen vergleichbar.

Ausstattung:

  • 3 Sitzplätze pro Sitzreihe (anstatt die üblichen 4)
  • Mega bequeme Liege-/Schlafsitzen
  • Vorhänge zwischen den Sitzen
  • In-bus Entertainment System
  • WLAN
  • Strom an jedem Platz
  • Toilette
  • Bordküche
  • Klimaanlage
  • Heizung
  • Gepäckfach

In diesen Bussen musst du dir normalerweise keine großen Gedanken um Gepäckverschmutzungen machen.

2.  Moderne Standard Reisebusse ohne viel Schnick-Schnack:

Im Prinzip so ein typischer langweiliger deutscher Reisebus, ohne viel Extra.

Ausstattung:

  • 4 Sitzplätze pro Sitzreihe
  • bequeme Liege-/Schlafsitze
  • Toilette (eventuell)
  • Klimaanlage
  • Heizung
  • Gepäckfach

3.  Uralte Standard Reisebusse in denen nix mehr funktioniert:

Stell dir Reisebusse vor, die aus der Zeit kommen als die ersten Klimaanlagen so langsam in Bussen verbaut worden sind. Diese Busse haben natürlich keine Klimalage, entweder weil sie schon lange kaputt ist oder sie damals noch zu teuer war.

Bei diesen Bussen ist es nicht ganz unwahrscheinlich, dass du Passagiere auf dem Dach findest oder sie sich von außen an den Bus dranhängen.

Besonders schlimm sind die alten Schafbusse. Oft sind die Betten für zwei Personen gedacht, aber eigentlich passen nur 1 ½ Personen (mit 180cm Körpergröße) bequem drin rein …

Ausstattung:

  • 4 Sitzplätze pro Sitzreihe
  • Durchgesessene Sitzplätze oder sogar Sitzbänke / Betten (Schlafbusse)
  • Gepäckfach
  • Dachgepäckträger

4.  Moderne Minibusse:

Modern kann bei diesen Minibussen durchaus ein relativer Begriff sein, aber zumindest bieten sie eher breitere Sitzplätze mit eigener Kopfstütze.

Ausstattung:

  • 2-4 Sitzplätze pro Sitzreihe
  • bequeme Sitzplätze
  • Klimaanlage
  • Heizung
  • Kofferraum
  • Dachgepäckträger

5.  Uralte Minibusse in denen nix mehr funktioniert:

Unter diesen Bussen kannst du dir sowas wie einen alten und kultigen VW Bus vorstellen. Hier gibt es keine Sitzplätze, sondern noch so richtig alte und schmale Sitzbänke ohne Kopfstütze. Diese Sitzbänke sind für zwei Personen (eher Kleinkinder) und lassen die schlimmsten Flugzeug Economy-Class Sitzplätze aussehen wie die First-Class.

Ausstattung:

  • 2 Sitzbänke, je 2 Personen, pro Sitzreihe
  • Durchgesessene Sitzplätze
  • Dachgepäckträger

 

Klassen:

 Bei Fernbussen kannst du dich sehr häufig zwischen folgenden Klassen entscheiden:

  1. Klasse oder 2. Klasse:

Auf diese Klassen triffst du in weiter entwickelten Ländern und zudem in weniger entwickelten Ländern, wenn auf einer Strecke sehr viele Einheimische und Touristen den Fernbus nutzen.

In der Regel wirst du sie immer auf den Fahrstrecken zwischen sehr großen Busbahnhöfen finden.

Auf einigen sehr beliebten Strecken findest du manchmal über der 1. Klasse noch zusätzliche super Luxus Klassen. Der Aufpreis zur 1. Klasse, die oft schon sehr gut ist, lohnt sich aber eher weniger.

Wie die Unterschiede zwischen den Klassen genau aussehen, hängt natürlich immer von der jeweiligen Strecke ab.

Häufig wirst du auf folgende Unterscheidungen treffen.

  1. Klasse: Moderne Luxus Reisebusse – 2. Klasse: Moderne Standard Reisebusse:

Beide Klassen bestehen aus modernen Bussen, wobei die 1. Klasse aber deutlich luxuriöser ist und viele Extras bietet.

In beiden Fernbussen besitzen die Passagiere eine Sitzplatzgarantie. Es gibt hier also keine Passagiere, die eventuell stehen müssen oder gar auf das Dach dürfen.

Es ist sehr gut möglich, dass die 1. Klasse weniger Haltestellen anfährt oder sogar direkt zum Ziel fährt.

  1. Klasse: Moderne Standard Reisebusse – 2. Klasse: Uralte Standard Reisebusse:

Während die 1. Klasse noch aus recht anständigen modernen Reisebussen besteht, ist die 2. Klasse uralt und schon ziemlich abgeranzt.

Einen garantierten Sitzplatz hast du sehr wahrscheinlich nur in der 1. Klasse. In die 2. Klasse werden so viel Leute hineingestopft wie es nur irgendwie geht. Häufig haben diese Busse einen Dachgepäckträger, auf den sich ebenfalls wagemutige Abenteurer begeben dürfen.

Feste Haltestellen gibt es in der 2. Klasse kaum, wann immer jemand ein- oder aussteigen möchte wird angehalten.

  Öffentliche oder Touristen Busse:

Auf diese Unterscheidung triffst du fast ausschließlich auf den Nebenstrecken in eher weniger entwickelten Ländern.

Häufig kommen hier eher kleine Minibusse zum Einsatz.

Wie die Unterschiede zwischen den Klassen genau aussehen, hängt immer von der jeweiligen Strecke ab. Sehr wahrscheinlich werden beide Klassen nicht besonders modern sein, sondern eher aus alten Schrottlauben bestehen.

Die Touristen Busse werden eventuell ein bisschen moderner sein, jeder hat einen garantieren Sitzplatz haben und sie fahren vermutlich direkt zum Ziel.

Die öffentlichen Busse sind dafür bekannt, dass es keine Sitzplatzgarantie gibt und sie solange an jeder Ecke halten, bis wirklich keiner mehr in die Busse, an die Busse oder auf die Busse passt.

Tipp: Die richtige Wahl der Reiseklasse:

Von den Preisen her gibt es immer einen deutlichen Unterschied zwischen der besseren und der schlechteren Klasse.

In den sehr günstigen Ländern beträgt der Preisunterschied jedoch nur wenige Euros oder sogar nur Cents. Hier solltest du immer zur besseren Klasse greifen. Du möchtest auf gar keinen Fall für mehrere Stunden und bei sehr hohen Temperaturen in einem Bus, besser noch einen Schlafbus, gestopft werden, indem du mit fremden Menschen ganz eng kuscheln musst und in denen dir jegliche Luft zum Atmen fehlt.

In der Realität wirst du diesen Bussen leider nicht immer entkommen können, hier bietet sich dann aber oft wirklich das Dach an. Dort oben ist es zwar auch nicht bequem, das Wetter kann ein Problem werden und es ist auch nicht ungefährlich, aber dafür hast du hier genügend Platz, kannst frei durchatmen und hast eine großartige Aussicht. – No risk, no fun. Achte nur immer schön auf tiefhängende Äste und Lianen. Ich kann dir aus Erfahrung sagen, dass es keinen Spaß macht diese ins Gesicht zu bekommen.

 

Haltestellen:

Große Busbahnhöfe:

Die sehr großen Städte werden immer einen oder sogar gleich mehrere große Busbahnhöfe besitzen. Oft sind diese etwas außerhalb, damit die Busse die Innenstadt nicht so verstopfen.

Zwischen diesen sehr großen Terminals werden die sehr modernen und luxuriösen Reise- und Schlafbusse verkehren.

Auf diesen Busbahnhöfen hat jede Busgesellschaft häufig ihre eigenen Ticketschalter und Fahrpläne. Oft stehen die Fahrziele, die angefahrenen Haltestellen, die Abfahrzeiten und die Preise für die verschiedenen Klassen gut lesbar über den Ticketschaltern drauf. Große Preis- und Ausstattungsunterschiede wird es zwischen den verschiedenen Gesellschaften kaum geben.

Kleine Busbahnhöfe:

Kleine Busbahnhöfe können sich sehr gut in Zentrum einer Stadt befinden oder auch wieder etwas außerhalb davon.

Häufig haben diese Busbahnhöfe entweder einen zentralen Ticketschalter für alle Busgesellschaften oder es gibt gar keine Ticketschalter. In jeden Fall wird es hier jedoch Terminalpersonal geben, an das du dich wenden kannst.

Sofern es einen Ticketschalter gibt, wirst du eventuell noch zwischen 1. Klasse und 2. Klasse wählen können. Wenn es jedoch keinen Ticketschalter gibt, hast du wahrscheinlich eher die Auswahl zwischen Touristen und öffentlichen Bussen (Minibussen).

Kein Ticketschalter bedeutet immer, dass es hier jede Menge Schlepper gibt, die dich versuchen in ihren Bus zu lotsen. Häufig kommen die Schlepper gleich auf dich zugestürmt, wenn du am Busbahnhof ankommst. Am besten lässt du die Schlepper immer erstmal freundlich hinter dir und wendest dich gleich an das Terminalpersonal. Sie werden dir helfen, die richtige Klasse zu finden, den nächsten Bus zu bekommen und beim Preis nicht übers Ohr gehauen zu werden.

Große Parkplätze oder Marktplätze:

Einige Städte und dies können durchaus auch größere Städte sein haben keinen eigenen Busbahnhof. Häufig fahren hier die Busse von einem zentralen großen Parkplatz oder Marktplatz los.

Einen richtigen Ticketschalter wirst du hier eher nicht finden, vielleicht aber einen Shop oder Kiosk in den Bustickets erhältlich sind.

In weniger entwickelten Ländern können besonders die großen Plätze mit sehr vielen Fernbussen ganz schon unübersichtlich sein. Je nachdem wieviel Konkurrenz es hier gibt, schreien die Fahrer und ihre Helfer das Ziel durch die Gegend oder warten ganz gechillt auf ihre Passagiere. Das Ziel wird auf den Bus dran stehen, aber wahrscheinlich brauchst du hier die Hilfe von Einheimischen, um den richtigen und besten Bus für dich zu finden.

Straßen:

In kleineren Dörfern hast du entweder eine feste Haltstelle oder du kannst dir die Busse von überall einfach zu dir winken.

Hier werden fast ausschließlich uralte Reisebusse oder kleine Minibusse anhalten.

 

Tipps zum Ticketkauf:

Wo:

  Online über Webseite einer Busgesellschaft:

Wann immer du dir die Tickets direkt über die Webseite einer Busgesellschaft kaufen kannst, ist dies in der Regel die beste Lösung für dich.

Hier wirst du die besten Preise bekommen und du musst nicht erst zum Busbahnhof oder zu einem Reisebüro (Travel Agent) laufen.

  Reisebüro (Travel Agent) oder über den Travel Desk deiner Unterkunft:

In vielen Ländern kannst du dir die Bustickets leider nicht online kaufen. Ohne jetzt extra zum Busbahnhof fahren zu müssen, der oft etwas weiter außerhalb liegt, bieten sich hier manchmal Reisebüros (Travel Agents) oder der Travel Desk deiner Unterkunft an.

Bei ihnen musst dir aber darüber in klaren sein, dass du zusätzliche Gebühren zahlst. In vielen Fällen wird hier leider die Unwissenheit von Touristen schamlos ausgenutzt, so dass du deutlich mehr zahlst.

Informiere dich daher immer schön im Voraus, was die Tickets am Busbahnhof oder im Bus kosten würden. Informationen über Buspreise findest du in deinem Reiseführer, den Online Reiseführern Wikitravel und Wikivoyage, in Reiseblogs und über deine Unterkunft.

  Am Busbahnhof:

Häufig musst du dir deine Tickets am Busbahnhof kaufen. Dies ist leider meist ein bisschen nervig und zusätzlich regelmäßig mit Transportkosten verbunden, weil diese oft weiter außerhalb liegen und du dort nicht einfach mal kurz hinlaufen kannst.

  Im Bus:

Gibt es keine Ticketschalter musst du im Bus bezahlen. Entweder zahlst beim Einsteigen und bekommst ein richtiges Ticket, oder du bekommt beim Einsteigen kein Ticket und zahlst erst beim austeigen. Im letzteren Fall handelt es sich meist um öffentliche Minibusse.

Die Fahrpreise sind zwar eigentlich Fix, aber als Tourist wirst du hier gerne abgezogen und sollst etwas mehr zahlen. Du kannst dem aber leicht entgehen, wenn du den Fahrpreis schon vorher in Erfahrung bringst und dir immer schön sofort beim Einsteigen bestätigen lässt.

Grundsätzlich solltest du den Fahrpreis immer passend dabeihaben, ansonsten kannst du das Wechselgeld oft als unfreiwilliges Trinkgeld abschrieben.

Wann:

Für die guten Busse wirst du am Wochenende und in der Hauptsaison immer schon im Voraus buchen müssen. Meist reicht es schon aus, nur ein paar wenige Tage im Voraus zu buchen. Nur in ein paar Einzelfällen sind manchmal mehrere Wochen im Voraus nötig.

Außerhalb der Hauptsaison wird es zumindest in der Woche wieder etwas einfacher werden. Am Wochenende sind Fernbusse jedoch grundsätzlich sehr voll und schnell ausgebucht.

Nur in die nicht so guten Klassen kommst du meist auch sehr kurzfristig mit. Wobei dies natürlich gerade am Wochenende bedeuten kann, dass du etwas länger auf einen freien Bus warten musst und die Busse unangenehm voll werden.

Ticketkontrollen:

Tickets für den Bus musst du immer bis zum Ende der Fahrt aufbewahren. Es ist nicht unüblich, dass die Tickets bis zum Ende der Fahrt mehrere Male kontrolliert werden. Häufig dient dies zur Kontrolle der Busfahrer, die manchmal versuchen Passagiere schwarz mitzunehmen, um sich etwas dazu zuverdienen.

In einigen Fällen wird das Ticket am Ende der Fahrt auch eingesammelt. Bei einem zentralen Ticketverkauf brauchen es die Busse manchmal für ihre Abrechnung.

 

Sitzplatz:

In Reise- und Schlafbussen solltest du es vermeiden, dich in den hinteren Bereich zu setzten. Hier befindet sich meistens die Toilette und der Motor. Beide können unangenehme Gerüche und laute Geräusche verursachen. Zusätzlich bilden sich vor den Toiletten gerne kleine Schlangen und es entstehen kleine gemütliche Unterhaltungen unter den Passagieren, die dich durchaus nerven könnten. Bei schlechten Straßenverhältnissen hüpft der Bereich hinter der Hinterachse zudem viel intensiver auf und ab, wodurch die Fahrt hier besonders holprig wird.

In Schlafbussen solltest du es ebenfalls vermeiden dich ganz nach vorne zu setzen. Vorne wirst du vom Gegenlicht geblendet, von lauter Musik beschallt und durch das Gesabbel der Busfahrer und Helfer, die versuchen sich wach zu halten, genervt.

Sofern du kein Adrenalinjunkie und Rennsportfan bist, solltest du dich vielleicht auch generell nicht nach vorne setzen. Den leicht geistesgestörten und selbstmordgefährdeten Fahrern zuzuschauen ist nix für schwache Nerven.

 

6 + x Dinge die du mit in den Fernbus nehmen solltest:

1.  Warme und leichte Kleidung:

Nimm dir immer warme und leichte Kleidung mit in den Fernbus, und kleide dich schön in mehreren Schichten, so dass du dir immer eine Schicht Kleidung drüber- oder ausziehen kannst, wenn es kälter oder wärmer wird.

Während du in vielen weiter entwickelten Ländern meist in weitgehend angenehm klimatisierten und beheizten Bussen sitzt, kannst du dich in vielen nicht so entwickelten Regionen darauf einstellen, dass es während der Fahrt extrem kalt oder/und heiß werden könnte.

In tropischen oder subtropischen Regionen kannst du dich nahezu drauf verlassen, dass der Fahrer die Klimaanlage auf arktische Temperaturen einstellen wird, wenn der Bus eine funktionierende Klimaanlage besitzt. Warme und lange Kleidung ist hier nahezu überlebensnotwendig, um während der Busfahrt nicht zu erfrieren.

Doch selbst in einem Bus, der keine Klimaanlage besitzt, kann es während der Fahrt deutlich kälter werden, wenn die Fahrt durchs Hochland oder über hohe Gebirge führt. Im Mittel nimmt die Temperatur um 0.6°C pro 100 Meter Erhebung ab. Bei 1000m sind dies also 6°C und bei 2000m sind dies schon 12°C weniger als auf Meereshöhe. Längere Fernbussfahrten mit deutlichen und vielen Temperaturschwankungen sind in Ländern, welche sich sehr durch viele höhere Gebirge oder Vulkane auszeichnen, z.B. Indien oder Indonesien, keine Seltenheit.

Keine Klimaanlage bedeutet hier jedoch auch, dass es während der Fahrt extrem heiß werden kann, ganz besonders wenn der Bus wie bei vielen günstigen öffentlich Busen total mit Passagieren überladen wird und sich die Fenster nicht mehr vernünftig öffnen lassen. Leichte und kurze Kleidung ist daher hier genauso wichtig wie warme und lange Kleidung.

2.  Essen und Trinken:

Auf längeren Fahrten wird der Bus mit Sicherheit den ein oder anderen Stopp machen. Hier können aber die Essens- und Getränkepreise und sowohl die Auswahl ziemlich bescheiden sein.

Es ist daher immer besser sich schon vorher einzudecken. Selbst auf den kürzeren Fahrten solltest du dir immer genügend Essen und Trinken einpacken. Aufgrund von Unfällen, Pannen, Straßenschäden und -sperrungen kann eine Fahrt immer mal ein paar Stunden länger dauern als geplant.

3.  Alles Wichtige und Wertvolle:

Deine Dokumente, dein Geld, deine Kreditkarten, deine Elektronik und Kameraausrüstung gehört mit in die Buskabine. Nirgendwo anders sind deine Sachen sicherer als direkt bei dir. Außerdem können deine Elektronik und Kameraausrüstung super deiner Unterhaltung dienen.

4.  Nackenkissen + Schlafmaske + Ohrstöpsel:

Nackenkissen, Schlafmaske und Ohrstöpsel sind absolute Essentials, wenn du auf einer langen Busfahrt halbwegs vernünftig und erholsam schlafen möchtest. Sofern es die Straßenverhältnisse den überhaupt zulassen … Im Liege- und Schlafbus kannst du natürlich auf das Nackenkissen verzichten.

5.  Zahnbürste + Zahnpasta:

Für einen wohlriechenden Atem und gesunde Zähne, solltest du dir nach einer Mütze voll Schlaf und nach jeder Mahlzeit immer schön die Zähne putzen. Auf kürzeren Fahrten wirst du sicherlich drauf verzichten können, aber auf längeren Fahrten pack sie dir auf jeden Fall mit ein.

6.  Körperlotion + Lippenbalsam + Augentropfen:

Bei stark aufgedrehter Klimaanlage verliert deine Haut, die Lippen und die Augen extrem viel Feuchtigkeit. Um sie wieder mit Feuchtigkeit zu versorgen, solltest du immer ein Paar Pflegeprodukte mit dabeihaben.

Persönlich verwende ich Kokosöl für die Haut und einen Dr. Bronner’s Magic Lippenbalsam für die Lippen. Zum Glück habe ich mit den Augen keine Probleme, aber wenn, dann hätte ich was dabei.

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Sicherheitsregeln:

 In meinen Artikel Alles was du über das Fahren mit dem Zug wissen musst habe ich eine ganze Menge über „Sicherheitsregeln auf Bahnhöfen und im Zug“ geschrieben.

Busbahnhöfe und Fernbusse sind tendenziell zum Glück nicht ganz so gefährlich, dennoch solltest du die gleichen Regeln besser ebenso hier anwenden.

Zusätzlich zu den Sicherheitsregeln auf Bahnhöfen und in Zügen gelten für Fernbusse noch mal ein paar extra Regeln, weil du in den Fernbussen dein großes Gepäck meistens abgeben musst und nicht mit in den Bus nehmen kannst.

1-5.  Sicherheitsregeln auf Bahnhöfen und im Zug

6.  Alles Wichtige und Wertvolle gehört als Handgepäck mit in den Bus:

Deine Dokumente, dein Geld, deine Kreditkarten, deine Elektronik und Kameraausrüstung gehört mit in die Buskabine. Besonders wenn dein großes Gepäck auf das Dach muss, wo es leider oft als Liege- und Sitzwiese missbraucht wird, dem Wetter frei ausgesetzt ist und fremden Personen auf dem Dach frei zugänglich ist. Bei dir in der Buskabine sind deine Sachen einfach am sichersten, zudem können dir deine technischen Spielsachen hervorragend als Unterhaltung im Bus dienen.

7.  Setze dich auf die Seite deines Gepäckfaches:

In den meisten großen Fernbussen muss dein großes Gepäck in ein Gepäckfach. Du kannst dein Gepäck an den Haltestellen viel besser davor schützen Beine zu bekommen, wenn du dein Gepäckfach die ganze Zeit im Auge hast. Setzte dich daher immer auf die Seite deines Gepäckfaches.

8.  Schütze deinen großen Rucksack mit einer Regenschutzhülle:

Egal ob dein großer Rucksack auf das Dach oder in einen Gepäckfach muss, du solltest ihn immer mit einer Regenschutzhülle vor Nässe und Schmutz schützen.

Während dein großer Rucksack auf dem Dach Regen und Straßenstaub frei ausgesetzt ist und deshalb ziemlich offensichtlich geschützt werden muss, wird er in Gepäckfächern gerne mal durch einen unappetitlichen Mix aus Straßenstaub, Schmiere und verdrückten, faulenden Obst verschmutzt, welcher in den Gepäckfächern oft erst im Laufe der Fahrt entsteht.

Du möchtest dir diesen Mix bestimmt nicht über die Schultern ziehen und Stunden damit verbringen das gut ventilierte Tragesystem wieder zu reinigen. Ziehe die Regenschutzhülle deshalb immer über Seite der Tragegurte über den Rucksack, wenn er in ein Gepäckfach muss. Dies bietet auch den Vorteil, dass sich Taschendiebe den Rucksack nicht einfach am Tragesystem schnappen und schnell verschwinden können.

Die Regenhülle des Rucksackes ist grundsätzlich immer sehr hilfreich, um sich vor Taschendieben zu schützen, weil die Taschendiebe durch die Regenschutzhülle nicht erkennen können wo sich die Verschlüsse genau befinden und wie sie gesichert sind. Taschendiebe suchen sich lieber einfachere Ziele, von denen es leider unter den meisten Touristen auch immer jede Menge gibt.

Für den Transport von Rucksäcken gibt es alternativ auch spezielle Schutzhüllen. Persönlich bin ich aber kein Fan von ihnen, weil sie die meiste Zeit wertvollen Platz im Rucksack wegnehmen und keine weitere nützliche Funktion haben.

 

Schlusswort:

Reisen sind mega geil! Reisetage wiederum nicht so sehr, sie können ganz schön anstrengend werden und wenn du dich unvorsichtig verhältst und praktisch danach schreist beklaut werden zu wollen, dann wird sich bestimmt auch irgendwann einmal Taschen- oder Gelegenheitsdieb finden.

Das soll dich aber nicht vom Reisen abhalten, die Welt ist nicht absatzweise so böse wie sie mit meinen ganzen Sicherheitsregeln vielleicht hier rüberkommt. Die überwältigende Mehrheit auf unseren Planeten besteht aus sind freundlichen, ehrlichen und hart arbeitenden Menschen. Du wirst so häufig Menschen kennenlernen, die sich riesig darüber freuen, dass du ihr Land und ihre Stadt oder Dorf besuchst.

Meine ganzen Sicherheitsregeln sind halt wirklich nur für den Fall der Fälle. Es wäre schon scheiße, wenn dir etwas unnötig abhanden kommt, dass muss ja nicht sein.

B e t t e r   s a f e   t h a n   s o r r y   ! ! !

Reisetage können ganz schön abenteuerlich sein und das gehört beim Reisen halt auch irgendwie mit dazu. Deine Reisen werden am Ende immer unvergleichlich schöne Erlebnisse darstellen, welche du nie vergessen möchtest und an die du dich immer gerne erinnern wirst.

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Mein Name ist Thomas Järvinen und dies ist mein fantastischer Reiseblog für Backpacking und Outdoor Abenteuer.

Ich bin ein absoluter Reise- und Abenteuerjunkie, begeisterter Fotografie und Filmmaking Fan, und riesengroßer Nerd für die perfekte Ausrüstung zum minimalistischen Reisen mit ausschließlich Handgepäck.

Hier habe ich für dich all mein Wissen zusammengefasst und dir die ultimative Reiseanleitung für kurze Abenteuer und Langzeitreisen geschrieben.

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